Findet in der Ukraine eine Revolution statt?

In der Ukraine findet gerade ein Machtkampf zwischen zwei Räubern statt: Auf der einen Seite steht Russland und auf der anderen Seite das Bündnis aus USA und der EU. Stellvertretend für das USA-EU-Bündnis kämpft im Ring „das Juwel“ Yulia Tymoschenko,  die als „Heldin der Demokratie“ propagiert wird und auf der anderen Seite steht  Wiktor Janukowytsch.  Zwei „moderne Politiker“, die einander im Nichts nachstehen, wenn es um Raub und Korruption  geht. Wodurch kennzeichnet sich ein „moderner Politiker“? Nun: Er ist populistischer Demagoge, der die Massen mit nationalistischen Forderungen und Slogans in Bewegung setzen kann und sich ein Privatvermögen durch Beziehungen und Geschäften innerhalb und außerhalb der internationalen Geschäftsbeziehungen angehäuft hat. Das oberste Kennzeichen: Die Vermögensanhäufung und der Ausbau der eigenen Herrschaft stützen sich dabei voll und ganz auf die Hilfe und Unterstützung der Imperialisten und auf Kosten des eigenen Volkes.

Gerade sind in der Ukraine konservativ-nationalistische Kräfte am Werk, die die Regierung und die Herrschaft an sich reißen und das Land spalten wollen und damit zusammenhängend einer militärischen Intervention seitens Russlands (genauso wie im Fall Georgien) oder der Nato (mit den Awacs-Flugzeugen) den Weg ebnen.
Wenn diese Faschisten tatsächlich an die Macht gelangen sollten, werden sie mit Sicherheit im Rahmen ihrer Forderung „eine Sprache, ein Staat, eine Flagge“ als erste Maßnahmen einleiten, die Amtssprachen Russisch, Rumänisch und Ungarisch  zu verbieten, die Kommunistische Partei und linke Parteien im Land zu schließen und einen offiziellen-rechtlichen Status  der faschistischen Parteien anzuerkennen. Sie beraten jetzt schon im Parlament über diese Schritte. Die EU verschließt vor dieser Entwicklung ihre Augen alleine aus dem Grunde, um  sich das Tor nach Asien offenzuhalten und die USA sind schon immer mit jedem ins Bett gegangen, der versprach, Russland in eine Ecke zu drängen.

Wird Russland sich das denn gefallen lassen?

Russland hat die Ukraine schon immer als das Tor zum Schwarzen Meer betrachtet. Diejenigen, die den Krieg außerhalb Europas halten wollten, sind  nun mit einer neuen Kriegsgefahr an der gemeinsamen Grenze zwischen Europa und Asien konfrontiert. Was sich gerade in der Ukraine abspielt, darf keiner als ein „Das Volk macht von seinen demokratischen Rechten Gebrauch“ einstufen. Die Hoffnung „auf eine neue orangene Revolution“ ist vergeblich und eine betrügerische Illusion. In der Vergangenheit war Russland unter der Führung von Gorbatschow mit einem Zusammenbruch einverstanden. Aber ein Russland, welches sich eingefangen und stabilisiert hat und als eine neue imperialistische Weltmacht die Weltbühne betritt, wird gerade diese Entwicklung mit Sicherheit nicht auf sich sitzen lassen.

 

Aydın Çubukçu

(Übersetzt und zusammengefasst von Özgür Metin Demirel)