Was ist los auf der Krim?

Die Ukraine ist tief gespalten. Nachdem prowestliche Parlamentsparteien in Kooperation mit faschistischen Kräften, unterstützt aus Berlin, Brüssel und Washington, durch einen Putsch die Macht in der Ukraine ergriffen haben, kam es besonders in der Autonomen Republik Krim (ARK), die von einer russischen Bevölkerungsmehrheit bewohnt wird, zu Protesten. Das Parlament der Krim löste den bisherigen Ministerpräsidenten ab und ernannte Sergej Aksjonow zum neuen Premier, welcher die dortigen Sicherheitskräfte unter seinen Befehl stellte. Dieser ersuchte Hilfe bei Russland „um den Frieden in der Region zu gewährleisten“. Nach Bestätigung durch die russische Duma und dem Föderationsrat, machte Putin von dieser Vollmacht gebrauch.

Die Rada, das Parlament der ARK, beschloss eine Volksabstimmung über den Status der Halbinsel. Mit der Frage „Sind Sie für die staatliche Selbständigkeit der AR Krim im Bestand der Ukraine auf der Grundlage von Verträgen und Abkommen?“ soll die Krim am 16. März über ihre Unabhängigkeit entscheiden. In deutschen Medien wird das bewusst und fälschlicherweise als ein Anschluss an Russland  dargestellt, um ein anti-russisches Lied auch in der deutschen Bevölkerung anzustimmen.

Dabei zeigen entgegen der Behauptungen der Putschisten selbst die historischen Fakten, dass die Krim nie wirklich ein Teil der Ukraine war. Nach dutzenden von Herrschaftsformen, geriet die Krim Ende des 18. Jahrhundert unter die Herrschaft des zaristischen Russlands. Nach der Befreiung durch die Rote Armee wurde sie 1921 eine Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) innerhalb der Sowjetunion. Nach deutscher Besatzung und Ende des zweiten Weltkrieges, wurde 1954 die Halbinsel unter Nikita Chrutschtschow an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik übertragen, ungeachtet der ethnischen russischen Bevölkerungsmehrheit von über 60 Prozent auf der Krim. Neben anderen Gruppen setzt sich die fast 2 Millionen große Bevölkerung des Weiteren aus 24 Prozent Ukrainern und 12 Prozent Krimtataren zusammen. 2001 bezeichneten 77 Prozent der Krimbewohner Russisch als ihre Muttersprache. Die Autonome Republik und ihre Bevölkerung, die seit langem in Meinungsverschiedenheit zum Rest der ukrainischen Bevölkerung steht, sieht sich mit einer Gefahr ihrer eigenen Souveränität konfrontiert. Das Beschneiden immer weiterer Hoheitsrechte der verfassungsrechtlich legitimierten autonomen Regierung der Krim führt dazu, dass das Land sich spaltet und die Bevölkerung nach dem „starken Mann“ in Russland ruft. Hier wird seitens der Marionetten der Übergangsregierung keine Lösung gesucht, sondern bewusst ein Konflikt geschürt.