125 Jahre 1. Mai – Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!

arbeiter-der-ostseewerft-in-wismar917695Zum 125. Mal wird in Deutschland und in der übrigen Welt der 1. Mai als Kampf- und Gedenktag der Arbeiterinnen und Arbeiter, von Angestellten und Erwerbslosen gefeiert. Und seit dem ersten 1. Mai hat sich die Welt stark verändert. Die Arbeiterbewegung hat viele Erfolge eingefahren: Den 8-Stunden-Tag, Arbeitsschutz, gesetzliche Versicherungen und die Rente und gerade auch den 1. Mai als Kampftag für die Interessen der Werktätigen.
Aber dennoch brennt heute die Welt. Unzählige Länder sind in Kriege verwickelt. Hunger und Not gehören zum Alltag der erdrückenden Mehrheit der Menschen. Auch da, wo kein Krieg herrscht und die Menschen was zu Essen haben, gibt es Ausbeutung, Unterbezahlung, Perspektivlosigkeit und Abbau demokratischer Rechte. Während der Anteil der Menschen, die im Überfluss leben, mit jedem Tag geringer wird und das Reichtum, dass die Erde den Menschen bietet, immer weiter in wenigen Händen zentralisiert wird, haben Milliarden Menschen keinen Zugang zu Wasser, Nahrung, Energie und Bildung, ihnen wird eine Existenz und eine Zukunft nicht gewährt. Die Erde brennt, weil das Gesellschafts- und Wirtschaftssystem darauf aufgebaut ist, Kapital anzueignen und zu mehren, ohne Rücksicht auf Natur, Umwelt, Leben und Mensch.
Gegen die herrschenden Ungerechtigkeiten spielt der 1. Mai eine besondere Rolle – er ist der internationale Kampftag der Arbeiterklasse, an welchem weltweit Arbeiterinnen und Arbeiter, Jugendliche, Arbeitslose, Frauen und Rentner auf die Straße gehen für gerechte und höhere Löhne, eine sichere Arbeit, gegen imperialistische Kriege – und auch für eine grundsätzliche Alternative zum Kapitalismus. Eine Gesellschaft, die auf Solidarität statt Konkurrenz, auf Gleichberechtigung statt Diskriminierung, Demokratie statt kapitalistische Barbarei basiert.