Wer profitiert vom Korea Konflikt?

Ezgi Güyildar

Die Krise auf der koreanischen Halbinsel verschärft sich weiter. Während die US-Regierung androht, sie werde die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten militärisch „verteidigen“, schloss Nordkorea den Zugang zum gemeinsam mit dem Südteil des Landes betriebenen Industriepark ­Kaesong. 53400 Nordkoreaner produzieren dort unter Leitung von 860 Managern und Vorarbeitern aus dem Süden Exportgüter im Auftrag von 123 südkoreanischen Firmen. Die Industrieproduktion für 123 südkoreanische Firmen läuft jedoch weiter. Die meisten südkoreanischen Angestellten sind vor Ort geblieben.

Die USA und Südkorea setzen ihre gemeinsamen Militärübungen auf der koreanischen Halbinsel fort unter dem Vorwand, Nordkorea plane angeblich militärische Aktionen.  Nachdem im Februar in Nordkorea ein miniaturisierter Sprengsatz gezündet worden war, wurden neue UN-Sanktionen gegen  Pjöngjang verhängt. Seither nehmen die Erklärungen von Nordkorea auch scharfe Konturen an. Obwohl mittlerweile seitens der südkoreanischen Seite der Atomtestvorwurf gegen Nordkorea zurückgezogen wurde, bleibt die Situation  weiterhin angespannt.

Friedenswächter will sich ausbreiten

Ausgerechnet die USA tritt  bei diesem Konflikt als angeblicher Beschützer im pazifischen Raum auf. Die USA nutzen die angeblichen Atomtests, die Nordkorea durchführen liess, um die eigene Kriegsmaschinerie in der Region auszubauen und sie als Basis für ihre Zukunftspläne zu nutzen.

Vor allem die Rivalen Russland und China  müssen durch die USA zurückgedrängt werden, damit dieser erfolgreicheren Einfluss in der Region hat. Mittlerweile drohen die USA: Sobald Nordkorea seinen Nachbarn beschießen sollte, würden die USA und Südkorea unverzüglich mit ähnlichen Waffen und vergleichbarer Intensität antworten, berichteten US Medien in den vergangenen Tagen.

Militärstrategie geändert

US-Präsident Barack Obama hat schon 2011 seine Militärstrategie grundlegend verändert und auf den asiatisch-pazifischen Raum ausgerichtet. Momentan ist die Hälfte aller amerikanischen Kriegsschiffe im Asien-Pazifik-Raum unterwegs. Bis zum Jahr 2020 sollen diese sogar auf 60 Prozent steigen.

Mit der wachsenden imperialistischen Konkurrenz hat die Legende von den „friedenspolitischen Versuchen“ bestimmter imperialistischer Länder längst keine Glaubwürdigkeit mehr in der Weltöffentlichkeit. Der Kampf um den Weltfrieden muss stärker angegangen werden.