L.A. Crash – Vorurteile und rassistische Schattenseiten

 Die multikulturelle Gesellschaftsstruktur in den Vereinigten Staaten wird in dem Episodenfilm aus dem Jahr 2004 zum Handlungsthema.

Zwei junge Schwarze Männer, Anthony und Peter, stehlen das Auto des Anwalts Richard Cabot.

In der nächsten Szene wird ein ähnliches Auto vom Polizisten Ryan und seinem Kollegen angehalten. Darin befinden sich der schwarze TV-Regisseur Cameron und seine Frau Christine. Diese wird von dem rassistischen Polizisten Ryan vor den Augen des Latinos Cameron und seines Kollegen sexuell belästigt, ohne dass ihr einer der beiden Männer in irgendeiner Weise hilft.

Währenddessen versucht sich der iranische Ladenbesitzer Farhad mit Waffen vor Überfällen zu schützen, da in seinem Laden eingebrochen wurde.
Der Film L.A. Crash spielt ausschließlich auf den Straßen Los Angeles und wurde nur in 36 Stunden gedreht. Er zeigt Lebenssituationen verschiedener Menschen,  wobei alle Geschichten der Figuren sich immer wieder kreuzen, sich aneinander stoßen. Das Leben in einer Großstadt und die kriminelle und rassistische Schattenseite werden im Film hervorragend aufgezeigt.

Dabei lernen einige von ihnen eine Menge über sich selbst, ihre Vorurteile und die Schwierigkeit, mit diesen vernünftig umzugehen.

L.A. Crash spricht offenkundig das Thema Rassismus und Kriminalität in den USA an und wurde in dieser Hinsicht sehr kritisch bewertet und sogar von einigen als „rassistisch“ bezeichnet.

Mit rührend dramatischen Szenen wird der Zuschauer zum Nachdenken angeregt und wird immer wieder mit den Schwierigkeiten und vor allem Vorurteilen im Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen konfrontiert.

Trotz des Oscarpreises für den besten Film (2006) und vielen anderen Auszeichnungen ist L.A. Crash nicht großartig bekannt und kann abgesehen vom  klischeehaften Zusammentreffen verschiedener Schicksale, als einer der rührendsten gesellschaftskritischen US-Filme zur eigenen Beurteilung weiterempfohlen werden.