Wachsende Inflation in Deutschland

Ezgi Güyildar
Das Leben in Deutschland ist nicht günstig. Dies stellte man vor allem im Dezember fest, als die Preise hastig stiegen. So erinnerte der eine oder andere kleine Supermarktbesuch für Geringverdiener, Arbeitslose oder Studierende doch eher an einen Grossfamilieneinkauf.
Tomaten, Paprika, Gurken und andere Gemüsesorten verteuerten sich binnen eines Jahres um bis zu 52 Prozent. Im Supermarkt gab es mit 23,7 Prozent die höchste Einzelpreissteigerung bei Butter.
Die Verbraucherpreise sind im Dezember laut Statistischem Bundesamt im Schnitt um 1,7 Prozent gestiegen. Damit stieg die Inflation zum dritten Mal in Folge. Das ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2008. Im Krisenjahr 2009 waren sie dagegen nahezu stabil geblieben und hatten nur um 0,4 Prozent zugelegt. Eine Steigerung bis zwei Prozent wird nach der Europäischen Zentralbank als normal angesehen. In der Euro-Zone hingegen stieg die Zahl der Inflation im Dezember um 2,2 Prozent. Die Belastung der Bevölkerung wird dadurch im Grunde genommen verharmlost. Die  als „normal“ angesehene Erhöhungsrate ist aber fraglich. Nach Konjunkturexperten sei es selbstverständlich, dass während eines wirtschaftlichen Aufschwungs die Preise stiegen. Die Teuerungsrate hat sich aber deutlich erhöht. Vor allem leichtes Heizöl verteuerte sich im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 28,5 Prozent, Diesel und Superbenzin legten um 12,4 Prozent zu. Nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in den USA stiegen die Energiekosten und die Verbraucherpreise.
So müssen Menschen ihre eigenen tagtäglichen, selbstverständlichen  Ausgaben kürzen, da die Preise immer steigen und die Lebenskosten so in die Höhe getrieben werden.
Während  einige „Wirtschaftsexperten“ es als eine „vorübergehende Angelegenheit“ bezeichnen, rechnet auch der Sprecher der Europäischen Zentralbank (EZB) mit weiteren Belastungen der Verbraucher im Jahre 2011 und geht davon aus, dass die Inflation in nächster Zeit in der Eurozone weiterhin zunehmen wird. Vor allem Arme, Arbeitslose und Geringverdiener werden das stark zu spüren bekommen. Auch wenn das nicht stimmt, dass die Verteuerung und die Inflation nur „vorübergehend“ seien, scheint es den „Wirtschaftsexperten“ aber egal zu sein, dass auch eine „vorübergehende Zeit“ viele kalte und hungrige Tage bedeuten können!