DGB-Kongress gegen Rechts

Der DGB-NRW und das DGB-Bildungswerk veranstalten gemeinsam am 27. April unter dem Motto „Erinnern. Denken. Handeln. Nazis und Rassismus wirksam entgegentreten.“ einen „Kongress gegen Rechts“ in Duisburg. Bereits im vergangenen Jahr fand ein ähnlicher Kongress in Dortmund statt. An diesen möchte der DGB anschließen und „alle Aktiven im Land zusammenbringen, die sich gegen Rassismus und die extreme Rechte engagieren“. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie Rassismus wirksam und nachhaltig begegnet werden kann.

Der DGB hat eine klare Nachricht zu vermitteln, stellt doch der Antirassismus eines ihrer wichtigsten Themenfelder dar. „In welcher Form Rassismus auch immer auftritt: Er propagiert ein antidemokratisches und menschenfeindliches Weltbild, dem konsequent die Stirn geboten werden muss. Staat und Zivilgesellschaft sind in der Pflicht, Ausgrenzung und Diskriminierung dauerhaft zu bekämpfen“ so heißt es auf dem Informationsflyer zum Kongress.

Nach der Begrüßung durch Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW und einem Grußwort von Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg wird Prof. Dr. Elmar Brähler, Universität Leipzig, einen einführenden Vortrag halten „Zur Lage der Nation: Rassismus in der Mitte der Gesellschaft“. Anschließend finden fünf Themenforen statt, die unterschiedliche Aspekte und Formen des Rassismus und der Rechten aufgreifen.  „Denn Rassismus hat viele Gesichter: Die Autonomen Nationalisten sind überwiegend in losen Strukturen organisiert, während die NPD ihre verfassungsfeindlichen Anschauungen in Parteiprogrammen transportiert. Zusammenschlüsse wie pro NRW kommen bürgerlich daher und versuchen vor allem gegen den Bau von Moscheen mobil zu machen. Die abscheulichste Form ist der Rechtsterrorismus: Zwischen 2000 und 2007 ermordete die NSU zehn Menschen.“

In den Themenforen werden historische Begebenheiten wie die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 durch die NSDAP ebenso thematisiert, wie aktuelle Entwicklungen in der rechten Szene, wie z.B. in den Themenforen  „Die radikale Seite des braunen Sumpfs: Was tun gegen militante Neonazis?“, „Attraktiv, weiblich, harmlos? Frauen und Mütter in der rechten Szene“, „In der Mitte der Gesellschaft: Strategien gegen Alltagsrassismus.“ „Radikalisierung durch Rechtsrock: „Blut muss fließen knüppelhageldick“. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wird der Frage nachgegangen, ob Bildung der richtige Weg zu Toleranz und Demokratie ist. Eine Anmeldung zum Kongress ist auf der Homepage des DGB-NRW möglich.