Farbanschlag auf das Büro der Linkspartei München

 

Bislang noch Unbekannte sprühten die Außenfassade des Parteibüros der Linken in München mit Farbe. Die Täter schmierten zwei Mal groß „SED“ an die Glasscheiben sowie „Nazischweine“, „Mörder“ und ein Hakenkreuz.

Im Gegensatz zur SPD Stadtratsfraktion gehen Mitglieder der Linkspartei nicht von den klassischen Nazis aus, die Brandstiftungen und ähnliches veranstalten. Eher läge die Vermutung bei den neurechten Strukturen in München, zumal Nazis nicht Nazischweine an Wände schmieren.
Der Pressesprecher des Münchner Linkenvorstandes prangerte an, dass „in einem Klima, in dem Union und AfD am rechten Rand auf Stimmenfang gehen“ man sich nicht wundern muss, wenn eine „Linkenjagd“ auch in der Hauptstadt Bayerns stattfindet.

Tatsächlich reiht sich diese Attacke in eine Reihe von rechtsradikalen Angriffen im Westend ein, wo sich das Büro befindet. Das als Hochburg der Münchener linken Bewegungen geltende Viertel wurde bereits 2013 mehrmals zur Spielwiese für faschistoide Ideologien, als linke Wohnprojekte, das Kurt-Eisner-Verein und der Bayrische Flüchtlingsrat in München angegriffen wurden.
Die Zuständigen der Linkspartei haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Gamze Ardic