Equal Pay

„Wir sind die Arbeiterklasse. Ob Frau oder Mann, wir müssen gemeinsam für unsere Rechte einstehen.“, das ist die Rede der Protagonistin Rita auf der Gewerkschaftskonferenz in Eastbourne. In dem Film „We want Sex“ ist Rita (Sally Hawkins) eine Hausfrau und arbeitet in der Fordfabrik in einem kleinen Ort namens Dagenham. Die Geschichte zeigt das Ende der 60er Jahre. Die Arbeitsbedingungen der Fordarbeiter sind nicht die Besten, doch die Frauen beißen sich in ihrem harten Job durch. Rita ist eine von den 186 Näherinnen und erfährt während einer Verhandlung mit der Gewerkschaft, dass sie nur aufgrund ihres Geschlechtes nicht den gleichen Lohn wie die männlichen Arbeiter erhält. Motiviert von ihrer Frust und mit der Unterstützung ihrer Arbeitskollegen beschließt sie, ihre Gruppe zu führen. Der Kampf der Arbeiterinnen wird anfangs von vielen Menschen in ihrer Umgebung nicht ernst genommen. Auch die Leiter der Fabrik können es nicht fassen, dass Frauen streiken und nehmen diese erst gar nicht wahr. Erst sieht es so aus, als sei es ein kurzes Abenteuer der Frauen um ihre Rechte. Doch je mehr die Frauen mitmachen, desto ernster wollen sie genommen werden. Somit fängt der richtige Streik an. Sie beschließen ihre Arbeit abzulegen, bis sie ihre Forderung nach einem „Equal Pay“ erhalten.
Mit Hilfe vieler verschiedener Charaktere zeigt der Film den Widerstand der Frau. Die Fordwerke in Dagenham waren zu der Zeit die größten in Europa. Obwohl von den rund 55000 Arbeitern nur 186 Frauen waren, schafften sie es, alle Abteilungen und Werke stillzulegen. Viele Männer belächelten den Widerstand der Frauen und rechneten nicht damit, dass sie so weit gehen könnten.
Eine Mischung aus Komödie und Geschichte zeigt den Zuschauern, dass es möglich ist, ihre Rechte zu bekommen, wenn man gemeinsam handelt. Auch wenn der Name des Filmes „We Want Sex“ mit dem Inhalt des Filmes nichts zu tun hat, erinnert es stark an die 68er Bewegung, bei der die ganze Bewegung auf die Flower Power-Welle reduziert wurde.
Mit vielen Zitaten, unter anderem auch von Marx, ist es eine schöne Kinounterhaltung und es bringt den Zuschauer zum Nachdenken.