Das DIDF-Jugend Sommercamp in Berlin-Heiligensee

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Die Kriege gehören euch. Uns gehört die Zukunft!

Nun ist es wieder soweit, denn ab dem 26.Juli werden die Jugendlichen am Heiligensee in Berlin   „Uns gehört die Zukunft“ rufen. Das DIDF-Jugend Sommercamp ist nunmehr zur Tradition für alle geworden, die einen alternativen, spannenden und lehrreichen Urlaub erleben wollen. Zehn Tage lang haben Jugendliche im Alter von 15 – 27 Jahren hier die Möglichkeit, ihre eigene Welt zu gestalten und selbst zu bestimmen, wie ihre Zukunft aussehen soll. Das gesamte Camp wird von den Ideen der Jugendlichen geprägt. 10 Tage lang wird das Camp das Zuhause der Teilnehmer sein.

Wer einen Spaziergang bei frischer Luft machen will, kann den Tegeler Forst besichtigen, ein riesiges Waldgebiet mit Bäumen, Seen und Moor. Wer sich entspannen oder einfach ein wenig toben will, kann das auf der großen, 300 m langen Sanddüne direkt neben dem Zeltlagerplatz machen. Will man sich abkühlen, schwimmen oder einfach nur in der Sonne liegen, bieten die Havel oder das riesige Schwimmbad Heiligensee die idealen Möglichkeiten dafür. Auch für sportliche Aktivitäten wird genug Platz und Zeit sein. So gibt es eine Rasensportfläche und Tischtennis-Platten. Abends versammeln sich die Jugendlichen dann am Lagerfeuer und unterhalten sich, singen gemeinsam oder führen kleine Theaterstücke auf. Natürlich sind auch gemeinsame Ausflüge geplant. So wird es eine antifaschistische Rundfahrt durch Berlin und eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald geben, wo mehrere tausend Menschen den Tod fanden, unter ihnen auch der damalige Vorsitzende der KPD Ernst Thälmann.

Neben all den Freizeitaktivitäten bietet der Camp-Alltag zahlreiche kreative AG´s an. Wir stellen sie hier kurz vor: Die Musik-AG, die einen eigenen Camp-Song entwickelt, die Radio-AG, welche den Jugendlichen morgens mit wohltuenden Klängen weckt und sie beim Essen begleitet, die KunstAG, in der die Camp-Teilnehmer ihre kreative Ader entfalten können, die TanzAG, in der sie ihre eigene koreographie kreieren, die Zeitungs-AG, die jeden Tag eine aktuelle Ausgabe herausbringen wird und zu guter Letzt die Camp TV – AG, auf dessen Ausstrahlung alle Camp-Teilnehmer jeden Abend gebannt warten.

 Diese AG’s werden die Jugendlichen selbst gestalten und durch ihr Engagement zu prägen.

Neben den AG’s wird es zudem lehrreiche und interessante Seminare zu aktuellpolitischen, kulturellen und medialen Themen geben. Denn so, wie sie ihren Spaß haben und die Ferien genießen werden, so werden sie sich auch feste Ziele für die Politik setzen.

Dieses Jahr jähren sich die Anschläge von Sivas und Solingen zum 20. Mal. Das Massaker von Sivas steht auch heute noch als Zeichen für die Verfolgung von religiösen Minderheiten in der Türkei. 37 Menschen, meist alevitischen Glaubens, verbrannten in den Flammen, die durch einen Anschlag auf das Madimak Hotel in Sivas gelegt worden sind. Im gleichen Jahr und nur wenige Wochen zuvor, ereignete sich in Deutschland ein rechtsextremmotivierter Anschlag auf ein Zweifamilienhaus in Solingen, das von türkeistämmigen Menschen bewohnt war. Drei Menschen verbrannten und zwei erlagen ihren Verletzungen, die sie sich durch den Sprung aus einem Fenster zugezogen hatten. Drei dieser fünf Menschen waren Kinder.

Auf dem Camp werden die Jugendlichen ein Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und die Verfolgung von Minderheiten setzen! Die Jugendlichen verurteilen  sowohl die vom deutschen als auch vom türkischen Staat begünstigte und unterstützte Hetze gegen diese Menschen und gedenken der Opfer von Sivas und Solingen!

Auch das Thema Gezi Park ist von großer Bedeutung. Die Proteste gegen die Regierung, die im Gezi-Park begannen und das ganze Land, sogar Deutschland und viele andere Länder Europas, erfassten, haben nicht nur manche Wahrheit an den Tag gelegt. Sie haben auch den Weg und die Richtung gezeigt, die die Volksbewegung einschlagen muss. Eine der wichtigsten Fragen, die in diesen Wochen gestellt wurde, war, welche Auswirkungen die Proteste haben und wie sie weitergehen werden. Aus diesem Grund ist das diesjährige Camp der DIDF-Jugend ein Chapuller-Camp. 10 Tage lang werden sie, wie die Protestierenden im Gezi-Park, ein kollektives, brüderliches und freiheitliches Camp verbringen. Dazu werden drei Künstler, die in der Türkei leben und an den Gezi-Protesten teilgenommen haben, von ihren eigenen Eindrücken berichten und gemeinsam mit den Jugendlichen diskutieren. Sarp Levendoglu (Schauspieler und Regisseur), Önder Cakar (Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent) und Güven Kirac (Schauspieler) waren in Istanbul bei den Ereignissen dabei und haben gegen die AKP-Regierung protestiert.

Desweiteren wird auch die Zusammenkunft der Basisarbeitsgruppen wieder zustande kommen. Die Basisarbeitsgruppen sind unterteilt in Studierende, Schüler und junge Arbeiter bzw. Azubis und bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, über die konkreten Themen und Probleme an den Schulen/Uni oder Arbeitsplätzen zu diskutieren und sich dagegen zu organisieren.

 Eine Armee bedeutet Krieg und Tod! Deshalb kämpft die DIDF-Jugend für das Verbot der Bundeswehr an den Schulen!

Die deutsche Bundeswehr mischt immer mehr im Ausland mit. Neuestes Ziel ist der afrikanische Staat Mali. Nach der französischen Militärintervention, hat die Bundesregierung ihre Unterstützung für Frankreich zugesprochen. Kein Wunder! Wo es einen fetten Kuchen gibt, wie die Rohstoffe in Mali, will die deutsche Regierung ein großes Stück davon haben. Deutschland mischt auch kräftig in Syrien mit. Zuerst bewaffnete man syrische „Rebellen“ und jetzt, wo ein türkisch-syrischer-Krieg in den Startlöchern steht, geht es erst richtig los. Die Entsendung der Patriot-Raketen ist der erste Schritt zur Entfachung eines solchen Krieges. Zudem befinden sich nun auch mehrere hundert deutsche Soldaten auf türkischem Boden, um die „Defensivstellung“ der Türkei zu unterstützen. Von einer Defensive kann hier jedoch wohl kaum die Rede sein. Der türkische Staat plant schon länger seine Vormachtstellung im Nahen Osten weiter auszubauen und da kommt der Konflikt mit Syrien gerade recht! So können sich Merkel und Erdogan die Hände schütteln und sich über ihren Erfolg freuen. Jedoch werden die Jugendlichen das nicht zulassen! Denn sie sagen: NEIN ZUM KRIEG! Für den Profit einiger Weniger dürfen nicht wieder Millionen sterben!

Deshalb lautet das Motto: Die Kriege gehören euch. UNS GEHÖRT DIE ZUKUNFT!