Wir gehören zusammen, denn wir sind eine Klasse!

Erdogan Kaya

Parallel zu den Verhandlungen um die Griechenlandhilfe und die Staatspleiten der europäischen Länder Spanien und Portugal (und bald noch andere), werden in Deutschland feindliche und rassistische Töne laut, wie „faule Südländer“, „Griechen sollen länger arbeiten!“ usw.
Die Kolleginnen und Kollegen und Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben in diesen Ländern mit ihren Aktionen, Streiks und Generalstreiks unter Beweis gestellt, dass sie die Lasten der Krise nicht tragen wollen! Es ist auch gut so! Denn, sie dürfen für die Bankrottpolitik der Finanzkonzerne – unter anderem sind auch deutsche Banken daran beteiligt- und die jeweiligen Regierungen, die diese Politik unterstützt haben, nicht verantwortlich gemacht werden.
Die griechische Regierung will die bewilligten Kredite in Höhe von weiteren 50 Milliarden Euro, mit Sozialabbau, Privatisierung der staatlichen Betriebe und Lohnraub bis 2015 zurückzahlen. Deutsche Konzerne wie Fraport, Telekom und andere, stehen schon an vorderster Stelle, um diese Betriebe zu kaufen und sich neue Märkte und Profite zu sichern.
Die Folgen der Privatisierungen sind uns in Deutschland, aber auch unseren griechischen, spanischen und portugiesischen Kolleginnen und Kollegen bekannt. Deshalb kämpfen die Kolleginnen und Kollegen in diesen Ländern gegen Sozialabbau und Privatisierung! Durch die massiven Aktionen wurde die Regierung in Portugal gestürzt. In Spanien gab es große Demonstrationen und Streiks. Die Spanier kämpfen landesweit mit Camps auf öffentlichen Plätzen weiter! Die griechischen Kolleginnen und Kollegen werden diese Politik auch nicht hinnehmen. Dies haben sie in den letzten Monaten oft bewiesen.
Diese feindlichen und rassistischen Töne dienen lediglich dazu, die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen in Deutschland mit den Kolleginnen und Kollegen in Spanien, Griechenland und Portugal zu untergraben und somit den Kampf gegen Sozialabbau und Privatisierung in diesen Ländern zu schwächen.
Was die Kolleginnen und Kollegen in diesen Ländern brauchen, sind keine feindlichen und diskriminierenden Töne und Misstrauen, sondern unsere Solidarität, denn Solidarität ist unsere Stärke!