Nur die Einheit der Arbeiter kann die Ukraine-Krise lösen

People commemorate victims of Odessa's recent street battles in Moscow

Seit dem Putsch, in dem faschistische Kräfte eine wichtige Rolle spielen, überschlagen sich die Ereignisse in der Ukraine. Während sich der Osten eher Richtung Russland orientiert, kriegt der Westen des Landes tatkräftige finanzielle und ideelle Unterstützung von der EU und den USA. Seitdem die durch den Putsch an die Macht gekommene rechtsextreme Regierung im Amt ist, ziehen bewaffnete Schlägertruppen quer durch das Land und jagen Antifaschisten und Russen, ohne dafür bestraft zu werden.

Längst sind die Horden jedoch außer Kontrolle. Dachten Merkel, Obama und Co vielleicht am Anfang noch, dass sie die Faschisten benutzen und den russischen Einfluss zurückdrängen könnten, sind sie jetzt vermutlich selber sprachlos, welches Monster sie erschaffen oder freigesetzt haben. Denn der Konflikt in der Ukraine hat längst eine selbständige Dynamik bekommen und alle Zeichen stehen auf (einen russisch-euramerikanischen Stellvertreter-)Bürgerkrieg zwischen prorussischen und unberechenbaren faschistischen Horden im Dienste des Westens.

Die Gewalt im sowieso wirtschaftlich und politisch angeschlagenen Land eskalierte, als faschistische Horden mit dem Vorwand eines Fußballspiels nach Odessa kamen und Antifaschisten und Russen angriffen. Diese retteten sich in ein Gewerkschaftshaus, das von dem Mob angezündet wurde. Über 40 Menschen starben in den Flammen oder sprangen aus dem Fenster in den Tod. Wenige, die den Sturz überlebten, wurden von den Brandstiftern zu Tode verprügelt.

Der Westen spielte bestürzt, zeigte lediglich  ein Paar Krokodilstränen und goss weiter Öl ins Feuer: Russland solle sich zurückziehen. Erst dann würde die Gewaltsituation deeskalieren! Dass das nicht der Wahrheit entspricht, wissen die Herrschaften eigentlich ja selber. Ja! Russland muss sich zurückziehen und seine imperialistischen Hegemonialansprüche in der Region vergessen. Aber auch der Westen und die NATO müssen ihre Ukraine-Eskalationspolitik unterlassen und ihre Hände aus der Ukraine nehmen.

Wenn jetzt jemand noch die Situation im Lande entschärfen kann, dann ist es die kampferfahrene Arbeiterklasse der Ukraine, die mit einem internationalistischen Klassenstandpunkt für die Einheit und Interessen der ukrainischen Arbeiterklasse kämpfen muss, egal welcher ethnischen Herkunft diese gehören mag, ohne sich vor den Karren einer Seite spannen zu lassen. Es geht schließlich um die Zukunft der Ukrainer und weder vom Westen, noch vom Osten kann das Land Frieden erwarten.