Eine Stimme mehr für Abrüstung, gleiche Rechte und gegen Ausgrenzung

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Der Eindruck, dass die Koalitionspartner CDU und SPD, eher miteinander, als gegeneinander auftreten, um in der nächsten Legislaturperiode weiter koalieren zu können, erhärtet sich. Es geht lediglich darum, durch mehr Stimmen, dem anderen weniger Freiraum und Entscheidungsraum in der nächsten Regierung zu geben. Die kleineren Parteien kämpfen um den dritten Platz. Eine „Besonderheit“ gibt es dieses Mal doch noch. Die AfD wird sehr wahrscheinlich in den Bundestag einziehen. Eine Partei, die Nazis in ihren Reihen hat. Eine Partei, die polarisiert, die Menschen gegeneinander aufhetzt und eine extrem neoliberale Politik vertritt.

Plötzlich reden alle von Gerechtigkeit, Sicherheit, Fortschritt etc. Manchmal tun alle so, als ob bisher andere regiert hätten und wenn sie an die Macht kämen, würden sie alles besser machen.

Dennoch sind Wahlen eine Möglichkeit, die eigenen Forderungen und Interessen in unterschiedlicher Hinsicht, mit Aktionen, Veranstaltungen aber auch mit der Abgabe der Stimme kundzutun. Dem ganzen Geschehen fernzubleiben, zu verzagen und aufzugeben, das ist nicht in unserem Sinne.

Für eine bessere Zukunft an die Wahlurnen!

Es ist eine Möglichkeit, der Politik zumindest in Form von Wahlen ein Zeichen zu setzen und eigenen Interessen und Forderungen Ausdruck zu verleihen. Gerade in einer Zeit, in der der Arbeitsalltag geprägt von prekärer Beschäftigung ist, Mietpreise in die Höhe schießen und marode Schulen sogar den Jüngsten unserer Gesellschaft die Bildung erschweren, ist es umso wichtiger, den Verantwortlichen dieser Missstände die Meinung zu sagen und zeigen.

Erdogan Aufruf

Schaut man sich die Aufforderungen des türkischen Staatspräsidenten, von Recep Tayyip Erdogan an, versucht er mit seinem Appell zu einem Boykott der Wahlen aufzurufen.
Wir dürfen nicht zulassen, dass Erdogan und seines Gleichen unser Recht auf Meinungsäußerung oder frei wählen zu können per „Dekret“ abspricht. Vor allem auch als Türkeistämmige haben wir unseren Lebensmittelpunkt hier in Deutschland, arbeiten und leben bereits seit Jahrzehnten hier. Wir haben uns nicht nur mit Mühen ein Leben hier aufgebaut, sondern sind ein Teil dieser Gesellschaft geworden, in der wir sowohl die Vorzüge, als auch die Probleme miteinander teilen.

Die Interessen der Werktätigen für gerechte Arbeitsverhältnisse, einem Verbot von Leiharbeit, bezahlbaren Wohnungen und kostenloser Bildung, aber auch dem Stopp der Waffenexporte, können nur wir gemeinsam am besten vertreten. Nicht nur bei Wahlen, sondern auch in Form von unserem Protest, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Konfession.

Wir sollten die Gelegenheit der Wahlen nutzen um unsere Forderungen bei den Bundestagswahlen für eine bessere Zukunft abzugeben. Wir werden uns unsere Stimme als Teil dieser Gesellschaft nicht nehmen lassen!