Erfolgreiches Fest der DIDF

Mit großem Erfolg fand am 18. Juni, das von der DIDF organisierte Solidaritätsfest statt. Unter dem Motto „Fest der Solidarität und Freundschaft“ trafen sich in der Essener Grugahalle über 8.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Das Fest stand unter dem Zeichen des 50. Jahrestages der Arbeitsmigration aus der Türkei nach Deutschland.
Angeboten wurde ein buntes Programm von Kultur bis Politik. Neben Sängern wie Haluk Levent, Sevval Sam, Aynur Dogan waren auch die deutsch-türkischen Kabarettisten Fatih Cevikoglu und Muhsin Omurca auf der Bühne. Kulturelle Beiträge kamen auch aus verschiedenen Orten. Eine Berliner Theatergruppe faszinierte mit einem selbstgeschriebenen Antikriegsstück die Zuschauer. Dabei wurden berühmte Kriegsfotografien nachinszeniert. Auch auf der Bühne zu sehen war die Kölner Musikgruppe „Banduras“, die mit Liedern aus aller Welt die Brüderlichkeit und die Sehnsüchte der Völker nach Essen brachte. Viel Applaus bekam auch die Folkloregruppe aus Nürnberg, die alte traditionelle Tänze aus verschiedenen Regionen der Türkei mit eigenen modernen Tanzschritten kombinierte und den Zuschauern viel Unterhaltung bot.
Bei dem Fest ging es der Veranstalterin DIDF vor allem darum, darzustellen, wie 50 Jahre Migration und Zusammenleben mit all ihren positiven wie negativen Aspekten stattfanden. Hüseyin Avgan, Vorsitzender der DIDF erklärte bei seiner Begrüßungsrede: „Immer wieder wurden wir Migranten als Problemgruppe angesehen und reflektiert. Doch, dass diese Hetzkampagnen immer nur Versuche waren, die Gesellschaft zu spalten, haben wir durch starken Zusammenhalt bewiesen“, so Avgan. Frank Bsirske, Vorsitzender der ver.di, betonte vor allem die Wichtigkeit des Zusammenhaltes und der Zusammenarbeit auch im gewerkschaftlichen Bereich, vor allem in Zeiten von Niedriglohn und Kürzungen der Arbeiterrechte. Ebenso hielt Levent Tüzel eine Begrüßungsrede. Der ehemalige Vorsitzende der Partei der Arbeit (EMEP), der am 12. Juni bei den Parlamentswahlen in der Türkei als unabhängiger Kandidat des „Blockes für Arbeit, Freiheit und Demokratie“ nach Ankara gewählt wurde, erzählte von den Wahlen in der Türkei und betonte die Brüderlichkeit des kurdischen und türkischen Volkes. Als neuer Parlamentarier versprach er, sich für die Demokratie und die Rechte der Werktätigen und Unterdrückten einzusetzen und forderte alle auf, sich zu organisieren und nicht alles so hinzunehmen, wie es ist.
Das Fest der Solidarität und Freundschaft wurde begleitet von verschiedenen Infoständen und Ausstellungen und wurde von der DIDF als der Auftakt der Feierlichkeiten des gemeinsamen Zusammenlebens seit 50 Jahren gefeiert. Zugleich feierte die DIDF ihr 30-jähriges Bestehen im Kampf gegen Ausbeutung, Diskriminierung, Krieg und Rassismus.