Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

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“Wenn Wahlen was verändern würden, wären sie verboten” ist ein Spruch, den man oft hört. Das ist bestimmt auch der Grund, warum fast 30 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland nicht zu den Wahlen gehen. Es mag Protest sein, ein Boykot oder einfach nur Frust, dass sich nach den Wahlen doch eh nichts ändert! Einfach nur wählen, aber wen denn, wenn sich sowohl die Parteien, als auch die Kandidaten immer ähnlicher werden und die bürgerlichen Parteien alle nur noch den Anspruch erheben, die Stimme der Mitte zu sein?

Egal ob CDU/CSU, GRÜNE, FDP oder SPD: alle stehen für Kriegseinsätze und Militarisierung nach innen und außen, sie stehen für Überwachung, Ausgrenzung und Unterdrückung, sie stehen für ein Wachsen der Kluft zwischen Armen und Reichen, sie stehen für selektive Bildung und Diskrimierung aufgrund von etnischer oder religiöser Herkunft. Die einen extremer, die anderen gemäßigter, aber im Endeffekt sind sie alle gleich, ein Einheitsbrei!

Dennoch sollte jeder Wahlberechtigte sein Recht auf das Kreuzchen wahrnehmen. Aber nur zur Wahl gehen, reicht bei weitem nicht aus. Es kommt bei dem Urnengang nicht darauf an, nur hinzugehen, sondern das Kreuzchen auch richtig zu setzen.

Aber wer will denn festlegen, was “richtig” ist? Ist das etwa nicht eine subjektive Wahrnehmung? Sicher sind individuelle Abwägungen entscheidend für das Setzen des Kreuzes an der richtigen Stelle, aber es gibt eine objektive Entscheidungsfindung und verschiedene Kriterien, die als ein Massstab für eine fortschrittliche Gesellschaft dienen sollten:

Wie geht die Gesellschaft mit seinen Schwachen und Schwächsten um?

Wer sind die Eliten, die die Macht in wenigen Händen bündeln und für wessen Interessen setzen sie diese Macht ein?

Werden die Gewählten für eine friedliche Zukunft ohne Kriege und Überwachung stehen und die Interessen der werktätigen Bevölkerung vertreten oder ihre eigenen Suppen kochen und in ihrem eigenen Interesse und im Interesse weniger Priviligierter handeln?

Diese Fragen sollte jeder vor Augen halten und man sollte wissen: Den politischen Willen darf man nicht auf ein Kreuzchen alle vier Jahre reduzieren! Er wird ausgedrückt auf der Strasse, auf der Umverteilen-Demo und auf Friedenskundgebungen! Es ändert sich durch Wahlen wenig und auch wenn man nur wählen geht, wird die eigene Stimme nicht gehört, solange die Gewählten nicht das machen, was man fordert. Deswegen ist es wichtiger, aktiv zu werden, sich zusammenzuschließen und sich Gehör zu verschaffen. Nur Jammern und den Kopf in den Sand stecken ist bestimmt keine Lösung und wer Veränderung will, muss die Ärmel hochkrempeln und  selber anpacken!