Kikert verlangt Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht

Kurz vor Redaktionsschluss hat uns folgender Leserbrief von einer Gruppe der Belegschaft der  Firma Kikert AG in Velbert erreicht, den wir hier veröffentlichen.

Wir stehen als Belegschaft vor einer inakzeptablen Situation. Seit neuestem werden die Entgelt- und Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall ab dem ersten Krankentag gestoppt und die Personalverwaltung verlangt die schriftliche Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht, um Informationen über den Gesundheitszustand der Angestellten zu erhalten. Doch selbst dann wird die Lohnfortzahlung noch immer nicht gewährleistet. Kollegen wurden bereits in erhebliche finanzielle Probleme gedrängt, weil auch die Krankenkassen anderer Meinung sind und nicht einsetzen. Sämtliche Gesprächsversuche mit dem Betriebsratsvorsitzenden scheiterten ebenfalls, weil die Mehrheit des Betriebsrates incl. dem Vorsitzenden sich auf die Seite des Arbeitgebers stellen. Doch wir haben Hoffnung, weil es auch in diesem Gremium noch Mitglieder gibt, die sich auf Seiten der Belegschaft stellen. Wir haben Kontakt zu der IG-Metall aufgenommen und warten jetzt die Entscheidung ab. Wir sind bereit, ggf. zu kämpfen.