„Die Freiheit wird siegen” – Sozialforum in Diyarbakir

Vom 21.-25. September fand in Diyarbakir ein Treffen unter dem Motto „Für die Menschheit – Gegen Kapitalismus und Ausbeutung wird die Freiheit gewinnen“ statt. An dem vom „Mezopotamien Sozialforum“ organisierten Treffen nahmen 2000 Menschen, darunter VertreterInnen aus Argentinien, Ecuador, Brasilien, Italien, Deutschland, Russland, Ägypten, Tunesien, Libanon, Palästina, Jemen, Irak, Iran, Syrien, Türkei, Armenien, Frankreich, Kamerun, Nigeria und Autonome Region Kurdistan (im Norden Iraks) teil.

Am 20. Dezember 2008 wurde das „Mesopotamien Sozialforum“ während eines Treffens von NGO`s, Initiativen, Gewerkschaften, zivilen und demokratischen Organisationen und regionalen Verwaltungen gegründet, die sich unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ getroffen hatten. Themen und Diskussionsveranstaltungen waren u.a. „Der Nahe Osten, die Aufstände und die Zukunft“, „Krise der Zivilisation und ihre Alternativen“, „Aufbau von Gerechtigkeit und Frieden gegen die Interessen der Regierung“, „Unbegrenztes Exil: Migration und Flucht“, „Kämpfe für die Rechte“, „Kinderrechte, Recht auf Wasser, Kommunikation, Gesundheit, Muttersprache“, „Ökologische Genozide“, „Kultur – Kulturschöpfer – kulturelle Genozide“, „Frauen im Nahen Osten und die Frauenfreiheitsbewegung“.

Das Treffen wurde mit einer Demonstration eingeläutet und wurde begleitet mit diversen thematischen Ständen. Das Forum fand in 5 verschiedenen Sälen statt, in denen Podiumsdiskussionen, Workshops, Miniforen, Theatervorstellungen, Ausstellungen etc. durchgeführt wurden.

Ein besondere Schwerpunkt war neben der aktuellen Situation in Kurdistan vor allem die Aufstände im Mittleren Osten und Nordafrika die als „arabischer Frühling“ bekannt wurden. Des weiteren waren auch die Selbstorganisationsprozesse der kurdischen Frauenbewegung,  die Ökologie und die Situation der palästinensischen Bevölkerung wichtige Themen. Aufgrund der aktuellen militärischen Angriffe und der laufenden Verhaftungswellen gegen kurdische AktivistInnen (4015 Festnahmen in den letzten 6 Monaten) war die Stimmung diesmal deutlich angespannter als beim letzten Forum im Jahr 2009.

Erklärung der revolutionären Jugend auf dem 2ten Mesopotamischen Sozialforum (MSF)

In Bezug auf die Weltbevölkerung spielt die Jugend eine wichtige Rolle. Wir haben eine gemeinsame Identität und in Folge dessen eine gemeinsame Verantwortung, die uns verbindet. In allen kapitalistischen Ländern sind wir mit Repression konfrontiert, sobald wir politisch aktiv sind und versuchen uns daran zu beteiligen, die Gesellschaft in der wir leben zu verändern. ..

Wir, als Jugendorganisationen die im Mittleren Osten, in Kurdistan, der Türkei und Europa kämpfen, sind einmal mehr zum MSF zusammengekommen. Wir haben uns über unsere Widerstandspraxen und Kämpfe ausgetauscht und die Notwendigkeit begriffen, dass wir voneinander lernen. Wir treten aktuell in eine Phase ein, in denen sich die sozialen Explosionen, die aufgrund der ökonomischen Krisen entstehen, in Aufstände verwandeln.  Die Diktatoren von jahrelang gefestigten Unterdrückungsregime fallen. Von Tunesien, Ägypten, Jemen bis nach Griechenland zeigen uns die Aufstände der Bevölkerung den Weg…

Der im Moment unter Isolationshaftbedingungen inhaftierte Repräsentant des kurdischen Volkes, Herr Abdullah Öcalan und mit ihm zusammen alle revolutionären Gefangenen müssen sofort freigelassen werden.

Wir rufen die Jugend in allen unterdrückerischen Staaten auf,  nicht als Soldaten an ihren schmutzigen und ungerechten Kriegen teilzunehmen und den Kriegsdienst zu verweigern.  Um eine Welt ohne Grenzen und Klassen zu erkämpfen müssen wir als Jugendliche unsere Solidarität verstärken und eine gemeinsame Widerstandslinie aufbauen.

In diesem Zusammenhang wollen wir eine Konferenz organisieren, um unsere Gemeinsamkeit im Denken und Fühlen auszubauen. Wir planen diese Konferenz gegen Ende des Jahres 2012 in der Türkei zu organisieren.

Lasst unsere Solidarität wachsen, Gelegenheiten zum gemeinsamen Widerstand schaffen, und unsere Schritte Schulter an Schulter gegen den Faschismus vermehren….

Es lebe unser internationaler revolutionärer Kampf

Hoch die internationale Solidarität