Venezuela nach der Wahl

Auch fast einen Monat nach den Präsidentschaftswahlen herrscht in Venezuela offener Terror von rechts. Ausgelöst und angeführt wird das ganze von Henrique Capriles, dem USA-freundlichen Verlierer der Wahlen im vergangenen Oktober gegen Hugo Chávez und im April, wenn auch mit wenigen Stimmen, gegen Nicolás Maduro. Allerspätestens seit dem 8. Dezember, als Chávez erstmals öffentlich von der Möglichkeit sprach, aufgrund seiner Krebserkrankung aus dem Amt scheiden zu müssen, wurden in Venezuela Putschpläne geschmiedet, wie der bolivianische Staatspräsident Evo Morales auch am 1. Mai erklärte. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich dass jetzt mit allen möglichen Mittel versucht wird, einen Staatsstreich oder ähnliches zu organisieren.

Die Präsidentenwahl am 14. April hatte der Sozialist Nicolás Maduro mit einem Vorsprung von 225.000 Stimmen gewonnen. Die Opposition unter Führung des unterlegenen Herausforderers Henrique Capriles Radonski erkennt die Wahl nicht an. Auch der US-Präsident Obama erkennt die demokratische und unabhängige Wahl nicht an. Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten Radonski  hatten kurz nach den Wahlen bereits Straßenbarrikaden errichtet. Offiziellen Angaben zufolge kamen dabei mindestens neun Menschen ums Leben.