Jugendkonferenz der DIDF-Jugend Nürnberg

Mit knapp 45 Jugendlichen verschiedenster Herkunft veranstaltete die DIDF-Jugend Nürnberg ihre Jugendkonferenz. „Die Vorbereitungen für die Jugendkonferenz waren in den letzten drei Wochen sehr intensiv. Wir haben einen Flyer drucken lassen und an Jugendhäusern und an unsere Freunde verteilt.“, so Deniz Bahadir. Einen großen Wert auf die Raumgestaltung lag die Jugendgruppe auch. Viele Transparente, die die politischen Inhalte und Aktivitäten der DIDF-Jugend in Nürnberg widerspiegeln, wurden aufgehängt. Auch ein Büffet mit verschiedenen Speisen war vorbereitet.
Um die politische Situation und die Aktivitäten der DIDF-Jugend zu besprechen und politische Leitlinien für die kommende Jahr festzulegen nahmen an der Jugendkonferenz Schüler aus verschiedenen Schulen, Auszubildende und auch Studierende. Nach der Begrüßung sang die Musikgruppe 4LC (Four Lucy Charmes) ein paar Lieder vor. Im Anschluss stellte die sechsköpfige Capoeira-Gruppe die brasilianische Kampfsportart vor. Capoeira ist eine Kombination aus Tanz, Kampf, Akrobatik und Spiel. Sklaven entwickelten den Sport während der Kolonialzeit in Brasilien.

Die Bewertung begann mit der internationalen Situation. Vor allem diskutierten die Jugendlichen über die Ursachen der herrschenden Kriege in vielen Ländern, insbesondere über den Krieg in Syrien. Auch in diesem Zusammenhang sprachen die Jugendlichen über die Geflüchtete und deren Situation in Nürnberg. Kritisiert wurde die Vorgehensweise der Regierung gegenüber der Geflüchteten, die durch ihre Politik Stimmung gegen die Schwächsten der Gesellschaft machen. Dadurch geben sie den rechten Gruppierungen und Parteien auch genug Nährboden für ihre menschenverachtende Politik.
Das Thema „Rassismus“ war auch einer der Schwerpunkte der Jugendkonferenz. Gegen rechte Aktivitäten war die DIDF-Jugend Nürnberg das letzte Jahr sehr aktiv. Dadurch konnten viele neue Jugendliche für die Jugendarbeit gewonnen werden. „Ich kam vor einem Jahr zu einer Demo gegen die PEGIDA und fühlte mich gut, dass ich mich gegen Nazis engagieren konnte. Darauf hin beschloss ich, mich bei DIDF-Jugend zu organisieren, weil ich alleine nichts erreichen kann“, sprach Mahlet Sokolowski.
Der zweite Schwerpunkt lag auf die Bewertung der Jugendarbeit innerhalb eines Jahres. Der Bericht wurde mit Fotos aus der Jugendarbeit, der im Hintergrund lief, untermauert. Auch der Film, der die DIDF-Jugend erklärt, kam gut bei den Jugendlichen an.
Auch Gäste anderer Organisationen waren auf der Jugendkonferenz anwesend. Darunter ein Vertreter von der DGB-Jugend, eine Vertreterin von SDAJ und Florian Genser von ver.di-Jugend. Genser unterstrich die Notwendigkeit der starken Zusammenarbeit gegen die Militarisierung, gegen den Kapitalismus und gegen die Rechte in seinem Grußwort.
Zum Schluss wurde der fünfköpfige Jugendvorstand gewählt. „Nach der Konferenz haben viele Jugendliche ihren Wunsch geäußert sich bei Aktivitäten der DIDF-Jugend zu beteiligen. Das hat uns sehr erfreut!“, äußerte sich Bahadir.