Wettbewerb für Nachwuchs-Autorinnen in Nürnberg

Zafer Akbulut

Im Rahmen des dreimonatigen Projektes „Welten – Ich und die anderen“ der vom Verein Junge Stimme e. V. organisiert wurde, fanden mehrere Veranstaltungen statt: Multi-Kulti-Slam, Abendlesungen, Autorenlesungen und Schreibworkshops an drei Nürnberger Schulen. Die Motivation für dieses Projekt bestand darin, ein friedliches, respektvolles Zusammenleben zwischen den Kulturen und Menschen zu fördern. Der Alltag in unserer Gesellschaft ist oft von subjektiven Vorurteilen geprägt, weil wir viel zu wenig von den anderen wissen. Deshalb wurde auch dieses Thema gewählt, damit junge Menschen sich Gedanken über die „anderen“ machen und diese auch aufs Papier bringen. Viele bekannte Schriftsteller wie, Yasin Musharbash, Zoe Beck und Hatice Akyün nahmen an den Autorenlesungen teil. Zudem wurde ein Schreibwettbewerb für angehende junge AutorInnen ausgeschrieben. Über 130 Jugendliche beteiligten sich an dem Schreibwettbewerb mit ihren Geschichten. Die ersten drei Gewinnerinnen des Schreibwettbewerbs bekamen Geldpreise, die sechs besten Texte oder Gedichte gewannen eine kostenlose Teilnahme an einem Schreibworkshop mit den Autoren Nevfel Cumart, Lucas Fassnacht und Leonhard F. Seidl. Die Texte der Gewinnerinnen und weitere für würdig befundene Texte wurden in der Anthologie »Welten – Ich und die anderen« veröffentlicht. Die Anthologie wurde im Verlag Kulturmaschinen publiziert.
Die Preisverleihung und die Buchveröffentlichung fand am 19. Dezember in den Räumen der Junge Stimme e. V. statt. Bei der Preisverleihung verlasen die Juroren ihre Laudatio vor und im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit die Texte der Gewinnerinnen anzuhören. Die erste Preisträgerin, Inga Adams, behandelte das Thema „Homosexualität und Homophobie“, in ihrer Kurzgeschichte mit dem Titel „Irgendeiner eurer Götter hat das gewollt“, eine unglücklichen Liebe zwischen der Ich-Erzählerin und einem türkischen Mädchen Namens Aylin. Charlotte Kraft bekam für ihre Gedichtsammlung „Es schreit der Mensch so lang er strebt“ den zweiten Preis. „Chamäleon“, so heißt die Kurzgeschichte der dritten Preisträgerin, Marlene Fleißig, die die Außenseiterrolle eines siebenjährigen Mädchens beschreibt. Ein Sonderpreis ging an den geflüchteten jungen Tunesier, Omar Ezbida, für seine Geschichte über die Flucht und seinen Vater.