Das Treffen von Carsi und ST. Pauli

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Am vergangenen 12. Juli, freuten sich die Fans des FC St. Pauli, so wie die Fans der türkischen Mannschaft Besiktas Istanbul auf ein tolles Freundschaftsspiel. Für die  Vorfreude für dieses Spiel sorgten nicht die Mannschaften, sondern die Beiden Fangruppen Ultra Sankt Pauli und Carsi. Beide Fangruppen sind für ihr Antifaschistisches Auftreten Weltweit bekannt. Die Fangruppe Carsi aus der Türkei hat in den letzten Monaten bei den Protesten eine Wichtige Rolle eingenommen. Zu Tausenden haben sie sich mit Taksim und der Demokratie Bewegung Solidarisiert. Die Fangruppen der drei Großen Teams in der Türkei sind zum ersten Mal in der Türkischen Fußballgeschichte gemeinsam auf den Protesten Marschiert. Da Sankt Pauli die Politischste Fangruppe in der deutschen Fußballlandschaft hat und beide Fangruppen schon seit einigen Jahren auf dieses Spiel Warten, war die Freude dem entsprechend. Dies war ausschlaggebend dafür, dass die Fans dieses interessante Spiel organisiert haben, Anstatt auf die Mannschaften zu warten.

Eine Fußballerische Glanz Leistung gab es nicht an dem Abend. Der Endstand war ein kleines 1:0 für die Hausherren des FC St. Pauli.

Das besondere des Abends, war die Stimmung im Stadion. Die meisten Anhänger von Carsi sind aus anderen Städten und anderen Ländern eingeflogen, um ihre Mannschaft hier in Deutschland lautstark zu unterstützen, wie in der Türkei. Viele Vereine und Politische Gruppen wollten das zusammen treffen dieser beider Fangruppen nicht verpassen, darunter auch die Ortsgruppe der DIDF und DIDF-Jugend.

Eines der größten Highlights des Spiels war, dass sich die beiden Gruppierungen, gegenseitig angefeuert haben. So war die Stimmung im Stadion sehr hoch.

Die ca 18.000 Zuschauer waren also schon sehr ausgelassen, als es dann jedoch los ging und die Spieler aufs Spielfeld eingelaufen sind, konnten wohl die meisten türkischen Fans und Spieler ihren Augen nicht trauen. Über die Gegengerade verteilt, stachen viele Plakate und Banner hervor.

„ DURAN ADAM, FCK RDGN, HEPIMIZ CAPULCUYUZ…“

Neben weiteren Sprüchen, konnte man auch hin und wieder große Pinguine in der Masse erkennen, die die Türkischen Mediensender in der Türkei verhöhnen sollten.

Es waren die deutschen Fans die ihre Solidarität und ihren Beistand den Türkischen Protestierenden  gezeigt haben. Wir stehen hinter euch, ihr seid nicht alleine. Hin und wieder konnte man den Slogan „ Her yer Taksim, Her yer Direnis “ hören.

Um das Fußballspiel an sich ging es fast schon gar nicht mehr, viel mehr darum, wie die Fans sich gegenseitig gefeiert haben. Mit Fangesängen, Choreographien, einen Slogan rufe, sowie mit mehreren bengalischen Feuern heizten sich die Fans ein.

Der Schlusspfiff ertönte, die Mannschaften gingen mit Standingovations in die Kabine.

Auch wenn das Spiel nicht so besonders war, ist wohl zu erwarten, dass die beiden Vereine in naher Zukunft noch mal aufeinander treffen werden. Eine Freundschaft zwischen zwei Länder hat sich gebildet.

 

Delal Akkaya, Doreen Ekat