In Brasilien gehen die Proteste weiter

 über fünf Monaten gehen die Proteste in Brasilien weiter. Im Juni haben Massendemonstrationen gegen die Erhöhung der Fahrpreise und Korruption im Land stattgefunden, wobei auch die hohen Ausgaben für die Fußballweltmeisterschaft 2014 kritisiert wurden. Es folgten weitere Proteste in den Großstädten wie Sao Paulo, Brasil und Rio de Janeiro gegen die sozialen Missstände. Seit über zwei Monaten befinden sich Lehrer im Streik. In Oktober gingen Tausende Lehrer mehrmals für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne auf die Strasse. Die Lehrergewerkschaft SEPE kritisiert das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte.  

„Das Öl gehört uns“

Im Atlantik, 180 Kilometer vor der Küste Brasiliens wurden riesige Ölreserven erschlossen, die in einer Auktion an ausländische Konzerne wie Shell und Total, für 35 Jahre verkauft werden sollen. Im Ölfeld „Campo de Libre“ werden in 6000 Meter tiefe bis zu zwölf Milliarden Barrel Öl (ein Barrel = 159 Liter) vermutet.

Vor dem Hotel, wo die Auktion stattfand, protestierten Arbeiter, Studierende und Parteien und Organisationen. Hunderte Menschen wollten mit ihrem Protest den Ausverkauf der Ölreserven verhindern. Die Polizei ging auch dieses Mal brutal vor. Als die Demonstranten in die gesperrte Zone vordringen wollten, schoss die Polizei mit Gummigeschossen und Tränengas, wobei fünf Menschen verletzt wurden.