Hungern während des Studium

 

Was tut man, wenn der Kühlschrank leer ist, man aber hungrig ist? Man geht einkaufen. Wenn aber das Portemonnaie ebenfalls leer ist, kann diese Situation zu einem Problem werden.

Immer mehr Studierende sind mit dieser Situation konfrontiert. Sie bekommen aus verschiedenen Gründen keine staatliche Hilfe, wie das Bafög, können aber ebenfalls nicht mit Hilfe von den Eltern rechnen. Viele Studierende müssen deshalb neben dem Studium arbeiten, wodurch ihr Studium drunter leidet. Aus diesem Grund schaffen viele ihr Studium nicht in der vorgegebenen Regelstudienzeit, welche sowieso fast unmöglich ist, oder ihre Noten verschlechtern sich. Abgesehen davon reicht das Geld vom Nebenjob mittlerweile kaum noch aus, um ihr Leben zu finanzieren. Viele junge Menschen wollen aus Angst vor finanziellen Problemen, während des Studiums, zu Hause wohnen bleiben. Wenn sie aber keinen Studienplatz in Elternwohnortnähe bekommen, haben sie keine Möglichkeit, zu studieren.

Neben hohen Mieten, Versicherungen und Funkbeiträgen müssen Studierende zu Anfang jedes Semesters eine hohe Semestergebühr zahlen. Diese ist an einigen Universitäten teilweise so hoch, wie eine Monatsmiete. Die Mieten steigen ständig und die Wohnungen werden knapp. Die wenigen Wohnungen, die bezahlbar sind, sind fast unbewohnbar. Man quetscht sein ganzes Leben in 7 qm und schläft, isst, lernt und studiert da. Oft ist das schon ein Studium des Lebens, wodurch die Studierenden sich viel Lebenserfahrung aneignen.

Die finanzielle Situation einiger Studenten hat sich mittlerweile schon so drastisch verschlechtert, dass sie teilweise auf Lebensmittel von der Tafel angewiesen sind. Lebensmittel sind teuer und viele sind so knapp bei Kasse, dass sie sich trotz Job nicht genug zu essen leisten können. Dann steht man vor der Wahl, ob man hungert oder zu der Tafel geht. Viele Tafeln kennen diese Situation schon und es ist für sie Normalität geworden. Diesen Studierenden ist es unangenehm, dass sie auf diese Hilfe angewiesen sind, doch sie haben keine andere Wahl. Sie können nicht mit ihren Kommilitonen etwas unternehmen, wie zum Beispiel am Wochenende ausgehen oder mal ins Kino gehen.

Dass junge Menschen heutzutage auf Hilfen, wie die Tafel angewiesen sind, ist beschämend für die ganze Gesellschaft. Diese sollte sich dringend Gedanken machen, wie sie mit ihren schwächsten  Mitgliedern umgeht.

Zilan Deniz Yavuz