Bundesweiter und internationaler Friedensratschlag

Eren Gültekin

Am 2. und 3. Dezember fand unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten“ der 24. Friedensratschlag an der Universität Kassel seit 1994 statt. Es kamen hunderte von Besuchern aus der ganzen Bundesrepublik sowie internationale und vor allem europäische Gäste zum großen Kongress. Zudem wurden auf der Konferenz viele weitere Themen wie Gewerkschaften, Klimawandel, Naher – und Mittlerer Osten, Russland, China, EU, Nato, Medien, AfD und Bundeswehr behandelt mit dem Ziel und der Leitfrage der Herstellung des Friedens.

Man hat an diesen zwei Tagen gemerkt, wie wichtig Veranstaltungen dieser Art sind und auch wie notwendig eine große und starke Friedensbewegung nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ist: In Anbetracht der Tatsache, dass weltweit etliche Kriege geführt, Kriegsdrohungen neuerdings mit Atomwaffen ausgesprochen werden, provozierende Militärmanöver zunehmen und der militärischen Aufrüstung keine Grenzen mehr gesetzt werden, ist es mehr denn je wichtig, die Friedensbewegung, Friedensforschung und Politik auf eine friedensfähige Politik zu entwickeln sowie durchzusetzen. Themen und Forderungen des „Friedenspolitischen Ratschlages“ waren unter anderem auch die Verhinderung der Umsetzung der NATO-Vereinbarung um die Rüstungsabgaben zu verdoppeln, dafür die finanziellen Mittel für soziale Entwicklung auszugeben, den UNO-Vertrag zur Ächtung von Atomwaffen durchzusetzen, deutsche Truppen aus den Auslandseinsätzen zurückzuziehen, deutsche Waffenexporte zu verbieten und die weltweiten Spannungen ab- sowie gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

Auch die Jugend war ein wichtiges Thema für die Teilnehmer an diesem Wochenende, so wie im Workshop zu „Schulen und Universitäten ohne Bundeswehr“. Neben der Aufklärung, wie die Bundeswehr an Schulen und Universitäten versucht, für den Krieg die Jugendlichen zu gewinnen, wie seit neuestem mit Serien und Werbung in den sozialen Medien, war ebenso wichtig, wie man die Friedensbewegung in Deutschland auch für Jugendliche attraktiver machen kann. Der erste Schritt wäre vor allem die Einbeziehung der Jugendverbände und Organisationen zur Vorbereitung solcher Veranstaltungen in den Bündnissen.