Aufwachen aus dem Albtraum

Das Jahr 2011 ist fast vorbei und wir freuen uns alle auf das kommende Jahr 2012, auch wenn es dem Maja-Kalender nach das letzte Jahr der Erde sein soll. Astrologen der Maja sagten das Ende der Welt im Jahre 2012 durch einen Meteoritenschlag voraus, auch wenn heutzutage Wissenschaftler diese Idee belächeln. Man muss so was auch nicht glauben, die Erde wird noch Millionen Jahre weiter existieren, ob mit oder ohne den Menschen. Was man aber auf jeden Fall glauben darf, ist, dass nichts ewig ist. Und erst recht nicht das vom Menschen erschaffene System.
Das Jahr 2011 hat wieder einmal deutlich gezeigt, wie faul das Gesellschaftssystem und wie brüchig das Fundament ist, auf dem es aufbaut: Profit und Geldgier ziehen sich wie ein blutiger roter Faden durch unser – nun kann man es eigentlich sagen- letztes Jahr.
Aufstände in arabischen Ländern gegen ihre von diesem System geschützten und gestützten Diktatoren, AKW-Unfälle nach Naturkatastrophen in Japan, Angriffskrieg in Libyen, Regierungs-, Finanz- und Eurokrisen und der damit verbundene weltweite Widerstand, Besetzung von zentralen Plätzen und Bankenvierteln überall in der Welt, Hungerkatastrophen in Afrika, Weiterführung der Rüstungsspirale und und und deuten auf ein eindeutiges Ende hin.
Wie heißt es so schön: Die Kette reißt an ihrem schwächsten Glied und so sehen wir, das vor allem die schwachen Glieder dieses Weltwirtschaftssystems einer nach dem anderen zusammenbrechen. Doch sind wir noch weit entfernt von einer kompletten Umwälzung der Gesellschaft, noch kann man nicht die Füße hochlegen und sagen: „Geschafft!“ So einfach wird es aber auch nicht sein, denn die Schmarotzer des Systems, diejenigen, die sich soviel Reichtum und Macht angeeignet haben, das sie niemals verbrauchen können, werden nicht einfach so abtreten und die Bühne für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ohne Hass und Rassismus freigeben. Sie werden sich wehren und alles Mögliche versuchen. Doch hätte man vor 5 oder gar 2 Jahren sich überhaupt ausdenken können, dass überall auf der Welt, selbst in den Zentren des Systems -selbst in New York- die Stimmen derjenigen lauter werden, die nichts zu verlieren haben, außer ihre Ketten, aber im Gegenzug eine Welt gewinnen können, bevor dieses faulende System sie zerstört? Das Jahr 2012 gibt zumindest Hoffnung – Hoffnung für ein Aufwachen aus einem Albtraum, der Geist, Körper  und Seele Jahrhunderte lang versklavt und verstümmelt hat. Herzlich willkommen 2012, du bringst die Menschheit sicherlich ihrem erwünschten Frieden einen Schritt näher!