Ausbildungssuche noch nicht beendet

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind in Deutschland zuletzt deutlich mehr Jugendliche unversorgt geblieben als noch im Vorjahr. Zum 30. September waren 15.700 Bewerber ohne Ausbildungsplatz – 38,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit Anfang November in Berlin berichtete. Diesen Bewerbern will der Ausbildungspakt, ein Bündnis aus Bundesregierung und deutschen Wirtschaftsverbänden, jetzt verstärkt unter die Arme greifen. „Wir werden die Zahl der präventiven Maßnahmen erhöhen“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), gemeint sind wahrscheinlich „Umschulungen“ oder andere „Parkmöglichkeiten“, um die Statistiken schön zu waschen. Rund 270 000 junge Leute sind nach Angaben der Arbeitsagentur derzeit im Übergangsbereich zwischen Schule und Beruf. Sie machen zum Beispiel ein Praktikum oder nehmen an Fördermaßnahmen teil. 2,8 Prozent der Bewerber blieben zum 30. September unversorgt und 33 300 Ausbildungsplätze (meist in unbeliebten Branchen mit wenig Lohn oder Zukunftsperspektiven) unbesetzt. Insgesamt kämen auf eine Ausbildungsstelle in Deutschland 1,17 Bewerber.