Kriegsvorbereitungen auf allen Hochtouren


Ezgi Güyildar

 

Seit Monaten wird öffentlich in den USA und Israel über einen militärischen Angriff auf Iran diskutiert. Auch die EU hat die Sanktionen gegenüber dem Iran verschärft. Ein Krieg scheint in naher Zukunft nicht unmöglich geworden zu sein. Mit ständigen Kriegsdrohungen, dem Aufmarsch militärischer Kräfte, sowie mit Terroraktionen von eingeschleusten „Spezialtruppen“, halten die Nato-Staaten, vorneweg die USA und in anger Zusammenarbeit mit Israel die beiden Länder Syrien und Iran im Ausnahmezustand.

Demokratiesierung“ Syriens

Nicht vor allzu langer Zeit  erlebte die libysche Bevölkerung eine ähnliche Situation, welches mit der imperialistischen Intervention endete. Das Ergebnis des Krieges waren Zehntausende von Toten, eine traumatisierte Bevölkerung, zerstörte Infrastruktur und die Ausbeutung eines Landes, welches nun immer weiter verarmt. Ähnliches scheint in naher Zukunft auch Syrien zu erwarten. Hinter den Kämpfen in Syrien verbirgt sich nämlich das Ringen zwischen den Großmächten. Da eine Entscheidung über die syrische Lage im UN-Sicherheitsrat aufgrund der Vetos von China und Russland abgelehnt wurde, führt das Imperium der Nato nun offenbar einen „Plan B“ durch. Es handelt sich dabei um ein Vorgehen, die „Syrienfrage“ außerhalb des UNO-Rahmens zu lösen. Mittlerweile sollen bereits Truppen im Land sein, die Rebellen schulen und Luftangriffe durchführen sollen. Für die finanzielle Unterstützung ist auch schon gesorgt. Bereits seit mehreren Monaten werden bewaffnete oppositionelle Gruppen in Syrien mit westlichen Waffen verstärkt. Die Kriegsvorbereitungen laufen bereits auf allen Hochtouren. So werden ethnische und religiöse Konflikte in den Vordergrund gerückt, um die Menschen bewußt zu polarisieren. Auch durch Wirtschaftsembargos werden die Arbeitslosenzahlen erhöht, die Versorgungsmöglichkeiten verschlechtert und so das Land in eine Krise gestürzt.

Iran als Sündenbock

Auf den Iran, sind die westlichen Länder schon seit Jahren schlecht zu sprechen. Sei es durch angeblich vorhandene, aber noch nicht bewiesene oder gesehene Atombomben oder seien es einfach nur Vorwürfe bezüglich des „11. September“. Einen Vorwand, den Iran anzugreifen, sucht man schon seit Jahren. Die jüngsten wirtschaftlichen Embargos gegen Ölimporte aus dem Iran und Sanktionen gegen die iranische Zentralbank, um den internationalen Handel einzuschränken, entfachen quasi einen Wirtschaftskrieg. An den Embargos beteiligt sich die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls. Medienberichten zufolge könnte Israel schon im Frühjahr einen militärischen Angriff auf iranische Atomanlagen versuchen. Zuerst „befreit“ man die syrische Bevölkerung von dem Diktator Assad und anschließend greift man seinen Verbündeten, den Iran, an. Und das ganze auch noch unter einem guten Zweck und unter dem Vorwand, die Welt vor Diktatoren zu befreien.

Die Bevölkerungen dieser beiden Länder müssen ihr Mitbestimmungsrecht ohne Fremdeinwirkung einsetzen dürfen. Eine militärische Intervention seitens imperialistischer Mächte würde die Ausbeutung der Länder bedeuten. Im Konflikt gegen den Iran und Syrien geht es nicht um Menschenrechte und Atomwaffen, sondern um die Vorherrschaft in geostrategisch wichtigen Ölregionen.

Auf folgender Homepage kann man den Aufruf „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“ unterschreiben:

 

http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=402