Immer mehr Wirtschaft in der Schule

Wirtschaft soll als ein eigenständiges Fach an allgemeinbildenden Schulen angeboten werden. Das ist das, was die Arbeitgeber haben. Somit möchte die Wirtschaft für ihre Interessen die Bildung der Schüler beeinflussen und schon in der Schule für ihre Interessen werben.
Die Vorbereitungen wurden schon getroffen. Der Bankenverband ist eines der Beispiele dafür. Der Verband befürchtet, dass Schüler ganz elementare Produkte des Bankgeschäftes nicht kennen. Somit hat er den Schritt gewagt, eine Unterrichtshilfe zu erstellen. Auch seitens der Initiative „Neue soziale Marktwirtschaft“ wurden Lehrmaterialien rausgebracht. Diese sollen die wirtschaftlichen Zusammenhänge darstellen, jedoch einseitig betriebswirtschaftlich, angebotsorientiert und neoliberal. Sowohl die Mitbestimmung von Arbeitnehmern als auch die Gewerschaften werden entweder kaum beachtet oder komplett ignoriert. Das Fach Wirtschaft soll dem Fach Politik vorangestellt werden. Dabei soll das Leitbild der Neoliberalismus sein. Auch die Gewerkschaften sind der Meinung, dass Wirtschaft in der Schule behandelt werden soll. „Schülerinnen und Schüler müssen in der Schule Grundkenntnisse wirtschaftlichen Handelns lernen.“, der Aussage widerspricht niemand. Doch wem dient dieser Unterricht? Das ist die nächste interessante Frage. Die Gewerkschaft IG Metall hat eine Broschüre „Wirtschaft in der Schule – Die Auseinandersetzung um ökonomische Bildung in den allgemeinbildenden Schulen“ rausgebracht. In der Broschüre will die Gewerkschaft erreichen, dass der Konflikt um die ökonomische Bildung von vielen wahrgenommen wird. Hier werden viele Defizite aufgezeigt und den Lehrern Hilfestellungen gegeben, wie sie eine gute, handlungskompetente und schülerorientierte Unterrichtsreihe gestalten können.