Deutsche Waffen für IS – IS-Führer aus US-Gefängnis entlassen und zum Top-Terroristen Mutiert

Es ist schon erstaunlich: IS-Chef („Kalif“) Abu Bakr al-Baghdadi war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums von den USA im Irak in einem ihrer Foltergefängnisse inhaftiert. Er kam frei und wird heute von den USA als Top-Terrorist für 10 Millionen Dollar Belohnung gesucht (siehe Wikipedia).

 

EX-NSA-Agent Edgar Snowden enthüllte, dass der „Kalif“ von US-, israelischen und britischen Agenten ausgebildet und seine Organisation IS (Islamischer Staat) unter deren Anleitung aufgebaut wurde. Sie sollte mithelfen, Assad in Syrien zu stürzen, damit die USA Kontrolle über das Land und seine Rohstoffe erhalten.

IS erhält Waffen und Geld für den Sold ihrer Kämpfer aus Katar und Saudi-Arabien. Beide Länder stehen bei den deutschen Waffenexporten ganz oben. So kommen deutsche Waffen zu IS. Die Bundesregierung weiß das, denkt aber nicht daran, die Waffenlieferungen an Katar und Saudi-Arabien einzustellen. In Deutschland ist die Organisation IS laut Innenministerium auch nicht verboten!

Und nun weinen die, die den Terroristen es erst ermöglicht haben, Syrien zu verwüsten, den Irak zu zerstückeln, heuchlerisch Krokodilstränen und wollen noch mehr Waffen in das Gebiet zu liefern, um angeblich „humanitäre Hilfe“ zu leisten.

Als die IS-Terroristen Syrien überfielen und dort mordeten, waren sie bejubelte „Freiheitskämpfer“. Nun wenden sie sich gegen ihre eigenen Schöpfer und Herren und sind urplötzlich Terroristen.

Doch wie immer geht es um Macht, Herrschaft, Einfluss und Geld! Erst sollte IS helfen, das syrische Öl und andere Rohstoffe unter Kontrolle zu bringen. Nun hat IS Blut geleckt und will im Irak die kurdischen Erdölgebiete bei Mossul und Kirkuk unter Kontrolle bringen. Mossul wurde bereits überrannt. Die irakische Armee, mit Milliarden US-Dollar aufgebaut und ausgerüstet, türmte in Panik und überließ dem IS massenhaft modernste Waffen, in der Staatsbankfiliale Mossul erbeutete IS weitere riesige Geldmengen.

Aber dort haben US-Ölfirmen das Sagen und fürchten um ihre üppigen Profite. Das ist der wahre Hintergrund der plötzlichen „Humanität“ – nicht die zigtausende Opfer und die hunderttausenden Flüchtlinge. Denn die gab es zuvor schon massenhaft und keiner dieser „Menschenrechtsverteidiger“ hatte etwas für diese Menschen übrig – bis eben die IS-Kämpfer die ersten Erdölfelder unter ihre Kontrolle brachten.

Wie groß die Heuchelei ist, entlarvte ein Kommentar der Stuttgarter Zeitung (14.8.14, S.1): Allein 2013 wurden 9500 Zivilisten im Irak ermordet. Reaktion der „Menschenrechtsverteidiger“: Null! Im Südsudan sind derzeit mit ca. 400.000 deutlich mehr Menschen auf der Flucht als im Irak. An nur zwei Tagen wurden dort rund 10.000 Menschen ermordet. Reaktion der „Menschenrechtsverteidiger“: Null! Im Irak fielen nach Angaben der UN bis jetzt ca. 1.000 Menschen dem IS zum Opfer. Das ist schrecklich. Aber da sie neben wichtigen Erdölfeldern ermordet wurden, treten die „Menschenrechtsverteidiger“ USA, EU, Großmacht Deutschland auf einmal massiv in Aktion und liefern noch mehr Waffen.

 

Eine Spur von Blut, Gewalt und Chaos – unter dem Deckmantel der Verteidigung der Menschenrechte

Egal ob Südsudan, Afghanistan, Irak, Palästina, Ukraine, Irak, Syrien, Libyen – überall, wo diese Kräfte unter dem Vorwand der „Verteidigung der Menschenrechte“ „geholfen“ haben, haben sie eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Fachleute schätzen allein die Kosten für den Irakkrieg auf ca. 3 Billionen Dollar! Über eine Million Menschen ließen im Irak ihr Leben.

Und was wurde alles versprochen? Sturz des Diktators, Freiheit, Sicherheit, Demokratie, Befreiung der Frau. Das gilt auch für all die anderen Länder, in der diese „Menschenrechtsverteidiger“ „helfen“.

Und die Ergebnisse? Überall Elend und Chaos! Gaza ein Trümmerfeld ohne Strom und Wasser. Ein Viertel der Iraker muss von weniger als einem Dollar täglich leben. In der Ukraine werden von der an die Macht geputschten Regierung mit Faschisten als Minister und Sicherheitschef ganze Städte zusammengebombt. Krankenhäuser, Schulen – ob in Gaza, der Ukraine, Syrien, Libyen usw. – werden zerstört. Millionen Menschen vegetieren dahin.

Hunderttausende auf der Flucht. Wenn diese Menschen dann an Europas Grenzen gelangen, dann werden sie wie in Ceuta und Mellila von Mauer, Stacheldraht und scharfen Hunden oder wie an der Grenze zur Türkei von Minen erwartet. Hunderte sterben jährlich an den Grenzen der EU, die die Opfer ihrer Waffenlieferungen und ihrer militärischen Aktionen nicht aufnehmen will.

 

Warum?

Nach dem Zusammenbruch der ehemals sozialistischen, leider entarteten Staaten, wurde eine Ära des Friedens und Wohlstandes für alle verkündet. In Wirklichkeit machten sich die siegreichen imperialistischen Staaten wie USA, Deutschland, EU daran, die Welt neu aufzuteilen. Die USA will ihre Weltherrschaft ausbauen und zementieren. Die wieder erstarkte Großmacht Deutschland will auch etwas vom Kuchen ab und begann in Ex-Jugoslawien, aber auch in anderen osteuropäischen Staaten einzugreifen und ihren Machtbereich auszudehnen. Die zunächst erheblich geschwächte Großmacht Russland musste zusehen, wie immer mehr Staaten aus ihrem Einflussgebiet herausgebrochen werden. Mittlerweile wehrt sich Russland und verteidigt seine Großmachtinteressen. Auch aufstrebende Mächte wie China mischen in diesem Kampf um die Aufteilung der Erde mit.

Den aggressiven Part spielen dabei derzeit die USA, die EU und Deutschland. Hintergrund ist die tiefe Krise, die wir seit Jahren am eigenen Leib zu spüren bekommen. Aber unsere Länder wollen diese Krise auch durch Expansion und Ausbeutung anderer Länder bewältigen. Dummerweise vertieft sich dadurch die Krise. Die steigenden Rüstungsausgaben erhöhen die Staatsschulden. Wer muss die bezahlen? Die Konflikte und Sanktionen wie jetzt gegen Russland beeinträchtigen den Handel und damit den Absatz. Wir alle kennen die Folgen: Das kostet Arbeitsplätze, führt zu Lohnsenkung und weiterer „Kostensenkung“. Außerdem wird noch aggressiver versucht, den Konkurrenten zu verdrängen und sich mehr Einflussgebiete einzuverleiben.

Damit steigen die Spannungen und die Gefahr eines Krieges, der über lokale Grenzen hinausgeht. Wir müssen ihn bezahlen!

100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges haben sie nichts gelernt. Deutschland, die USA, die EU eskalieren beständig und verstricken sich immer tiefer in Aggression und Gewalt.

 

Diethard Möller