Pseudomassnahmen für europäische Jugend

Ezgi Güyildar

 

Die EU will von ihren Mitgliedstaaten eine Beschäftigungsgarantie für Jugendliche. So sollen alle Mitgliedstaaten allen EU-Bürgern unter 25 Jahren künftig innerhalb von vier Monaten irgendeine Form von Beschäftigung garantieren. Welche Art von Beschäftigung es ist und in welchem Bereich, ist dabei anscheinend unwesentlich.

Die EU-Kommission will die hohe Jugendarbeitslosigkeit  mit  einem Beschäftigungspakt bekämpfen, da in letzter Zeit vor allem in die Öffentlichkeit gedrungen war, dass Jugendliche besonders von der Krise betroffen sind und eine hohe Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen herrscht.

Rund 150 Milliarden Euro entgehen der EU jährlich an Wertschöpfung wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit, das entspricht 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. In Griechenland und Spanien sind 55 Prozent der Jugendlichen unter 25 ohne Job. In Italien, Portugal, Irland, Bulgarien, Zypern, Lettland, Ungarn und der Slowakei sind jeweils rund ein Drittel der jungen Menschen arbeitslos.

Dass nun die EU-Kommission das ändern will, damit es einfach besser in den Statistiken aussieht, ist nicht überraschend.

Die Veröffentlichungen der Zahlen in den Medien ließ den Druck auf die EU    grosser werden, da die Auswirkungen der jahrelang anhaltenden Krise eigentlich viel grosser sind, als in der bürgerlichen Presse und der EU – Institutionen dargestellt. Statistikschönung wird aber das Problem nicht beseitigen und alles läuft darauf hinaus, dass arbeitslose Jugendliche sich an mehr Repressionen und Drill gewöhnen sollen!