Wer erschoß Böhnhardt und Mundlos?

Volker Veeser 

Dengler ermittelt und die offizielle Version ist widerlegt! Wolfgang Schorlau ist bekannt für seine Polit-Krimis. Bei den Gedenkveranstaltungen zum Nagelbomben-Anschlag in Köln / Keupp-Strasse las er zwei Kapitel seines Romans über den NSU und die Hintermänner in den Geheimdiensten. Jetzt erscheint sein Privatermittler Dengler erneut in seinem achten Fall: „Die schützende Hand“.

Dengler bekommt von einer anonymen Person den Auftrag „Wer erschoß Böhnhardt und Mundlos?“. Seine Recherchen dazu sind der Hauptstrang dieses Krimis. Schritt für Schritt erweist sich die offizielle Version als falsch, als manipuliert. Dengler stößt auf offensichtliche Spurenvernichtung und die Todesfälle von Leuten, die bezeugen wollten, wie die Geheimdieste da mitmischten.

Auch der Polizist in Thüringen, der die Organisierung von entwurzelten Jugendlichen zu einer militanten Faschisten-Truppe durch V-Leute des Geheimdienstes verfolgte und Dengler hilft, verunglückt mit einem präparierten Auto.

Dengler kommt zu einem Ergebnis und stellt einen berüchtigten hohen Verfassungsschützer: „Sie haben … zwei Neo-Nazis in Eisenach-Stregda erschossen oder erschießen lassen …“

BND-Mann Temme (der bei Mord im Internet-Cafe in Kassel anwesend), der Kiesewetter-Mord  in Heilbronn (wo Mafiosi, V-Leute und US-Agenten in der Stadt unterwegs) und zwei Polizisten / BNDler (die den Rückzug der Keuppstrasse-Bomber decken) kommen vor.

„Alles Fiktion. Alles wahr.“ Dieser Kommentar der Frankfurter Rundschau zu den Krimis von Wolfgang Schorlau paßt auch zu dem neuen.

Von W. Schorlau kennt man den Dokumenten-Anhang (zB bei „Das München-Komplott“ das Dokument zu GLADIO – der NATO-Geheimarmee). Diesmal listet er 72 Quellen auf.

 

WOLFGANG SCHORLAU

Die schützende Hand

Denglers achter Fall

ISBN: 978-3-462-04666-3