Die braune Gefahr

Der Massenmord in Norwegen hat wieder einmal gezeigt, woher die eigentliche Gefahr in der Gesellschaft kommt. Sehr ärgerlich für die Presse und die sich offen zum Rassismus bekennenden Personen und Organisationen waren es keine Islamisten, die das Blutbad im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya zu verantworten haben, sondern rechtsextreme Islamhasser. Man mag sich gar nicht erst vorstellen was alles in Deutschland und in Europa passiert wäre, wenn es wirklich „Islamisten“ gewesen wären. Wie die Menschen hier gegeneinander „aufgehetzt“ würden, wie dazu aufgerufen worden wäre „aufmerksam zu sein gegenüber Menschen die Fanatiker sein könnten“ etc.
Als „Solidaritätsreaktion“ wurde von deutschen Nazis in der Nacht von Sonntag auf Montag auf ein Mehrfamilienhaus in Leverkusen ein Brandanschlag verübt. In dem Haus wohnen nach Polizeiangaben überwiegend Sinti und Roma. Unbekannte haben mehrere Brandsätze in die Erdgeschoss-Wohnung geschleudert, durch Zufall und Glück konnten sich die Bewohner rechtzeitig ins Freie retten und blieben unverletzt. An den folgenden Tagen wurde im Gesamten Bundesgebiet von weiteren Nazi-Anschlägen berichtet.
Bei genauer Betrachtung unterscheidet sich der Mörder Breivik nicht sonderlich viel von den deutschen Rassisten und Rechtpopulisten, die seit Jahren von einer islamistischen Verschwörung sprechen. Diese Kräfte versuchen, der Gesellschaft einen Kampf der Kulturen und Glauben aufzudrücken, rassistische Ideen und Gedanken in die Mitte der Gesellschaft zu tragen und diese salonfähig zu machen. Gerade jetzt sollte noch einmal darüber nachgedacht werden, was ein Sarrazin und Co, die von den unerwünschten Genen islamischer Menschen bis hin zu Politikern anderer etablierter Parteien, die von „unnützen Ausländern“ sprechen, alles anrichten „können“, wie durch solche Äußerungen und Politik sich bestätigt sehen die  Breiviks dieser Welt, Waffen in die Hand nehmen und wahllos Kinder und Jugendliche erschießen. Der faschistische Terroranschlag ist nur die Spitze eines Eisberges, der sich im Alltag als „demokratische Meinung“ und „das darf man doch sagen dürfen“ präsentiert.
Die Gewissheit aber zu wissen, dass die Mehrzahl der Deutschen gegen Rassismus und Terror ist von wem und warum sie auch ausgeübt wird, gibt den hier lebenden Migranten mehr Sicherheit als die politische Elite.
Der Vorfall zeigt jedoch sehr deutlich, dass Rassismus und Faschismus keine Meinung sind, sondern ein Verbrechen, dem sich alle entgegenstellen müssen. Ein sofortiger Verbot aller rassistischen und rechtspopulistischen Parteien und Organisation muss dafür der erste Schritt sein. Statt zu schweigen und den Kopf zu senken, müssen alle aufrichtigen Menschen sich zusammenschließen und rassistische und nationalistische Ideen aus der Gesellschaft verbannen!