Westbus Kollegen streiken für „Gleiche Arbeit – Gleicher Lohn!“

Die Westbus Beschäftigten befinden sich seit Wochen im Arbeitskampf. Nachdem die Haustarifverhandlungen gescheitert waren, haben sich die Busfahrer mit ihrer zuständigen Gewerkschaft verdi entschieden zu streiken. Sie streiken für eine 8.3% Lohnerhöhung und fordern die Eingruppierung in den TVN bzw. in die unterste Lohngruppe für Busfahrer. Die Busfahrer wollen endlich für gleiche Arbeit gleichen Lohn wie die Busfahrer, die im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Westbus ist ein Sub-Unternehmer bzw. eine Tochtergesellschaft der verschiedenen Städte (Mönchengladbach, Krefeld, Neuss und Viersen). Westbus gehört zu 51% de Kommunen und 49% zum Konzern Veolia. Die Westbus ArbeiterInnen sind schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt als die Busfahrer der Kommunen. Der Stundenlohn eines Westbus Kollegen liegt bei ca. 12.13€ und die unterste Lohngruppe bei den Städtischen Busfahrern liegt bei ca. 13.17 €. Über 80% der Westbus Beschäftigten haben Migrationshintergund. Die Westbus Kollegen fahren etliche Buslinien in den Städten: Mönchengladbach, Krefeld, Neuss und Viersen. Seit dem 06.Juni befinden sich die Kollegen im Arbeitskampf, wobei sie nicht durchgehend streiken sondern einzelne Arbeitstage, dies machen sie damit die Geschäftsführung nicht einschätzen kann, an welchem Tag sie streiken. Sie bleiben somit unberechenbar für den Arbeitgeber. Die Streikbeteiligung steigt langsam und liegt bei ca. 60 %, leider gibt es viele externe und interne Streikbrecher, dies erschwert den Arbeitskampf. Inzwischen hat sich die Zahl, der bei verdi organisierten Westbus Beschäftigten auf 60% erhöht. Die Streiktage der Kollegen waren bisher folgende: 6.Juni, 14., 15. Juni und 18.Juni. Der Druck seitens der Arbeitgeber und einiger leitender Angestellter ist extrem. Die Geschäftsführung droht inzwischen mit Massenentlassungen und versucht somit, die Belegschaft einzuschüchtern. Die Kollegen sind fest entschlossen, die den Arbeitskampf zu intensivieren, um somit den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen. Aktuell haben die Kollegen auf einer Mitgliederversammlung sich entschieden den Arbeitskampf wieder nach den Sommerferien  aufzunehmen.

Mönchengladbach / Neues Leben