Hooligans wollen sich in Köln treffen

Das Netzwerk Hooligans gegen Salafisten” (HOGESA) ruft für den 26.10.2014 nach Köln auf. Seit über einem Jahr sind rechtsextreme Hooligans dabei, sich über ein Internetforum neu zu formieren und zusammenzuschliessen. Sie gaben an, sich gegen radikale Islamisten und Salafisten stellen zu wollen. Hinter den Slogen “Deutsche, die sich was trauen” verbergen sich nicht “nur” gewaltbereite Fußballfans, sondern faschistische Personen und Organisationen wie die “Die Rechte” und Funktionäre Michael Brück und Siegfried “SS-Siggi” Borchardt. In den vergangenen Wochen sammelten sich diese rassistische Hooligans in Dortmund und in Frankfurt. Bei diesen Versammlungen waren sowohl NPD Funktionäre wie auch “Pro NRW” – Funktionäre zu sehen. Es wurde auch öffentlich, daß die “Pro NRW”, die Aktion angemeldet habe und der Funktionär der “PRO NRW”, Dominik Roesler, offiziell stellvertretender Regionalleiter West des Netzwerkes sei. Auch wenn die Hooligans aus der gesammten Bundesrepublik zusammenkommen, kommt doch der Großteil aus dem Ruhrgebiet und Baden-Württemberg. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZiS) der Polizei Nordrhein-Westfalen nennt die Zahl der rechtsextremnn Hooligans an die 400.

Gegen den geplanten Auftritt der Hooligans in Köln am 26. Oktober, rufen auch Antifaschistischen Gruppen zu Protest gegen das Neonazi-und Hooligantreffen auf. In dem Aufruf heisst es: Bei HOGESA handelt es sich um den seit Langem größten Versuch, von Neonazis innerhalb der Hooligan und Fussball-Fanszene an Einfluss zu gewinnen. Wer dort als vermeintlich unpolitischer Hooligan oder Fussballfan hingeht, geht den Vereinahmungsversuchen von Neonazis und extrem rechten Parteifunktionären auf den Leim! Bei ähnlichen Treffen in Frankfurt und Dortmund bedrohten Teilnehmer wiederholt Migrantinnen und Migranten, beleidigten sie mit rassistischen Sprüchen. Auch bei dem für den 26.10 in Köln geplanten Treffen ist mit rassistischen Übergriffen und Bedrohungen zu rechnen. Daher rufen antifaschistische Gruppen und Initiativen dazu auf, gegen das Neonazi- und Hooligan-Grosstreffen zu protestieren.