DIDF: Wir verurteilen den Versuch des Militärputsches in der Türkei!

U.S. Air Force F-15E Strike Eagles taxi the runway after landing at Incirlik Air Base, Turkey, November 12, 2015. Six F-15Es are deployed in support of Operation Inherent Resolve and counter-ISIL missions in Iraq and Syria. Picture taken November 12, 2015. REUTERS/USAF/Tech. Sgt. Taylor Worley/Handout via Reuters THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Weder ein Putsch noch eine Ein-Mann-Diktatur! Unsere Unterstützung gilt den Forderungen der Bevölkerung nach Demokratie, Frieden und Freiheit!

Die Türkei braucht Demokratie, Frieden und Freiheit! Dies kann weder von einer Ein-Mann-Diktatur noch von einem Militärputsch gesichert werden. Dies wäre eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera! Daher verurteilen wir den Putschversuch auf das Schärfste. Die jüngere Geschichte der Türkei hat uns gezeigt, dass ein Militärputsch nicht zur Demokratie und Freiheit führt. Es spielt keine Rolle, ob eine faschistische Diktatur in der Hand eines Einzelnen ist oder der militärischen Putschisten. Die Vorfälle in der Nacht vom 15. Juli bedingen, dass vor allem die europäischen demokratischen Kräfte die Forderung der türkischen Bevölkerung nach Frieden, Freiheit und Demokratie unterstützen müssen. Der Militärputschversuch in der Türkei hebt nicht die antidemokratische und gewaltsame Vorgehensweise von Erdogan gegen die eigene Bevölkerung auf.

Der gescheiterte Putschversuch wird, in erster Linie, nur der Regierung und ihren Unterstützern dienen. Das faschistische Regime wird nun diesen Putschversuch nutzen, um jegliche kritische Stimmen und oppositionelle Kräfte stillzulegen. So bezeichnete selbst Erdogan den Putschversuch als „Geschenk Gottes“. „Er beschleunigt die Reinigung unseres Militärs“, sagte der türkische Präsident in einer Pressekonferenz.

Wir, als DIDF, verfolgen die Ereignisse in der Türkei mit großer Skepsis und Vorsicht, denn nun wird das alles auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung ausgetragen. Die Ereignisse in der Türkei verdeutlichen die Zuspitzung der Machtkämpfe innerhalb der reaktionären Kräfte des Landes.

Wir verurteilen weiterhin die Einschränkungen der freien Medien, sowie die Meinungs- und Pressefreiheit, denn diese werden im besonderen Maße weiterhin eingeschränkt.