Internationale Gegenkonferenz zu Petersburg II

Am 4. Dezember fand im Landesmuseum Bonn die Gegenkonferenz zum Petersberg II, wo 46 internationale Gäste über die aktuelle Situation und die mögliche Zukunft Afghanistans diskutierten. 300 TeilnehmerInnen der Gegenkonferenz waren am Ende sowohl mit dem Ablauf, als auch inhaltlich sehr zufrieden. Außer den drei Hauptplena wurden 15 Arbeitsgruppen angeboten. Das erste Plenum: „Sie reden von Frieden. Sie führen Krieg“ mit, Mamdooh Habasi, Vizepräsident des Weltforums für Alternativen und im Vorstand des Arabisch-Afrikanischen Forschungszentrums, Kairo), Mariead Maguire (Friedensnobelpreisträgerin aus Nordirland) und Mohmood Said (Solidaritätspartei in Afghanistan), behandelte die aktuelle Situation in Afghanistan und welche Rolle die Besatzungstruppen dort spielen. Auf dem zweiten Plenum: „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker – Kriege abschaffen, die Zukunft gestalten“, mit Matin Baraki (AF/DE), Joseph Gerson (USA), Malali Joya (AF), Thomas Magnusson (SE), Alyn Ware (NZ) und Mustafa Yalciner (TR), ging es um die Frage, wie der Frieden in Afghanistan erreicht werden kann. Das dritte Plenum: „Frieden für Afghanistan- Gespräch zwischen Parlamentariern und Friedensengagierten“, mit Shams Arya (AF/NL), Reiner Braun (DE), Jeromy Corbyn (MP Labour Party, GB), Tobias Pflüger (DE), Michael Youlton (IE), beschäftigte sich mit den Fragen, wie in den Parlamenten dieser Krieg „vorbereitet“ wird und welche Rolle die Friedensinitiativen und Parlamentarier, die gegen den Krieg sind, effektiv dagegen vorgehen können. Auf der ganzen Linie der Konferenz, ob in den Arbeitsgruppen oder Plena, kristallisierte sich die zentrale Aussage heraus: „Alle Truppen müssen Afghanistan sofort und bedingungslos verlassen“. Außerdem war Konsens, dass die Friedensbewegung auf die aktuellen Bedrohungen gegen den Iran reagieren muss, weil die Politik der westlichen Staaten auf einen weiteren Krieg in der Region zusteuert.