Kongress der DIDF Hamburg: Stärken wir den gemeinsamen Kampf für die Einheit der Arbeiterinnen und Arbeiter!

Am 13. Dezember 2015 veranstaltete der Arbeiter- und Jugendverein Hamburg, Mitglied der Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF), seinen 27. Ordentlichen Kongress in der Louise-Schroeder-Schule in Hamburg/Altona. Seit 36 Jahren kämpft der Arbeiter- und Jugendverein gegen Rassismus und Ausgrenzung und für die Einheit der Arbeiterinnen und Arbeiter in Hamburg. An seinem Kongress nahmen zahlreiche Arbeiterinnen und Arbeiter aus verschiedensten Betrieben und Fabriken wie Federal Mogul, Deutsche Post, Neupack, Deutsche Bahn, Blohm & Voss, Mercedes Benz und anderen, sowie Jugendliche und Frauen teil. Viele von ihnen sind bereits oder wurden zu Mitgliedern des Vereins. Die insgesamt 150 Kongressteilnehmer gedachten zu Beginn der Konferenz mit einer Schweigeminute den am 13. Dezember 1980, also vor genau 35 Jahren, von der faschistischen Junta in der Türkei ermordeten, damals 17-jährigen, Erdal Eren.
In zahlreichen Beiträgen wurde über die Arbeit der DIDF Hamburg in den letzten 2 Jahren und über die Pläne für die nächste Zeit diskutiert. In ihrer Rede unterstrich die Vorsitzende der DIDF, Zeynep Eksi, welche auch den Kongress leitete, dass alle Vereine die Mitglied der DIDF sind, sich momentan in ihrer Kongressphase befinden und dass bei den Diskussionen um die gemeinsamen Probleme gemeinsame Ziele für den Kampf um die Einheit und die Solidarität zwischen den Arbeiterinnen und Arbeitern formuliert werden müssen und wie wichtig es ist, Türkeistämmige in Deutschland in dem Kampf gegen Organisationen wie PEGIDA und AfD mit einzubeziehen.
Deniz Celik, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Mitglied des Vorstands der DIDF Hamburg, bewertete die allgemeine Situation in Hamburg. Dabei machte er auf die Angriffe des Hamburger Senats auf die Arbeiterinnen und Arbeiter der Stadt aufmerksam: “Erhaltung hoher Mietpreise, kein Bau von Sozialwohnungen nach Bedarf, keine Aufstockung des KITA-Personals, tägliche Waffenexporte über den Hamburger Hafen!” Celik unterstrich auch, dass die DIDF entschieden gegen die Bewerbung Hamburgs für die Austragung der olympischen Sommerspiele gekämpft hat. Zu dem Zweck war sie Teil des Anti-Olympia Bündnisses “NOLYMPIA” und hat türkisches und deutsches Material herausgebracht, sowie gemeinsam Unterschriften gesammelt. Damit trug sie einen Teil zum NEIN bei dem Referendum über die Bewerbung für die Austragung der olympischen Sommerspiele 2024 bei.
Einer der zahlreichen Gäste auf dem Kongress war der berühmte Schauspieler Rolf Becker. DIeser sagte: “Ich befinde mich nicht nur in Solidarität zu euch. Wir sind alle Teil der selben Klasse. Wir sind für uns selber hier. Wir haben mit der DIDF zusammen vieles gemeinsam geschafft und werden diesen Kampf in Zukunft noch weiter stärken!”
Der Vorsitzender der ver.di Hamburg, Olaf Harms, grüßte den Kongress folgendermaßen: “Seit langen Jahren arbeiten die ver.di und DIDF in Hamburg erfolgreich zusammen. Im Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter in Hamburg hat die DIDF einen wichtigen Platz. Wir finden es wichtig, dass die DIDF breite Verbindungen zu Migranten in Hamburg besitzt. Deshalb werden wir als ver.di unsere positive Beziehung mit der DIDF in noch weitere gemeinsame Arbeit verwandeln”.
Auch wohnte dem Kongress die Co-Vorsitzende der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Cansu Özdemir, bei. Sie grüßte den Kongress mit den Worten: “Zu jedem Problem in dieser Stadt haben wir gemeinsam mit der DIDF Stellung bezogen und eine gemeinsame Arbeit entwickelt. Sei in der Bürgerschaft, während des Wahlkampfes oder auf gewerkschaftlicher Ebene. Zuletzt haben wir zusammen erfolgreich eine Kampagne gegen Olympia geführt. Ich hoffe, dass wir diese Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Vorstand noch weiter ausbauen können und wünsche der DIDF viel Erfolg.”