Deutschland ist nicht mehr Papst

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Nach 719 Jahren tritt nun zum zweiten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche ein Papst zurück. Der 265. Papst Ratzinger degradiert Deutschland somit zum Ende des Monats vorzeitig vom Papst zu „Rücktritt“. Der 85-Jährige erklärte, dass er nicht mehr die Kraft dazu habe, das Amt des Papstes auszuüben. „Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“ erklärt er. Respekt, dass er Altersschwäche zugibt und aus dem Vatikan selber herausläuft, statt in einem Sarg getragen zu werden.

Geht der Papst also jetzt in Rente? Benedikto wäre somit nicht nur der erste Papst auf Twitter, sondern auch der erste Papst in Rente. Statt ihn zum lebenslangen Papst zu ernennen, hätte man vielleicht auch im konfessionellen Bereich die prekäre Beschäftigung anwenden und dem deutschen Papst einen Kurzzeitvertrag ausstellen sollen. Dieser möchte sich nämlich jetzt, nach acht Jahren Amtszeit, in ein Kloster zurückziehen und seine restliche Lebenszeit in Ruhe verbringen. Leistungsdruck, Stress und Burnout scheinen wohl auch den Vatikan erreicht zu haben. Ob andere Gründe auch eine Rolle für den Rücktritt des deutschen Papstes spielen, wird noch spekuliert. Nun ja: Möglicherweise fürchtet auch das Oberhaupt der katholischen Kirche ein Doktor-Plagiat, welches in Deutschland, wie die jüngsten Ereignisse nach Schavans Rücktritt zeigen, wohl keine Seltenheit darstellt?

Doch was war sein Lebenswerk? Während seiner Amtszeit kam es trotz seiner Behauptung von einem „guten interreligiösen Dialog“ zu einem Tiefstand in den Kontakten mit den restlichen Weltreligionen. Er unterstütze die Holocaust-Leugnenden Pius-Brüder, Verbot wie seine Vorgänger die Verhütung und die Abtreibung und bezeichnete gleichgeschlechtliche Paare als „Bedrohung für Frieden und Gerechtigkeit“. Er stellte sich weder gegen soziale Ungleichheit, noch kritisierte er Kriege! Also schwamm er mit dem Strom und wir werden ihn sicherlich nicht vermissen.  Möglicherweise öffnet der Rücktritt des ultra-konservativen Papstes Ratzinger neue Tore für die katholische Kirche, denn der Übergang von der aktuellen Monarchie zur nächsten Monarchie ist nur eine Frage der Zeit. Es ist nicht die Person Ratzinger, dessen Abgang längst überfällig war, sondern das Amt des Papstes, auch wenn es ein Afrikaner werden sollte.