Skurriles aus dem Jugendalltag

„Roofer“

Wenn der eingeschränkte urbane Raum den jungen Menschen zu wenig zu bieten hat und sie in der Stadt gefangen sind, wollen sie sich wenigstens über der Stadt erheben. „Roofer“ (zu deutsch etwa „Dächler“) nennen sich die jungen Menschen aus Moskau, die in ihrer Freizeit möglichst hohe Gebäude ohne jegliche Sicherung erklimmen. „Wir fühlen uns frei und unbeschwert, wenn wir hinunter schauen und alle Probleme da unten vergessen können“ erklären die Erfinder von „Roofing“. Sie schleichen sich an Hausmeistern vorbei, steigen durch offene Fenster und Feuerleiter auf die Dächer der wuchtigen Wohnblöcke, sogar die Geheimdienste überlisten sie auf der Suche nach dem größten Nervenkitzel. Der Mount Everest unter den „Roofern“ ist das russische Außenministerium (MID). Bis jetzt haben es zwei „Roofer“ geschafft, den Diplomaten aufs Dach zu steigen.