Was passiert in Ankara: Veranstaltung zur Prozessbeobachtung in der Türkei

Hamburg – Am 21. Februar 2017 lud die Hamburger Ruheständler-Gruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unter dem Titel „Was passiert in Ankara?“ ins Hamburger Curiohaus ein, um mit dem Prozessbeobachter des Hamburger Friedensforums Holger Griebner, der DIDF-Hamburg Vorsitzenden Dilan Baran und dem Linkspartei Bundestagsabgeordneten Jan van Aken über die Hintergründe des Anschlags auf die Friedensdemonstration in Ankara und dem laufenden Gerichtsprozess zu reden. In seinem Bericht über den Prozess betonte Griebner den Fortschritt, der im Laufe des Prozesses von den mutigen Familien und AnwältInnen erkämpft wurde, während Van Aken Vergleiche zum Prozess von Deniz Naki zog, bei dem er und der deutsche Botschafter anwesend waren. In diesem Vergleich ergab sich eine Kritik sowohl an der Bundesregierung, die sich in den Prozess um den Anschlag in Ankara nicht einmischt, als auch an den Gewerkschaften wie der IG Metall und der ver.di, die sich im Gegensatz zur GEW weigern, Delegationen zu entsenden und ihre türkischen Schwestergewerkschaften zu unterstützen. Die Worte des Prozessbeobachters Holger Griebner stießen sowohl auf reges Interesse als auch auf große Entrüstung bei den Teilnehmern über das Verhalten der deutschen Bundesregierung angesichts der aktuellen politischen Lage in der Türkei, die von Dilan Baran ausführlich dargelegt worden ist. Es nahmen knapp 30 Personen teil. Eine weitere Veranstaltung ist in Neumünster geplant.