Hamburg – Vermutliche Brandstiftung im Flüchtlingsheim

Sedat Kaya

Bei einem Brand in einem von Flüchtlingen bewohnten Mehrfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Altona sind zwei Kinder im Alter von sechs und sieben und ihre Mutter ums Leben gekommen. Die Familie war aus Pakistan geflüchtet und fand Unterkunft in dem vom Sozialleistungsunternehmen „Fördern und Wohnen“ gemieteten Gebäude, einer privatisierte Form einer Flüchtlingsunterkunft. Andere Bewohner des Hauses konnten über Notleitern fliehen. 27 Bewohner wurden verletzt, 15 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die dortige Unterbringung der Flüchtlinge fand in kasernenartiger Form unter unzumutbaren Bedingungen statt. Die Gefahr für Anschläge auf die Bewohnerinnen war hier besonders hoch. Brandsicherheit war nur minimal gegeben. Die Suche nach der Brandursache für den Brand am 6. Februar war jedoch bis Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen. Die Polizeisprecherin Sandra Levgrün, teilte mit „Die Brandermittler vor Ort können einen technischen Defekt nicht zu 100 Prozent ausschließen, gehen aber eher von Brandstiftung aus“. Laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa, gilt ein Kinderwagen, der im Hauseingang stand als mutmaßlicher Brandherd. Nach dem ein 13- Jähriger indischer Herkunft als vermutlicher Täter präsentiert wurde, gibt es in Hamburg Befürchtug die wahren Brandstifter könnten davon kommen.

Bei der fortlaufenden Stimmungsmache des Senats gegen die in Hamburg lebenden Flüchtlinge scheint dies kein Wunder zu sein, wenn dem Brandanschlag ein rassistischer Hintergrund zugesprochen wird. Dazu schreibt das Bündnis „Flora bleibt“: „Während in Ceuta und Lampedusa die Menschen durch das europäische Grenzregime ertrinken, wird in Deutschland durch Kontrollen und Sondergesetze eine rassistische Stimmungsmache betrieben, die Tote durch Brandanschläge und Übergriffe zur Folge hat. Biedermänner, wie Olaf Scholz mit seiner Hetze gegen Lampedusa-Flüchtlinge, sind hierbei die Brandstifter.“

Den Hamburger Senat scheint an der menschenwürdigen Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt nichts zu liegen. Dementsprechend sind die Geflüchteten dazu gezwungen, sich in Massenunterkünften wie dieser zu sammeln, um somit der Obdachlosigkeit zu entgehen. Es mangelt an medizinischer Versorgung, Angeboten für Kinder und Personal. Es ist beschämend, dass in einer reichen Stadt wie Hamburg solche Umstände herrschen können.

Denn Hilfe seitens der Stadt gibt es nicht, vielmehr verschließt Bürgermeister Olaf Scholz die Augen vor dem ungelösten Problem. Die Zustände sind desolat. Nachdem durch die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ die unmenschliche Flüchtlingspolitik des Hamburger Senats zum Vorschein kam, haben die Verantwortlichen Senatoren wie Michael Neumann immer noch nicht eingelenkt. Dabei sind die Flüchtlinge auf sich alleine gestellt und haben keinerlei Schutz vor Übergriffen oder derartigen Anschlägen. Ein Zustand, der in Hamburg schon lange herrscht und so schnell noch kein Ende zu nehmen scheint.

Um den Opfern des Brandes zu Gedenken, rief  DIDF- Hamburg und die Linke in Hamburg zu einem Trauermarsch am Samstag dem 7. Februar auf.  Dem Aufruf folgten über 1000 Menschen. Gemeinsam zogen sie durch das Schanzenviertel zur Eimsbüttler Straße, dem Ort des Geschehens.