Zu teure Miete, zu kleine Wohnung, zu niedriger Lohn

Studierende haben es nicht leicht auf dem angespannten Wohnungsmarkt, eine dem Budget entsprechende Wohnung zu finden. Die Hoffnung einen Platz im Studentenwohnheim zu bekommen, ist fast so, wie auf ein Wunder zu hoffen. Zu dem kommt noch, dass es immer mehr Studierende gibt und immer weniger Wohnungen oder Wohnheimplätze. Durch die Schulzeitverkürzung und den Doppeljahrgängen ist in diesem und in den letzten Jahren die Suche nach einer Wohnung ein ähnlicher harter Kampf, wie das Erlangen eines Studienplatzes.

87% der Studenten bekommen finanzielle Hilfe von den Eltern. Lediglich 4% beziehen ein Stipendium und 32% erhalten Bafög. 4% haben einen staatlichen Studienkredit und 3% bekommen Waisenrente. Fast 63%  der Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten. Auch den Studierenden, die neben dem Studium noch arbeiten müssen, reicht der Lohn kaum noch, um sich selbst zu finanzieren. Im Vergleich zu den Löhnen in einigen Städten sind die Mietpreise so hoch, dass Studierende kaum noch auskommen können, ohne Hilfe von den Eltern oder Verwandten zu „beziehen“. Diejenigen, die keine finanzielle Hilfe von den Eltern bekommen können, müssen teilweise mehrere Jobs machen oder länger arbeiten. Bei vielen erwachsenen und volljährigen Studierenden entwickelt sich sogar eine Tendenz, bis zur Beendigung des Studiums bei den Eltern zu wohnen.

Hamburg als beliebteste Studentenstadt gilt als die Stadt mit den niedrigsten Löhnen in Relation zu den hohen Mieten. Die Mieten sind zu hoch und die Löhne zu niedrig, dementsprechend müssen Studierende in keiner anderen Stadt so lange für ihre Miete arbeiten, wie in Hamburg. Diese Zeit beträgt durchschnittlich 38,57 Stunden in der Woche, um die Miete bezahlen zu können. Dort liegt der durchschnittliche Stundenlohn bei 9,62€, was um einiges weniger ist als z.B.  in München. Da sind es durchschnittlich 10,34€ pro Stunde. Am wenigsten müssen die Studenten aus Flensburg, Wuppertal und Frankfurt an der Oder für ihre Miete arbeiten. Es reichen schon durchschnittlich 27 Wochenstunden, um die Miete zu finanzieren.

Es ist sehr wichtig, dass weitere Studentenwohnheime gebaut werden, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten und um den Studierenden das Studium und die Miete finanzierbar zu machen.

 

Zilan Deniz Yavuz