Der öffentliche Dienst steht still

Die Vereinigte Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) ruft Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes erneut zu Streiks in ganz Deutschland auf. Nachdem die Arbeitgeber, also der Staat, bereits bei der letzten Verhandlungsrunde kein akzeptables Angebot vorgelegt hatte, geht die Gewerkschaft nun erst recht in die Offensive.

Bei der Tarifrunde im öffentlichen Dienst geht es um die Zukunft von mehr als zwei Millionen Beschäftigten, ihrer Angehörigen und um die Zukunft der Gesamtgesellschaft. Nachdem die Arbeitgeber bei der letzten Verhandlungsrunde erneut ohne Angebot auftauchten, hatte die ver.di angekündigt die Streiks auszuweiten.

Neben den Kindertagesstätten und den Kliniken wurden in den letzten Wochen bereits auch die Müllabfuhr und Verwaltung vieler Städte zum Streik aufgerufen. Knapp Hunderttausend Menschen nahmen an den Warnstreikaktionen teil und zeigten, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen auf die Straßen zu gehen.

In der ersten Streikwelle schafften es die Beschäftigten der Kitas, der Bus- und Bahnbetriebe und Müllabfuhr alle Werkshöfe und Einrichtungen still zu legen und das Leben in der Stadt komplett aussetzen zu lassen.

Neben mehr Lohn für alle Beschäftigten fordert die Gewerkschaft für die Jugend gesondert eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung von 100€, unbefristete Übernahmeregelungen in Vollzeit, sowie die Eintarifierung von nicht tarifierte Ausbildungen. Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde, die vom 15. bis zum 16. April stattfinden soll, ruft die Gewerkschaft nun in vielen Städten erneut bundesweit zu Streikaktionen auf. Es ist davon auszugehen, dass auch bei diesen Streikaktionen die Jugend erneut eine maßgebende öffentliche Rolle spielen wird. Nicht nur, weil sie in der Menge der Gewerkschaft besonders mit ihrer kämpferischen Art auffällt, sondern auch weil sie die Zukunft des öffentlichen Dienstes darstellt, auf die der öffentliche Dienst auf keinen Fall verzichten kann.