Prügelpolizei wieder in Chile

 Die chilenischen Schüler und Studenten sind wieder auf der Straße, um für die Rechte eines jeden Schülers zu kämpfen. Die Antwort der chilenischen Polizei auf die Rufe tausender chilenischer Schüler und Studenten nach guter und kostenloser Bildung war Tränengas- und Schlagstockeinsatz.

Die Demonstranten hatten die Genehmigung, eine Straße am Ufer des Río Mapocho entlangzuziehen, doch sie entschieden sich spontan für eine effektivere Route und bogen auf eine Hauptstraße ab, die direkt zum Präsidentenpalast La Moneda führt. Daraufhin stoppte die Polizei die weiterhin friedlichen Demonstranten mit einem massiven Einsatz von Gewalt.

 

Mit den Worten „Sie wollen unsere Mobilisierung unsichtbar machen, um das Scheitern der Regierung zu vertuschen!“ kritisierte der Vorsitzende des Studentenverbands der Universität von Chile, Andres Fielbaum, das unverhältnismäßige Vorgehen der staatlichen Schlägertruppen.

 

Das chilenische Bildungssystem wurde noch unter dem faschistischen Diktator Augusto Pinochet, der sich mit Hilfe der CIA und dem Menschenrechtsverbrecher Henry Kissinger an die Macht putschte und tausende Menschen ermorden lies, etabliert. Er kürzte massiv und privatisierte weite Teile des Bildungssystems. Das Ziel dieser Reformen ist und war klar.

Bildungskosten hoch zu halten und für viele Menschen Bildung nicht erschwinglich zu machen, war schon immer ein beliebtes Mittel von faschistischen Diktaturen weltweit um das Volk klein zu halten und sich vor politisierten Unruhen zu schützen.

 

Das Recht auf eine gute Bildung ist ein Menschenrecht, welches geschützt werden und erkämpft werden muss. Deshalb ist der Kampf der chilenischen Studenten und Schüler notwendig. Die Regierung muss handeln, da die letzten Änderungen im chilenischen Bildungssystem nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein war. Hinzukommt, dass eine Demokratie nicht in den Spuren und Vermächtnissen blutrünstiger Diktatoren wandeln darf.