Rassistischer Nachwuchs – Schulen und Kitas in Gefahr?

Immer mehr Schulen und Kitas haben mit dem Nachwuchs rassistischer Eltern zu kämpfen. Wo man Vorurteile eigentlich am wenigsten erwartet, treten sie immer häufiger in Erscheinung.

Kinder werden in ihrem Denken beeinflusst und von ihren Eltern geprägt. Der Nachwuchs von neonationalistischen Eltern fällt dabei besonders auf. Schon im Kindergarten wollen die Sprösslinge aus diesen Familien  nicht neben ihren Kindergartenkammeraden sitzen, die eine andere Muttersprache sprechen oder eine andere Hautfarbe haben. In der Schule weigern sie sich mit einigen Klassenkammeraden zusammenzuarbeiten. Oft werden auch Nazi-Parolen, die sie von zu Hause aufschnappen, in der Kita oder in der Schule wiedergegeben. Viele Erzieherinnen sind mit solchen Situationen überfordert und wissen nicht, was sie dagegen tun sollen. Neo-nationalistische Eltern nehmen auch immer mehr Einfluss auf die Erziehung der Kinder und organisieren sich so, dass  sie möglichst viele Kinder aus solchen Familien in die selben Kindergärten schicken. Sie lassen sich in Elternbeiräte wählen und verbreiten somit ihr fremdenfeindliches Gedankengut. Wenn sie einmal eine Machtposition erreicht haben, ist es schwierig, ihnen diese wegzunehmen. Dass die neo-nationalistische Beeinflussung der Kinder im jungen Alter das Gefährlichste ist, was passieren kann, wird vollkommen ignoriert. Es wird mittlerweile als normal angesehen, dass auch viele Kinder mit ihren Eltern an Demonstrationen und Kundgebungen von rechtsradikalen Organisationen teilnehmen. Dass der Staat die Augen verschließt, ist nicht verwunderlich, denn ihm kommt es zu Gute, dass es Feindbilder gibt, die man jederzeit aktivieren kann, um von Problemen abzulenken, die man selbst verursacht.

 

Zilan Deniz Yavuz