FIFA-Präsidentschaftskandidaten sollen sich zu sauberen Baustellen bekennen!

Der internationale Verbund der Bau- und Holzgewerkschaften, BHI hat einen offenen Brief an die FIFA-Präsidentschaftskandidaten verschickt, und verlangt von der FIFA sich für saubere Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen stark zu machen.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die der BHI angehört, fordert von den FIFA-Präsidentschaftskandidaten ein klares Bekenntnis zu Arbeitsrechten und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.
Der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und BHI-Vize-Präsident Dietmar Schäfers erklärte dazu folgendes: „Wollen sie weiterhin mit Blut gebaute WM-Stadien oder sollen die Fußball-Weltmeisterschaften künftig sauber ablaufen – nicht nur bezüglich der Vergabe, sondern auch was die Arbeitsbedingungen betrifft.“
Vom DFB, dem Deutschen Fußball-Bund, erwartet die IG BAU auch ein Statement, dass sie die Kandidaten vor der Wahl dahingehend aussucht, ob und dass sie sich zu Arbeits- und Menschenrechten bekennen und dementsprechend sich für „saubere Baustellen“ angagieren werden. Die IG-Bau erklärt hierzu: „Wer sich in dieser Frage nicht eindeutig äußert, dem nehmen wir nicht ab, dass er die FIFA neu aufstellen will.“
Im Brief weist die Bau- und Holzgewerkschaften Internationale (BHI) darauf hin, dass die FIFA-Vergabebedingungen den Umgang mit Sponsoren oder Werbung bereits umfassend regeln. Der BHI erwartet, dass die Organisation Arbeitnehmerrechte genauso ernst nimmt.
Über die katastrophalen Zustände für Wanderarbeiter auf WM-2022-Baustellen in Katar hat sich die Welt empört. Aber auch in Russland leiden Arbeiter auf Baustellen für die WM 2018 unter Mini-Bezahlung, unmenschlichen Lebensbedingungen und Formen von Arbeitszwang. Die FIFA ist aufgerufen, ihren Einfluss auf die Regierungen der Gastgeberländer sowie die Bauunternehmen zu nutzen, um schon in der Vorbereitung der WM-Vergabe Mindeststandards für Arbeiter sicherzustellen, wie etwa Sicherheit oder eine ausreichende und faire Bezahlung.

Was ist BHI?

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) ist ein globaler Gewerkschaftsbund. Die BHI wurde am 9. Dezember 2005 von den bisherigen Mitgliedsgewerkschaften des Internationalen Bundes der Bau- und Holzarbeiter (IBBH) und des Weltverbands der Bau- und Holzarbeiter (WVBH) auf einem gemeinsamen Weltkongress in Buenos Aires gegründet. Die BHI vereinigt 318 Mitgliedsgewerkschaften aus der Bau- und Baumaterialienindustrie, der Holzindustrie sowie der Forstwirtschaft und verwandten Industriezweigen mit rund 12 Millionen Mitgliedern in 130 Ländern. www.bwint.org