Unterstützung für Automobilstreik in der Türkei

 

Am 14. Mai traten die Kollegen bei Renault Bursa in der Nachtschicht in den Streik. Am nächsten Tag folgten ihnen die KollegInnen bei Tofaş (ein Jointventure von Fiat mit der Koç-Holding). Nach und nach erfasste dieser selbstständige Streik der ArbeiterInnen weite Teile der türkischen Automobil- und Zulieferindustrie. Am 20. Mai waren bereits über 20.000 ArbeiterInnen in den Streik getreten. Sie fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und das Recht auf freie gewerkschaftliche Organisierung. Neben dem Metallarbeitgeberverband MESS, müssen die Arbeiter gegen eine arbeitgeberfreundliche Gewerkschaftsführung kämpfen, die nicht ihre, sondern die Interessen der Kapitalseite verteidigt. Das gleiche gilt auch für die arbeitgeberfreundliche AKP-Regierung.
Deswegen war es wichtig, dass die streikenden Kollegen Solidarität von Kollegen aus Deutschland bekommen.
Ca. 50 Kollegen, Betriebsräte und Vertrauensleute von Mercedes und Arcelor Mittal in Bremen unterzeichneten eine Solidaritätserklärung, in der sie den Kampf der Belegschaft in der Türkei als auch ihren Kampf bezeichneten. Sie sprachen ihre Bewunderung aus, da die Arbeiter streikten, ohne jegliche finanzielle Absicherung oder gewerkschaftliche Unterstützung. Die Ford-Kollegen in Köln erklärten, dass sie an der Seite ihrer türkischen Kollegen stehen und hoffen, dass sie siegen werden. Sie beendeten ihre Erklärung mit: „Es lebe die internationale Arbeitersolidarität“.
Der Betriebsrat WMF-Geislingen erklärte sich ebenfalls mit den streikenden Kollegen solidarisch und wünschte den Arbeitern alles Gute und viel Kraft bis zum Sieg.