München setzt ein Zeichen gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft

Trotz starkem Regen gingen am bundesweiten Aktionstag gegen Rassismus am 19.6.2016 rund 8000 Menschen in München auf die Straße. Der aktionsreiche Sonntag ging zunächst ab 11:00 Uhr mit dem Aufruf des Bündnisses gegen das bayrische Ausgrenzungsgesetz vor dem DGB-Haus los. Ein breites Bündnis aus über 30 Vereinen, Gewerkschaften, Organisationen und Parteien mobilisierte mehrere Tausend Menschen in die Münchner Innenstadt. Bei der Auftaktkundgebung wurde betont, dass dieses Ausgrenzungsgesetz der bayrischen Staatsregierung die ganze Bundesrepublik nach rechts treiben würde. Dem wurde über den ganzen Demonstrationszug hinweg, aber auch bei der Abschlusskundgebung ein solidarisches Miteinander entgegengestellt und klar gemacht, dass dies nur der Anfang der Proteste gegen das bayrische Ausgrenzungsgesetz und das bundesweit geplante Integrationsgesetz ist.
Im Anschluss ging die Demo weiter, um dem Aufruf von „München ist bunt“ zu folgen und an der Menschenkette mit dem Motto: „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ teilzunehmen. So ergänzten sich die beiden Aktionen zu einem starken, kreativen und vielfältigen Protest mit über 8000 Teilnehmern, die im Anschluss mit der Menschenkette durch die Innenstadt Münchens ein wichtiges Signal der Solidarität und des Miteinanders sendeten. Daran konnten auch eine handvoll Neonazis, die unter dem Schutz der Münchner Polizei eine Gegenkundgebung am gleichen Ort abhielten, nichts ändern.