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	<title>Yeni Hayat</title>
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	<description>Türkçe Almanca Gazete</description>
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		<title>Wir sind die Weltjugend</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das 22. internationale antifaschistische, antiimperialistische Jugendcamp fand dieses Jahr vom 03.-12. August in der Türkei statt. Knapp 3000 Jugendliche aus über 20 Ländern kamen unter dem Motto „Arbeit, Bildung, Frieden; die Brüderlichkeit der Weltjugend“ für zehn Tage zusammen. Mit 15 Workshops, 7 Hauptforen, 21 Diskussionsrunden, 10 Abendkonzerten und vielen kleineren Veranstaltungen war für jeden etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das 22. internationale antifaschistische, antiimperialistische Jugendcamp fand dieses Jahr vom 03.-12. August in der Türkei statt. Knapp 3000 Jugendliche aus über 20 Ländern kamen unter dem Motto „Arbeit, Bildung, Frieden; die Brüderlichkeit der Weltjugend“ für zehn Tage zusammen. Mit 15 Workshops, 7 Hauptforen, 21 Diskussionsrunden, 10 Abendkonzerten und vielen kleineren Veranstaltungen war für jeden etwas dabei, wo sich Jugendliche austauschen, ihre Meinung äußern und sich kulturell und künstlerisch betätigen konnten. Auf einem 30 Hektar grossen Campgelände wurden alle anfallenden Aufgaben gemeinsam im Kollektiv erledigt, so dass sich ca. 2300 Teilnehmer mindestens einmal an einer Gemeinschaftaufgabe, wie Reinigung oder Küchendienst, beteiligten. Auf dem Camp waren nicht nur Jugendliche, sondern auch viele Gewerkschafter, Intellektuelle, Künstler und Akademiker, die ihre Erfahrungen im Kampf, ihr Wissen und Ideen den Jugendlichen herantrugen.</p>
<p>Ein erfolgreiches Weltjugendtreffen, das die bisherigen Vorurteile gegen die Jugend, sie sei faul, egoistisch oder unpolitisch, zu Nichte machte und viele hoffnungsvolle Impulse in die Welt ausstrahlte.</p>
<p>In der Abschlussrede des Campkomitees heißt es:</p>
<p>„Auch wenn wir verschieden sind, haben wir die Selbe Sehnsucht. Wir sind zusammen gekommen, um uns gegen die kapitalistische Ausbeutung, die imperialistischen Besetzungen und Kriege, gegen Rassismus und Faschismus zu stellen. Wir wählten den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut, schlechte Arbeitsbedingungen und Perspektivlosigkeit. Wir versuchen uns zu organisieren, um das verfaulte kapitalistische System, welches uns das Recht auf freie Bildung stiehlt, zu brechen. Wir stehen auf, damit die Sehnsucht der Menschen nach Frieden erfüllt wird. Wir sagen “Nein!” zu den imperialistischen Kriegsplänen. Für eine Welt in der Frieden und  Freiheit herrschen, nehmen wir unsere Zukunft in die eigene Hand.</p>
<p>Wir waren tausende Jugendliche mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Farben, doch hat uns das Campleben gezeigt, dass es in der Natur der Jugendlichen liegt, gemeinsam in Frieden das kollektive Leben zu organisieren. Dies zeigt uns, dass die kapitalistischen Werte wie Individualismus, Konkurrenz, Egoismus den Jugendlichen fremd ist. Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit und Sozialismus blüht in den Jugendlichen auf. Auf unserem Camp hat die Weltjugend dies präsentiert.</p>
<p>Wir hatten die Gelegenheit, auf verschiedenen Foren, Diskussionsrunden, Filmvorführungen mit vielen Intellektuellen, Schriftstellern, Wissenschaftlern und Gewerkschaftern teilzunehmen. In den AG`s wurden Kunstwerke geschaffen. Wir haben von den kämpfenden Arbeitern gelernt und uns mit den Gewerkschaften getroffen. Mit jedem internationalen Camp wachsen wir. Unser Treffen 2010 in der Türkei hat mit der großen Teilnahme und Energie  allen Teilnehmern Kraft gegeben.“</p>
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		<title>Abschlußerklärung des 22. antifaschistischen, antiimperialistischen internationalen Jugendcamps</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 3.-12. August führten wir in der Türkei das Brüderlichkeitstreffen der Weltjugend durch. Gemeinsam mit rund 3.000 Jugendlichen aus 20 Ländern tauschten wir uns auf dem Treffen in Selcuk/Izmir über die Jugend, ihre Zukunft, die Menschheit, die Natur, die Umwelt, den Kapitalismus und die Welt aus. Wir teilten unsere Träume miteinander, diskutierten über unsere Probleme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 3.-12. August führten wir in der Türkei das Brüderlichkeitstreffen der Weltjugend durch. Gemeinsam mit rund 3.000 Jugendlichen aus 20 Ländern tauschten wir uns auf dem Treffen in Selcuk/Izmir über die Jugend, ihre Zukunft, die Menschheit, die Natur, die Umwelt, den Kapitalismus und die Welt aus. Wir teilten unsere Träume miteinander, diskutierten über unsere Probleme und deren Lösungswege. Im Namen der TeilnehmerInnen bedanken wir uns bei unseren Brüdern und Schwestern aus der Türkei, die zum Gelingen des Camps einen großen Beitrag geleistet haben, bei den Vertretern der Arbeiterklasse der Türkei und den Gewerkschaften, die uns tatkräftig unterstützt haben, bei den Ärzten, Krankenschwestern, Ingenieuren und den Arbeitern, die sich für einen erfolgreichen Ablauf  zur Verfügung gestellt haben. Wir begrüßen sie alle herzlich.</p>
<p><strong>Wir sind umzingelt von Arbeitslosigkeit, Reaktion und imperialistischem Krieg</strong></p>
<p>Der Kapitalismus, der allein auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, erlebt erneut eine tiefe Krise globalen Ausmaßes. Die Kapitalisten zwingen der wektätigen Jugend Arbeitslosigkeit und Armut auf, um die selbst ausgelöste Krise zu überwinden. Mit arbeiterfeindlichen Gesetzen wird die Jugend ihrer Zukunft beraubt. Die Rente, soziale Sicherheit, kostenlose Bildung und Gesundheit werden für die neuen Generationen zu unerreichbaren Gütern gemacht. Dieses System ist bemüht, in den Reihen der Jugendlichen rassistische, faschistische und nationalistische Ideen, den Individualismus- und Konkurrenzgedanken, die kulturelle Entartung und den Drogenkonsums zu verbreiten.</p>
<p>Die Bildung wird einerseits nach den Interessen und Bedürfnissen des Kapitals neu organisiert, andererseit durch Privatisierung quasi unter dem Motto „kein Geld – keine Bildung“ dem Markt ausgeliefert. Somit wird der Zugang zur wissenschaftlichen Erkenntnis, Kunst und Kultur verbaut. Werte des Mittelalters werden wieder salonfähig gemacht.</p>
<p>Parallel zur Vertiefung der Krise bedienen sich die Regierungen der Länder, in denen der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund hoch ist, immer stärker faschistischer und rassistischer Politik und machen sie zu Sündenböcken, um den gemeinsamen Kampf der Jugendlichen zu verhindern. Während die imperialistischen Staaten eine Politik verfolgen, die den rassistisch-faschistischen Parteien zugute kommt, beschneiden sie andererseits unter dem Deckmantel der „Terrorbekämpfung“ erkämpfte demokratische Rechte und Freiheiten.</p>
<p>Das 22. antifaschistische, antiimperialistische internationale Jugendcamp ist unter diesen Bedingungen ein Treffen der Jugend, die sich gegen Arbeitslosigkeit und Bildungsabbau widersetzt. Unser Camp, das unter dem Motto „Die Jugend der Welt für Arbeit, Bildung und Frieden!“ steht, ist ein Aufruf für den internationalen Kampf gegen Kriegspolitik, Rassismus, Reaktion und Faschismus.</p>
<p>Wir haben gemeinsame Probleme und Forderungen, deshalb müssen wir den Kampf auch gemeinsam führen</p>
<p>Unsere Probleme und Forderungen führten uns Jugendliche aus 20 Ländern aus Lateinamerika, Europa, Afrika, Kaukasien und dem Mittleren Osten bei diesem Camp zusammen. Damit ein solch großes Treffen zum Erfolg geführt werden kann, unterstützten wir uns gegenseitig und erhielten auch Unterstützung von Organisationen der Arbeiterklasse sowie Intellektuellen. Kämpferische Arbeiter, Intellektuelle, die sich für Werktätige und Jugendliche einsetzen, Bauern, die ihr Land und Wasser gegen plündernde Konzerne verteidigen, Vertreter von unterdrückten Völker, die für Freiheit kämpfen – sie alle nahmen an unserem Camp teil und gaben uns Kraft. Künstler und Akademiker, die 10 Tage dabei waren, leiteten unsere Musik-, Literatur-, Bildhauer-, Malerei- und Sport-Workshops. Die</p>
<p>Ergebnisse dieser Aktivitäten zeigten uns, dass das Bedürfnis nach aufklärerischer, fortschrittlicher, sozialistisch-realistischer Kunst und Kultur sehr groß ist.</p>
<p>Die Frauen sind im Kapitalismus aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Klassenzugehörigkeit einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt. Die Workshops und Gesprächsrunden waren Ausdruck für die Entschlossenheit im Kampf gegen Sexismus und Ausbeutung.</p>
<p>Auch dem Kampf gegen die Vernichtung von Natur, Weltkulturerbe und Umwelt wurde viel Platz eingeräumt. Wir erklären hiermit erneut, dass wir der Umweltverschmutzung durch das Kapital nicht tatenlos zusehen werden.</p>
<p><strong>Die Jugendlichen der Welt sind Brüder und Schwestern!</strong></p>
<p>In unserem Camp konnten wir das friedliche und brüderliche Zusammenleben der Jugendlichen unterschiedlicher Nationalität selbst praktizieren. Wir diskutierten über die Besetzung vom Irak und Afghanistan durch die USA und deren Verbündeten: den nationalen Freiheitskampf des kurdischen Volkes in der Türkei und die Bemühungen, Rassismus und Chauvinismus dagegen zu schüren; die Unterdrückung Palästinas durch den zionistischen israelischen Staat und seine vielfältigen Angriffe gegen den Libanon; die Belagerung des iranischen Volkes durch imperialistische Erpressung. Wir beschlossen, gegen die Aggressionen weltweit gemeinsame Haltung einzunehmen. Wir fanden die Gelegenheit, über die Kriegstreiberei im Kaukasus für die Interessen der USA und anderer imperialistischer Staaten, die Spannungen zwischen Kolumbien und Venezuela, die Kriegsvorbereitungen der imperialistischen Zentren wie USA und EU konnten wir mit Jugendlichen diskutieren, die aus diesen Regionen bzw. den Nachbarstaaten gekommen waren. An unserem Camp, das an der ägäischen Küste stattfand, nahmen zahlreiche Jugendliche aus der Türkei und aus Griechenland teil. Sie fanden die Gelegenheit, entgegen den Bestrebungen der jeweiligen Regierungen freundschaftliche Beziehungen zueinander aufzubauen. Wir betonten auch, dass wir die Verfolgung von Arbeiter- und Jugendführern in Ecuador, Tunesien und anderen Ländern aufs Schärfste verurteilen und erklärten uns mit ihnen solidarisch. Die Jugend der Welt rufen wir erneut auf, sich gegen imperialistische Kriege, Faschismus und reaktionäre Repressionen zu vereinigen und zu kämpfen.</p>
<p><strong>Dem Kapitalismus gehört die Krise, uns die Zukunft!</strong></p>
<p>Die Diskussionen machten deutlich, dass die Politik zur Überwindung der Krise in verschiedenen Ländern große Gemeinsamkeiten aufzeigt. Auch die Angriffe, denen die arbeitenden, arbeitslosen und studierenden Jugendlichen ausgesetzt sind, weisen große Ähnlichkeiten auf. Die Arbeitslosigkeit steigt rasant, von der Armut sind immer mehr Jugendliche betroffen. Der Bildungsabbau wird verstärkt. Infolge der Einschnitte werden soziale und kulturelle Angebote immer weniger. All dies ähnelt sich so sehr, als würden sie nicht in verschiedenen Ländern, sondern in verschiedenen Städten eines Landes passieren.</p>
<p>Bei unserem Treffen erkannten wir auch, dass der Kampf dagegen, dass wir für die Krise zahlen sollen, nötig und möglich ist. Knapp 2 Millionen Werktätige, die gegen die Krisenpolitik in Frankreich auf die Straßen gingen, der erfolgreiche Kampf der Menschen ohne Papiere, der Kampf von Studieren in Deutschland, mit dem die Einführung von Studiengebühren an einigen Unis verhindert werden konnte, die konsequente Haltung der Werktätigen in Griechenland, die in den letzten sechs Monaten sechsmal den Generalstreik aufriefen und deutlich machten, dass sie nicht für die Krise zahlen werden, die Entschlossenheit der TEKEL-Beschäftigten, die in der türkischen Hauptstadt 2,5 Monate lang kämpften, die Entschlossenheit, mit der die Völker Lateinamerikas gegen die Angriffe und den Druck der USA um ihre Rechte und Freiheit kämpfen, die Aktionen der Bevölkerung in der Dominikanischen Republik, bei denen sie ihre Ländereien verteidigten und an die armen Bauern verteilten und all die anderen Kämpfe weltweit, mit denen die Werktätigen ihr Recht durchsetzten, zeigen uns, welchen Weg wir einschlagen müssen. Ja, es ist nicht unabänderlich, womit das System aufwartet. Mit dem gemeinsamen und organisierten Kampf können wir unsere Probleme lösen.</p>
<p>Die Diskussionen bei unserem Camp machten deutlich, dass die Weltjugend sich eine Welt ohne Ausbeutung, Armut und Kriege wünscht. Wir als die Jugendlichen der Welt versprechen, dass wir gemeinsam mit der Arbeiterklasse und den Werktätigen für eine Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen werden. Wir wissen, solange die Produktionsmittel nicht aus den Händen einiger Weniger gerissen und vergesellschaftlicht werden, solange die Arbeiter und werktätigen Völker nicht die Macht übernommen haben, solange werden wir uns der Arbeitslosigkeit, Armut, den Völkermorden und Kriegen nicht entziehen können.</p>
<p>Unser Aufruf ist der Aufruf der Weltjugend</p>
<p>Die letzten Entwicklungen weltweit sind ein Zeichen dafür, dass die Arbeitslosigkeit, Armut und Bildungsnot steigen und Kriege und Völkermorde ausgeweitet werden. Wir werden nicht zulassen, dass eine Handvoll Kapitalisten sich die Schätze der Welt und der Menschheit aneignen und uns unserer Arbeitskraft und Zukunft berauben. Wir nehmen es nicht hin, in imperialistischen Kriegen zu sterben oder zu töten. Wir wollen nicht für die Interessenskonflikte der Imperialisten mit unserem Leben bezahlen.</p>
<p>Es ist höchste Zeit, dass wir für unsere Wünsche und Forderungen kämpfen. Es ist höchste Zeit, dass wir für unsere Arbeitsplätze, unser Recht auf Bildung und für eine Welt ohne Kriege am Kampf teilnehmen. Wir sehen, dass eine Welt ohne Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Kriege, Rassismus und nationale Unterdrückung nicht eine Welt sein kann, in der der Kapitalismus herrscht. Eine solche Welt wird nur durch den Sozialismus zu errichten sein.</p>
<p><strong>Als Weltjugend sagen wir:</strong></p>
<p>Wir sind entschlossen, für Arbeit, Bildung und Frieden zu kämpfen!</p>
<p>Wir sind an der Seite der unterdrückten Völker, die für ihre Freiheit kämpfen!</p>
<p>Es lebe die internationale Solidarität der Jugendlichen der Welt!</p>
<p>Nieder mit Imperialismus und Faschismus!</p>
<p><strong>Das Organisationskomitee des 22. antifaschistischen, antiimperialistischen internationalen Jugendcamps</strong></p>
<p><strong>Teilnehmende Länder:</strong></p>
<p><em> Aserbaidschan, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, England, Finnland, Frankreich, Griechenland, Kolumbien, Libanon, Mexiko, Palästina, Russland, Spanien, Syrien, Tunesien, Türkei, Venezuela</em></p>
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		<title>Lebensfreude ist Widerstand</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview mit dem Schriftsteller Rafik Schami über sein neustes Buch. In Ihrem Buch, ‘Eine Hand voller Sterne’ findet man viele Parallelen mit Ihrer Kindheit und Jugend: Wandzeitung, Klosterschule, Bäckerei etc&#8230; Ist das Buch eine Autobiografie? Nein, wenn man versucht, Vergleiche eins zu eins zu ziehen. Ich hatte nie so ein aufregendes Leben wie der junge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit dem Schriftsteller Rafik Schami über sein neustes Buch. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>In Ihrem Buch, ‘Eine Hand voller Sterne’ findet man viele Parallelen mit Ihrer Kindheit und Jugend: Wandzeitung, Klosterschule, Bäckerei etc&#8230; Ist das Buch eine Autobiografie?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Nein, wenn man versucht, Vergleiche eins zu eins zu ziehen. Ich hatte nie so ein aufregendes Leben wie der junge Held und war nicht so arm wie er. Ich habe nie ein Tagebuch geschrieben etc. Und ja, weil vieles, was er erlebt hat, auch ich erlebt habe. Auch behaupte ich, dass in jedem Held eines Roman ein Stück vom Autor steckt. Ich behaupte, der Autor explodiert beim Schreiben und zerfällt in 1001 Stücke, die sich unter seinen Helden verteilen. Kein Autor der Welt kann außerhalb sich selbst schreiben. Auch wenn er historische und phantastische Romane schreibt. Aber es ist unzulässig, einen Helden mit dem Autor gleichzusetzen.</p>
<p><strong>Das Buch spielt </strong><strong>im alten Stadtviertel von Damaskus. Der Protagonist läuft in den Gassen umher, die Leute plaudern dort untereinander. Nachdem Sie nach Deutschland gekommen sind, sagten Sie einmal, “Das sind die Gassen meiner Sehnsucht”. Warum sind die Gassen so wichtig für Sie?</strong></p>
<p>Weil meine ganze Kindheit in ihnen spielte. Ich war täglich länger auf der Gasse, als im Haus meiner Eltern. Ich habe mit zehn, elf Jahren ein altes Fahrrad von meinem ersparten Geld gekauft und mit diesem Fahrrad bin ich jeden Tag durch die Gassen gefahren, habe angehalten, die Spiele der Kinder dort beobachtet, auch die schönen Mädchen angelacht, den Geruch der Gassen eingeatmet, ihrer Geräuschkulisse gelauscht und bin wie berauscht nach Hause zurückgekommen. Ich konnte damals einen genauen Bericht über alle Gerüche und Geräusche der Stadt schreiben, die sich im Laufe der Tages- und Jahreszeit verändern.</p>
<p><strong>Das Buch thematisiert auch Folter, das Verschwinden eines Lehrers etc. Trotzdem strahlt es insgesamt Lebensfreude aus, da es oft witzige Erlebnisse gibt und der Protagonist schöne Sachen erlebt. Woher kommt diese Lebensfreude?</strong></p>
<p>Es ist der heroische, aber unsichtbare Widerstand des Volkes, um seine Menschlichkeit zu retten. Die Zeit, in der der Roman spielt, war die von 1958-1961. Syrien erlebte bis zur Union mit Ägypten eine lange Phase der Demokratie und nun brachte diese Union eine Diktatur an die Macht, die alle Parteien verbot, Geheimdienstler begannen zu foltern und Menschen zu töten. Der Roman wäre unehrlich, wenn er nicht auch das erwähnte. Aber da er ein Roman und kein politisches Buch ist, muss man die Spannung der Geschichte behalten, sonst verwandelt sich das Buch in eine langweilige Agitation oder Moralpredigt.</p>
<p><strong>Sie sind auch wie der </strong><strong>Protagonist mit Putschen und Unterdrückungen aufgewachsen. Würden Sie sagen, das hat Ihnen einen Teil Ihrer Kindheit geraubt?</strong></p>
<p>Sicher. Ich werde nie in meinem Leben vergessen, wie ich als Jugendlicher von Putschsoladaten verhaftet wurde, als ich meine Lieblingscousine besuchte, die totkrank war. Wir besuchten sie oft, um sie ein wenig zu unterhalten, und eines Abends wollte sie, dass ich länger bleibe und mit ihr Karten spiele. Auf dem Rückweg durch die kleinen Gassen verhafteten mich Soldaten und wollten mich in den Jeep schleppen. Sie hätte mich umgebracht. Ein tapferer Nachbar kam herunter im Pyjama und flehte die Soldaten an, mich freizulassen und übernahm die Verantwortung. Sie ließen mich frei und der Mann, der mich nicht kannte, sagte mir: “Beeile dich Junge, zu deiner Mutter” und ich rannte, bis ich unser Haus erreichte.</p>
<p><strong>Das Buch zeigt, dass in Damaskus Menschen verschiedener Religionen und Nationalitäten friedlich zusammen leben. Wenn man sich aber die Situation im Nahen Osten ansieht, existiert ein großer Konflikt. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass dort solche Konflikte bestehen? </strong></p>
<p>Natürlich ist das der Palästina-Konflikt zwischen Juden und Arabern. Dieser Konflikt führte wiederum zum Bürgerkrieg in Jordanien (September 1971) und zum Bürgerkrieg im Libanon und zu den weiteren Kriegen zwischen Arabern und Israelis. Ich bin schon als Kind mit diesem Konflikt aufgewachsen bin. Meine Gesellschaft wurde dadurch militarisiert. Die Herrscher aller arabischen Länder vergeuden Milliarden für den Krieg und bei uns mangelt es an großen Entwicklungen in der Wissenschaft, Medizin, am Aufbau einer zivilen Gesellschaft, an Demokratie und Freiheit. In Syrien leben die Menschen seit über 50 Jahren unter Diktatur und Ausnahmezustandgesetzen, d.h. unter Kriegsbedingungen. Der Staat hat es leicht, seine Gegner zu vernichten im Namen der Befreiung Palästinas. Es gibt sogar eine Abteilung des syrischen Geheimdienstes namens “Palästina-Abteilung” und sie ist die brutalste.</p>
<p><strong>In der Klosterschule ist es dem Protagonisten unter Strafe verboten, seine Muttersprache (Arabisch) zu sprechen. Sie haben diese Situation in Ihrer eigenen Jugend selbst erlebt. Welche Auswirkungen hat es, wenn man seine Muttersprache nicht sprechen darf?</strong></p>
<p>Es ist ein verheerender Verlust für die Türken und für die Araber, dass sie weder Aramäisch noch Kurdisch noch andere lokale Sprachen fördern und unterstützen. Damit wären die Türkei und Arabien viel bunter und lebendiger. Es ist ein Zeichen der eigenen Selbstverachtung, wenn man so unsicher wird, dass ein anderer Mensch im Land eine andere Sprache spricht. Ich sage meinen Landsleuten immer: Die Kalifen im 7. oder 10. Jahrhundert waren fortschrittlicher und selbstbewusster als unsere heutigen Herrscher. Sie erlaubten allen Völkern zu sprechen, wie sie wollten und es war die Regel, dass Christen, Juden, Perser u. a. hohe Posten im Kalifat erreichen konnten. Heute ist es in fast allen arabischen Ländern unvorstellbar, dass ein Christ, Jude oder Kurde Präsident wird. Warum eigentlich nicht? Schauen Sie sich die westlichen Demokratien an. Dort ist es möglich.</p>
<p>Im Kloster fühlte ich mich krank, denn ich liebte den Gesang und ich sang arabische Lieder heimlich. Ich konnte am liebsten Witze mit Dialekt erzählen aber durfte nicht. Deshalb verließ ich diese Klosterschule nach drei Jahren und hätte mein Vater mich nicht sofort in ein sehr gutes Krankenhaus gebracht, ich wäre tot.</p>
<p><strong>Sie sind in Syrien aufgewachsen und 1970 nach Deutschland emigriert. Acht Jahre später erschien Ihr erstes Buch auf deutsch. Warum? War es nicht schwer, in einer fremden Sprache zu schreiben?</strong></p>
<p>Zunächst eine Vorgeschichte. Ich habe bereits in Syrien Kurzgeschichten veröffentlicht. Ich war aber naiv zu glauben, man könne im Ausland wie Gibran Khalil Gibran und andere berühmte Autoren des Exils und der Emigration auf Arabisch veröffentlichen. Das war eine Illusion, denn die Lage hat sich seit Gibran dramatisch verschlechtert. Die arabischen Verlage lehnen prinzipiell jeden Exilanten ab, weil sie sich nicht mit irgendeiner Regierung anlegen wollen. Nach ein paar Jahren und Hunderten von Versuchen, meine Manuskripte auf Arabisch unterzubringen, begann ich erst mit einer Selbstkritik meiner Illusion, dann mit der Frage, warum schreibe ich nicht auf deutsch. Es ist die Sprache meines Alltags hier und ich rede deutsch mit allen Menschen, die hier leben. Mein Deutsch war damals gut, aber es war mir bewusst, dass ich das literarische Deutsch neu lernen muss und so habe ich zwei Jahre lang Gedichte, Romane, Satiren, Essays von Klassikern der deutschen Sprache abgeschrieben, um zu lernen, wie das literarische Deutsch funktioniert. Danach war ich im Stande, das so auszudrücken, was ich sagen wollte, dass ich es auf Arabisch nicht besser ausdrücken kann. Natürlich ist es schwer, in einer fremden Sprache zu schreiben. Noch schwerer wird das in einem Land, das weder lange Tradition als Kolonialmacht hat noch ein Tiegel vieler Kulturen ist. Die deutschen Autoren und Intellektuellen haben eine große Schwierigkeit, anzuerkennen, dass ein Türke, ein Syrer oder ein Spanier in ihrer eigenen Sprache besser als deutschen Autoren schreiben kann.</p>
<p><strong>Sie leben nun seit langer Zeit in Deutschland, schreiben aber noch oft über Ihre Heimat. Wie erhalten die Geschichten über Ihre Heimat ihre Lebendigkeit?</strong></p>
<p>Ich schreibe viel über Damaskus. Ich bin sozusagen der Damaszener Autor (Katib Schami) und werde es bleiben. Geschichten, vor allem kurze Satiren schreibe ich auch aber gelegentlich über das Leben in Deutschland. Wie ich diese Lebendigkeit beibehalte? Ich habe eine riesige Bibliothek in arabischer Sprache über alles, was in Damaskus passiert, sogar Straßenkarten und ihre Veränderungen, ein Handwerkerbuch aus dem 19. Jahrhundert, Kochrezepte, Sitten- , Sprichwörter-, Märchen-, Geschichts-, Tage-, Hochzeits- und Beerdigungsverlaufs- und andere Bücher. Alle sind über Damaskus, dass sogar meine Familie in Damaskus mich manchmal fragt, wenn sie nach irgendetwas sucht. Außerdem telefoniere ich seit 20 Jahren täglich mit Damaskus. Freunde und Verwandte erzählen mir kuriose Geschichten, weil sie wissen, dass ich gerne zuhöre. Das ist übrigens meine beste Quelle, die Zunge der anderen.</p>
<p><strong>In arabischen Ländern sind Ihre Bücher meist verboten oder werden zensiert. Welche Gefühle löst dies in Ihnen aus?</strong></p>
<p>Meine Bücher erscheinen nun seit drei Jahren in Beirut unzensiert. Ich musste 30 Jahre warten, bis ein Iraker kam, der selbst vor Saddam Hussein geflüchtet war und meine Bücher liebevoll und unzensiert in Beirut herausgibt. Das sagt alles über den Zustand der Demokratie in Arabien.</p>
<p><strong>Mehmet Salim</strong></p>
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		<title>Nein zur Verfassung des 12. September und  Nein zur AKP Verfassung!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:18:27 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[İhsan Çaralan]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zur AKP Verfassung!]]></category>
		<category><![CDATA[Nein zur Verfassung des 12. September]]></category>
		<category><![CDATA[NeuesLeben]]></category>
		<category><![CDATA[Türkiye]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihsan Caralan Ministerpräsident Erdogan versteckt seine eigenen Interessen sehr geschickt, wenn es darum geht, auf den namentlich „Ja-Kundgebungen“ zur Verfassungsänderung „Ja!“ zu sagen. Er hebt insbesondere Begrifflichkeiten und Symbole, wie den „12. September“, den Tag des Militärputsches im Jahre 1980 oder die „Freiheit“ hervor, als ob diese in seinem Änderungspaket für die Verfassungsänderung beinhaltet wären. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihsan Caralan</p>
<p>Ministerpräsident Erdogan versteckt seine eigenen Interessen sehr geschickt, wenn es darum geht, auf den namentlich „Ja-Kundgebungen“ zur Verfassungsänderung „Ja!“ zu sagen. Er hebt insbesondere Begrifflichkeiten und Symbole, wie den „12. September“, den Tag des Militärputsches im Jahre 1980 oder die „Freiheit“ hervor, als ob diese in seinem Änderungspaket für die Verfassungsänderung beinhaltet wären. Er redet davon, „mit dem 12. September abzurechnen“. Er gibt unredlich an, dass jede Abgabe einer Ja-Stimme zu seinen Änderungen die Demokratie stärken würde. Er versucht auf eine heuchlerische Art und Weise die Emotionen der linken und rechten Kräfte auszunutzen, zu missbrauchen, die die Gefängnisse des 12. September und die Folter überlebt haben. Er zeigt auf die „Altlinken“ und „Altrechten“, die zu „gemäßigten Liberalen“ wurden, gibt diese als Vorzeigemodelle. Er propagiert und stellt die unpolitische Haltung oder die Persönlichkeitsstörungen dieser sich selbst bemitleidenden Menschen so hin, als ob diese die generelle Haltung und Stimmung derjenigen wiedergeben würden, die den Repressalien des 12. September ausgesetzt waren. Bei diesem Versuch wird er selbstverständlich von den liberalen, offenen und versteckten AKP-Unterstützern, der Presse aber auch von denjenigen, die in den Strudel der Individualfreiheiten aufgesogen wurden, hochgejubelt und tatkräftig unterstützt.</p>
<p>Mit einer perfiden Göbbelsschen Propaganda werden Tatsachen verdreht und verheimlicht! Und es hat den Anschein, als ob Erdogan heute in dieser neu entdeckten Propaganda die optimale Investition gefunden hätte! Und aus diesem Grunde richtet sich die AKP-Propaganda nachhaltig darauf und hebt insbesondere hervor, dass das Ja! die Abrechnung mit dem 12. September sei und die Nein!-Sager die Ordnung des 12. September gerne fortführen und ihr Andauern begrüßen würden. Der Demagog und seine Presse geben sich auch damit nicht zufrieden und propagieren auf eine Art und Weise, die fast an Kunst angrenzt, dass die Linken, wenn sie der Verfassungsänderung ihr Votum nicht geben würden, mit der nationalistischen MHP und mit der kemalistischen CHP, die ihr Status quo beibehalten möchten, sich auf einer Ebene befinden würden. Andersherum wendet er sich an die Nationalisten und  sagt: „Auch ihr habt unter den Repressalien des 12. September gelitten.“<br />
Dennoch sehen diejenigen, die durch den Sandsturm der AKP und den ohrenbetäubenden Krawall nicht hinweggetäuscht wurden und durch diese hinwegsehen und hindurchhören können, dass in diesem vorgeschlagenen Verfassungsänderungspaket nur die Interessen der AKP und der Unternehmer niedergeschrieben stehen. Die wesentlichen Probleme des Landes, die Hürden, die durch die Verfassung des 12. September aufgestellt wurden, wurden in keinster Weise berührt. Aus diesem Grunde muss diesem  Paket mit Nein! begegnet werden!</p>
<p><strong>NEIN ZUM PAKET, DAS DIE BEDÜRFNISSE DES VOLKES UND DES LANDES NICHT DECKT!</strong></p>
<p>Vor allem, wenn an einem wichtigen und grundlegenden Gesetzestext wie der Verfassung  Änderungen durchgeführt werden sollen und insbesondere, wenn im Land die Forderungen von Millionen von Menschen (Kurden, Aleviten und anderen ethnischen und religiösen Minderheiten, Werktätigen, Intellektuellen usw.) auf der Hand liegen, muss eine Verfassungsänderung in erster Linie diese Bedürfnisse erfassen und demokratische Lösungen anbieten.</p>
<p>Die Behauptung der AKP-Führer ist Folgendes: „Die wichtigste Problematik des Landes ist die notwendige Lösung der Kurdenproblematik“. Das ist übrigens die einzig richtige Erkenntnis der AKP in den letzten Jahren. Aber dennoch ist in dem „Verfassungsänderungspaket“ nichts vorgesehen, was direkt oder indirekt eine demokratische Lösung der Kurdenproblematik vorantreiben oder diesem Vorhaben als Basis dienen könnte. Auf der anderen Seite gehört in eine demokratische Verfassung der Laizismus als Eckpfeiler hinein. Der Staat darf keine Religion und keine Konfessionen bevorzugen oder benachteiligen, er muss sich gänzlich aus diesem Bereich zurückziehen und den Abstand gegenüber verschiedenen Religionsgruppen und Konfessionen gleich wahren. Die Ernennung und Ausbildung von Imamen seitens des Staates darf nicht stattfinden. Die Religiosität des Staates muss abgeschafft werden. Ebenso muss der Inhalt der Bildung laizistisch gestaltet werden. Aber in dem Verfassungsänderungsvorschlag ist nichts vorgesehen, was den Rückzug des Staates aus Religionsfragen und die Trennung der Religion vom Staat grundgesetzlich festschreiben würde. Ebenfalls eine entscheidende Frage in der Verfassung muss sein: die Freiheit: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und das Recht des Volkes auf freie Informationsbeschaffung, die Wahlfreiheit, das Recht der politischen Parteienbildung usw. Die Verfassung des 12. September schreibt vor: Ausnahmezustandsgesetze, Ermächtigungsgesetze für Polizei und Armee, Terrorbekämpfungsgesetze, das eingeschränkte Versammlungs- und Demonstrationsgesetz, die 10%-Wahlhürde, den undemokratischen Hochschulrat, RÜTÜK und Zensurgesetze, Gewerkschaftengesetz, Streik- und Tarifverhandlungsgesetz, kein Streikrecht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes usw. Die Änderungsvorschläge rühren nichts von dem Vorhandenen an, sogar umgekehrt: Die Verfassungsänderung“ umfasst keinerlei Änderungen an diesen oben aufgezählten oder ähnlichen antidemokratischen und  faschistoiden Gesetzen und der Praxis.</p>
<p><strong>NEIN ZUM PAKET, DAS LEDIGLICH DIE BEDÜRFNISSE DER AKP UND DER UNTERNEHMER DECKT!</strong></p>
<p>Wenn wir uns das Verfassungsänderungspaket näher anschauen, wird sehr schnell deutlich, dass die AKP vor allem das Verfassungsgericht und HSYK (Oberste Kommission für Richter und Staatsanwälte) reorganisieren möchte. Die Verfassungsänderung ist einzig und allein dem Vorhaben der AKP zugeschnitten, die Justiz und Gerichtsbarkeit zu annektieren. Weitere Änderungsvorschläge sind nur aus dem Grunde unterbreitet worden, um dieses Vorhaben zu verschleiern und weitere Unterstützerkreise für dieses Vorhaben anzuwerben. Diese sind also einzig und allein Missbrauchsänderungen. Aber während dieser Missbrauchsphase werden auch die traditionellen Grenzen der Bestechungsgesinnung missachtet, den Unterstützerkreisen einiges zuzugestehen. Die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen bedeuten sogar Kürzungen und Angriffe auf die vorhandenen Rechte des Volkes und der Beschäftigten. Der „Vater der Verfassung“ behauptet zum Beispiel, dass die „Doppelmitgliedschaft in der Gewerkschaft“, „Das Recht der Vornahme von Tarifverhandlungen ohne Streikrecht für Beschäftigte des Öffentlichen Sektors“, ein einzuführender „Ökonomisch-Sozialer Rat“ die rechtliche Verbesserungen und die verfassungsrechtliche Verankerung dieser Errungenschaften für die Beschäftigten wären. Aber diese zielen in erster Linie darauf ab, die Gewerkschaften zu zerschlagen und zu zerstören. Sie wollen die Gewerkschaften nur offiziell beibehalten, aber diese in „Zivilgesellschaftsorganisationen“ umwandeln.</p>
<p><strong>EIN ABSTIMMUNGSERGEBNIS, WELCHES DIE AKP SCHWÄCHT, IST WICHTIG!</strong></p>
<p>Da bald wieder Neuwahlen in der Türkei anstehen, hat diese Urabstimmung natürlich auch den Charakter einer vorgezogenen Wahl. Falls die Ja-Stimmen überwiegen sollten, wird das der AKP den Rücken stärken und sie würden, im Gegensatz zu der Opposition, motiviert und gestärkt in den nächsten Wahlkampf ziehen. Falls aber das Ergebnis anders ausfällt, wird die AKP geschwächt sein und innere Kämpfe spitzen sich zu. Das könnte auch dazu führen, dass sie die bevorstehenden Wahlen verlieren würde. Die AKP regiert in der Türkei seit 8 Jahren ohne große Probleme. Eine Niederlage der AKP würde bedeuten, dass bürgerliche Kräfte erheblichen Problemen und Schwierigkeiten bei der Herstellung der Ordnung und bei der Regierungsbildung ausgesetzt würden. Sie würde aber auch gleichzeitig der Volksinitiative und der Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie den Weg ebnen und die Möglichkeiten in diese Richtung vergrößern.</p>
<p>Aus diesem Grunde wäre auch ein „Boykott der Urabstimmung“ die falsche Taktik. Denn sie würde eine geschwächte AKP in jedem Falle verhindern, da im Ergebnis doch nur die „Ja“ oder „Nein“-Stimmen zählen. Es gibt unterschiedliche „linke“ Strömungen, die den Boykott als eine „revolutionäre Taktik“, sogar als „die einzig richtige revolutionäre Taktik“ propagieren. Da sie ihre Taktik als eine Prophezeiung ansehen, die den einzig richtigen Weg aufzeige, wäre diese Taktik verständlich, sie ist aber auch keine akzeptable und annehmbare Haltung. Natürlich ist das keinesfalls vernünftig. Die richtige Entscheidung für demokratischen Kräfte und der Kräfte der Arbeit in der Türkei, ist einzig und allein, dass aus dem Referendum ein deutliches Nein! zur Verfassung des 12. September und  Nein! zum Versuch der AKP, diese Verfassung zu flicken, hervorgeht. Die AKP muss aus diesem Referendum mit einer vernichtenden Niederlage herauskommen und die nächsten Wahlen mit dieser Niederlage aus der Urabstimmung bestreiten!</p>
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		<title>Nationale Frage in Spanien</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:15:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das besondere an Spanien ist, dass das Land aus verschiedenen Nationen besteht. So gibt es Basken, Katalanen und Galizier. Alle diese Volksgruppen haben nationale Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheiden. So haben sie eine eigene Sprache, ein gewisses Besiedlungsgebiet, eine eigene Kultur und eine gemeinsame Gefühlswelt. Während in der Phase der 2. Republik die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das besondere an Spanien ist, dass das Land aus verschiedenen Nationen besteht. So gibt es Basken, Katalanen und Galizier. Alle diese Volksgruppen haben nationale Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheiden. So haben sie eine eigene Sprache, ein gewisses Besiedlungsgebiet, eine eigene Kultur und eine gemeinsame Gefühlswelt.</p>
<p>Während in der Phase der 2. Republik die Nationen bessere Möglichkeiten hatten, ihre eigene Kultur auszuleben, war die Ära Franco eine Zeit in der das Bedürfnis der Völker, ihre eigene Identität auszuleben, mit Gewalt unterdrückt wurde.</p>
<p>Franco, der der Führer des spanischen Faschismus war, untersagte den Nationen, ihre Muttersprache und ihre Flagge zu gebrauchen sowie ihr demokratisches Recht, die eigene Kultur auszuleben. Das System war aufgebaut auf einer chauvinistischen Vaterlandsliebe. Kurz, das Regime Franco war ein Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, die Identitäten und Kulturen der unterschiedlichen Völker wurden negiert.</p>
<p>Mitte der 70er Jahre war das Regime Franco kurz vor ihrem Niedergang. Aufgrund der wachsenden gesellschaftlichen Proteste haben die Oligarchen und Diktatoren des Landes durch die Bestimmung eines Monarchen die Einheit des Landes garantiert. Diese Phase endete mit der Verfassung von 1978. Diese Verfassung war ein voller Betrug, denn die Völker Spaniens standen nun vor den Alternativen: Monarchie oder Republik. Weder die faschistischen Gerichte, noch die Mitglieder der Franco Regierung und ähnliche repressive Einrichtungen wurden abgesetzt.</p>
<p>Die Polizei und das Militär hatten 300.000 Kämpfern das Leben genommen und ca. 1 Millionen Antifaschisten waren inhaftiert oder im Exil. Der Wandel zu Spanien war auch eine reine Enttäuschung in Bezug auf die Frage des Selbstbestimmungsrechts der Völker.</p>
<p>Gegenwart</p>
<p>Heute hat die Bourgeoisie die nationalen Befreiungsbewegungen unter Kontrolle. Das können wir sowohl im Baskenland, in Katalonien als auch in Galizien beobachten. Aber dies ändert nichts daran, dass die Völker sich in ihren Regionen mal mehr, mal weniger konzentriert in diesem Zusammenhang bewegen.</p>
<p>Wenn nicht die Arbeiter die nationalen Befreiungsbewegungen anführen, wird die Solidarität der unterschiedlichen Volksgruppen schwinden und man wird erleben, dass die nationalen Befreiungsbewegungen und Arbeiterbewegungen auseinanderdriften. Diese Situation macht es den Oligarchen einfacher. Genau dies ist es, was wir heute erleben und das ist eines der größten Hindernisse der Einheit der Bevölkerung gegen die Monarchie.</p>
<p>Aber auch die Monarchie treibt diese Situation bewusst voran. Weder polizeiliche Maßnahmen, noch Staatsterrorismus, noch gerichtliche Repressionssysteme, wie spezielle Parteiengesetze oder spezielle Gerichte, werden die seit 150 Jahren andauernden Probleme lösen. Unabhängig davon, ob der Kampf dieser Organisation richtig oder falsch ist. Heute ändert der nationale Linksflügel ihre Taktik und steigt vom bewaffneten Widerstand in den politischen Widerstand um.</p>
<p>Das spanische Volk besteht darauf, dass das Ergebnis nur eine politische Lösung sein kann. In diesem Zusammenhang kann niemand den Kampf um das Selbstbestimmungsrecht der Völker unabhängig vom Kampf gegen die Monarchie für eine demokratisch-föderale republikanische Verfassung führen. Nur in diesem Rahmen kann das Recht auf freie Meinung und das Selbstbestimmungsrecht anerkannt werden.</p>
<p>Nur so wird man ein Spanien erreichen, in der es wirklich demokratische Rahmenbedingungen gibt. Dies zu erreichen ist immens wichtige Aufgabe im Sinne der Völker in Spanien. Nur dann werden die Basken, die Katalanen und Galizier selbstbestimmt leben. Ja, wir stehen ohne Wenn und Aber hinter dem Selbstbestimmungsrecht der Völker mit all ihren Konsequenzen, aber die Verteidigung des Föderalismus und damit einhergehend die Einheit der Menschen und Völker in Spanien kann nur so gewährleistet werden.</p>
<p><em>(Spanische Delegation auf dem 22. Internationalen Jugendcamp)</em></p>
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		<title>Kolumbien: Der Kampf gegen die Unterdrückung</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang August hat der ehemalige kolumbianische Präsident Alvaro Uribe Velez seine 8-jährige Amtszeit abgeschlossen. Der vorherige Verteidigungsminister Juan Manuel Santos war trotz Vorwürfen wegen Wahlbetrugs und Manipulation gewählt worden. Diese 8-jährige Periode kann durch einige Hauptaspekte der Velez-Politik charakterisiert werden: Das „demokratische Sicherheitsgesetz“, mit anderen Worten die Militarisierung der Gesellschaft auf der einen Seite und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang August hat der ehemalige kolumbianische Präsident Alvaro Uribe Velez seine 8-jährige Amtszeit abgeschlossen. Der vorherige Verteidigungsminister Juan Manuel Santos war trotz Vorwürfen wegen Wahlbetrugs und Manipulation gewählt worden. Diese 8-jährige Periode kann durch einige Hauptaspekte der Velez-Politik charakterisiert werden: Das „demokratische Sicherheitsgesetz“, mit anderen Worten die Militarisierung der Gesellschaft auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Angriffe gegen das Volk unter dem Namen „Soziale Gemeinschaft“, die nichts anderes als soziale Ungleichheit zum Vorschein bringt. Als Ergebnis sehen wir, dass diese Ereignisse das Volk dem Imperialismus gegenüber gehorsam und  schutzlos gemacht haben.</p>
<p>Eine der reichsten und einflussreichsten Familien des Landes spielte eine große Rolle bei der Umsetzung der von der IWF und der Weltbank angestrebten „Reformen“. Sie präsentiert die brutalste Seite der Oligarchie.  Hieraus resultierte eine neue Phase, die anfänglich zwar das Ende der Gewalt und der brutalen politischen Auseinandersetzungen versprach, jedoch in der Realität die Unterdrückung im Lande weiter fortsetzte. Die Menschen befinden sich somit immer weiter weg von einem ehrwürdigen, sozial gerechten Leben.</p>
<p>Neben seiner geo-politisch wichtigen Lage, ist Kolumbien auch eines der reichsten  Länder in Südamerika. Diese Umstände macht das Land für die  imperialistischen Mächte besonders interessant. Denn der Besitz von Wasser, Öl und natürlichen Rohstoffen ist ein wichtiges Ziel des Kapitalismus, vor allem für den ausbeuterischen US-Imperialismus.  Trotz dieser natürlichen Rohstoffe und Produktionskapazität kann man in Kolumbien davon sprechen, dass die politische Freiheit und der Lebensstandard auf dem niedrigsten Niveau seit langer Zeit ist.</p>
<p>Genauso wie alle anderen kapitalistischen Volkswirtschaften wurde auch Kolumbien von der Krise getroffen. Trotzdem kann man nicht behaupten, dass dies der Grund für die aktuelle sozioökonomische Mißlage ist. Die Arbeitslosenrate in Kolumbien beträgt über 15%, mehr als 50% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und davon 20% am Existenzminimum.  45% des landwirtschaftlichen Gebiets hat sich 3% der Bevölkerung angeeignet. Große Firmen aus dem privaten Sektor wie zum Beispiel Banco Santander of Spain oder British Petroleum werden von mächtigen Monopolen verwaltet.</p>
<p>Das kolumbianische Volk, politische Organisationen und die Jugend blieben trotz dieser Isolation und Ungerechtigkeit nicht länger stillschweigend. Der gesellschaftliche Kampf entwickelt sich neben der Schülerbewegung weiter zu einem Kampf der Gewerkschaften gegen die herrschende Gewalt und die paramilitärische Truppe. Der Mord an unschuldigen Jugendlichen durch das Militär, die Existenz von privaten militärischen Firmen und nicht zuletzt die Übergabe von neun militärischen Stützpunkten an die USA sorgen weiterhin für kämpferischen Aufruhr.</p>
<p><em>(Kolumbianische Delegation auf dem 22. Internationalen Jugendcamp)</em></p>
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		<title>Griechenland</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Absegnung des Stabilitätsprogramms im griechischen Parlament,  erklärte die PASOK-Regierung mit der Hilfe der EU und des Kapitals den Arbeitern und Jugendlichen den Krieg.  Durch die  Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise wurden die Arbeiterrechte verkürzt und die Ausbeutung verstärkt. Dies alles brachte einen historischen Widerstandsprozess in Gang. Die griechische Bevölkerung leidet unter der, von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Absegnung des Stabilitätsprogramms im griechischen Parlament,  erklärte die PASOK-Regierung mit der Hilfe der EU und des Kapitals den Arbeitern und Jugendlichen den Krieg.  Durch die  Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise wurden die Arbeiterrechte verkürzt und die Ausbeutung verstärkt. Dies alles brachte einen historischen Widerstandsprozess in Gang.</p>
<p>Die griechische Bevölkerung leidet unter der, von den Medien, konservativen Parteien sowie den rechtsradikalen Bewegungen getriebenen Propaganda, welche die Situation der griechischen Wirtschaft als „tragisch“ darstellt. . Die Mitteilung dahinter ist diese:  „Wir müssen alle sparen“,  „Wir müssen alle zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen“, „Anstatt die Hilfe des IMF zu nehmen, müssen wir die EU dazu bringen Griechenland zu helfen.“.  Nun befinden wir uns unter der Aufsicht von drei Organisationen: Die Europäische Kommission, EZB(Europäische Zentralbank) und des IMF.</p>
<p>Die von der griechischen Regierung betriebene Politik basiert  auf Lohnkürzungen, Entlassungen und Privatisierungen im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in Bereichen des öffentlichen Lebens.  Diese Maßnahmen sind natürlich nur für die Kapitalisten, für große Unternehmen und für die Banken gut.</p>
<p>Während sich die Armut und die Wirtschaftskrise vertiefen, kommt eine Frage auf: Was für eine Antwort  werden die Proletarier  und Jugendlichen  gegen diese Angriffe geben und wie werden sie ihre eigenen und die sozialen Rechte verteidigen? Unsere Antwort auf diese Frage ist: Es gibt keine andere Lösung als sich für den Kampf gegen die Regeln der EU zu mobilisieren und sich von der EU mit antikapitalistischen Widerstand zu trennen!</p>
<p>Die Kapitalisten behaupten, dass diese Maßnahmen unausweichlich und nötig seien.. Wir sagen, es gibt einen anderen Weg.  Je mehr unsere Wut wächst, desto größer werden unsere Demonstrationen und Generalstreiks, welche ein Signal für einen Arbeiterwiderstand darstellen.</p>
<p>Nachdem sich die Basisgruppen in den Gewerkschaften zusammengeschlossen hatten (ca. 80% der Organisierten kamen zusammen), kamen Arbeiterdemonstrationen zu Stande, die die Gewerkschaftsbürokratie in  Schwierigkeiten brachten. Seitdem die Angriffe begonnen haben, wurden in Griechenland gegen die Sparmaßnahmen 10 Generalstreiks durchgeführt. Um gegen die Wirtschaftskrise eine antikapitalistische Antwort geben zu können, müssen wir unsere Kräfte für einen kräftigen und erfolgreichen Widerstand bündeln.</p>
<p>Dies sind die Forderungen des griechischen Volkes:</p>
<p>Nein! zu den Direktiven des IMF und der Weltbank. Nein zur EMU(!)</p>
<p>Antikapitalistischer Widerstand gegen die EU und Austritt aus der EU!</p>
<p>Nein zur Rückzahlung der externen Schulden, nicht die Banken finanzieren sondern Geld für die Arbeiter verwenden!</p>
<p>Kapitalisten müssen die Steuerlast tragen. Militärausgaben müssen sofort ausgeschaltet werden.</p>
<p>Entlassungen verbieten und Tarifvertragsrecht behalten!</p>
<p>Arbeitszeitverkürzung. Menschenwürdige und sichere Arbeitsverhältnisse für alle!</p>
<p>Staatliche und kostenlose Hochschulbildung für alle! Nein zur Privathochschulen!</p>
<p>Anerkennung der Migrantenrechte, Einbürgerungsrechte für Migranten und Heime für Asylbewerber!</p>
<p><em>(Griechische Delegation auf dem 22.Internationalen Jugendcamp)</em></p>
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		<title>Naziaufmarsch stoppen!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Polizei hat den Naziaufmarsch am 1. September in Dortmund genehmigt. Die Nazis hatten zuvor zum 6. mal bei der Dortmunder Polizei die Demonstration offiziell als „Nationaler  Antikriegstag“ angemeldet. In Wahrheit feiern die Nazis mit dieser Demonstration den Einfall der Reichswehr in Polen am 1. September 1939 und den Beginn des 2. Weltkrieges. Verwunderlich ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizei hat den Naziaufmarsch am 1. September in Dortmund genehmigt. Die Nazis hatten zuvor zum 6. mal bei der Dortmunder Polizei die Demonstration offiziell als „Nationaler  Antikriegstag“ angemeldet. In Wahrheit feiern die Nazis mit dieser Demonstration den Einfall der Reichswehr in Polen am 1. September 1939 und den Beginn des 2. Weltkrieges. Verwunderlich ist hierbei die Haltung der Dortmunder Behörden. Denn im vergangenen Jahr sperrte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) nachträglich, die von den Nazis am 04.09. angemeldete Demonstration. In der Begründung des (BVerfG) hieß es: „Wegen der besonderen Geschichte Deutschlands gilt in der Frage der Meinungsfreiheit für Nazis eine Ausnahme. ‚Angesichts des Unrechts und des Schreckens, den die Naziherrschaft über Europa und weite Teile der Welt gebracht habe’, enthalte das Grundgesetz in diesem Punkt eine Ausnahme vom Verbot, ein Sonderrecht gegen bestimmte Propaganda zu schaffen. Denn ‚das Grundgesetz kann weithin geradezu als Gegenentwurf zu dem Totalitarismus des national-sozialistischen Regimes gedeutet werden“. Trotz des öffentlichen Drucks bleiben die Behörden bei ihrer Entscheidung und auch haben auch bis Dato keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.</p>
<p>Auch dieses Jahr wird Bundesweit zur Verhinderung des Naziaufmarsches aufgerufen.</p>
<p><strong>In dem Aufruf von „Dortmund stellt sich quer“ heißt es:</strong></p>
<p><strong>„Warum antifaschistische Blockaden?</strong><strong></strong></p>
<p>In den letzten Jahren gab es zahlreiche verschiedene Protestformen gegen Neonaziaufmärsche in Dortmund. Leider haben nur wenige die Aufmärsche der Neonazis in Dortmund real auch nur behindert. Auch wir haben im letzten Jahr feststellen müssen, dass durch die massive Behinderung der Polizei ein Stören oder gar Verhindern von neofaschistischen Aufmärschen in Dortmund durch eine angemeldete Demonstration momentan nicht möglich ist.</p>
<p>Aus diesem Grund haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden, den Naziaufmarsch mittels Blockaden zu verhindern. Dabei ist uns bewusst, dass die Polizei alles dafür tun wird, dass wir unser Ziel nicht erreichen. Ob wir es bereits im ersten Jahr schaffen werden, den Aufmarsch komplett zu verhindern, wird sich zeigen. Fakt ist aber, dass wir momentan kein anderes Mittel sehen, um den Naziaufmarsch in Dortmund mit obligatorischen Mitteln zu verhindern. Blockaden stellen dabei ein Mittel dar, an dem sich jeder beteiligen kann.</p>
<p>Natürlich gibt es auch für Menschen, welche sich nicht an der Blockade gegen den Naziaufmarsch beteiligen wollen, zahlreiche andere Aktivitäten gegen Rechts am 04.09. in Dortmund. Wir nehmen diese Veranstaltung keinesfalls als Gegenaktivitäten oder Ähnliches wahr, sondern freuen uns über das große Engagement, welches von den verschiedenen Kräften ausgeht, um ein Zeichen gegen Rechts in Dortmund zu setzen.“</p>
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		<title>1. September, der Antikriegstag</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 1. September ist der Antikriegstag, der alljährlich in Deutschland begangen wird. Grund für den ersten Tag im September ist die Intervention der damaligen deutschen Reichswehr in Polen im September 1939. Dieses Ereignis war damit auch gleichzeitig der Beginn des Zweiten Weltkrieges. Der Antikriegstag beinhaltet zwei wesentliche Zwecke. Zum einen wird an die Opfer des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p>Der 1. September ist der Antikriegstag, der alljährlich in Deutschland begangen wird. Grund für den ersten Tag im September ist die Intervention der damaligen deutschen Reichswehr in Polen im September 1939. Dieses Ereignis war damit auch gleichzeitig der Beginn des Zweiten Weltkrieges. Der Antikriegstag beinhaltet zwei wesentliche Zwecke. Zum einen wird an die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert und zum anderen  wird verdeutlicht, dass die damaligen Forderungen unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ von den Gewerkschaften und sozialistischen- und Friedensorganisationen noch heute Gültigkeit haben. 1957 wurde in Deutschland zum ersten mal der Antikriegstag begangen. Das Bündnis „Antimilitaristische Aktion“ rief damals zunächst ohne die Unterstützung der Gewerkschaften  zum Antikriegstag auf. Das Bündnis bestand aus der<strong> </strong><strong>Sozialistischen Jugend &#8211; Die Falken, Solidaritätsjugend, Naturfreundejugend und Verband der Wehrdienstverweigerer. Knapp neun Jahre später, im Jahre 1966, beschloss der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem 7. Bundeskongress den 1. September als Antikriegstag zu begehen.   In dem Protokoll hieß es unter anderem „…</strong>&#8220;alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird&#8221;. Im Laufe der Jahrzehnte ist der Antikriegstag zu eines der wichtigsten Daten für die Antikriegsbewegung geworden. In der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde der Antikriegstag als Weltfriedenstag gefeiert. Seinen Höhepunkt erreichte der Antikriegstag in den späten 70er und in den 80er Jahren, als nach Angaben des DGB mehrere Zehntausend Menschen an den Kundgebungen für Frieden und gegen Gewalt teilnahmen. Bis heute werden mit Mahnwachen, Kundgebungen und Friedensmärchen an die Opfer des zweiten Weltkrieges erinnert und die Forderung nach einer friedvollen Welt aufgestellt. <strong> </strong></p>
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		<title>Eğitimde Ortaçağ mantığı</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 19:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Manşet]]></category>
		<category><![CDATA[Almanya'da eğitim sistemi]]></category>
		<category><![CDATA[Almanya'da okul biçimler]]></category>
		<category><![CDATA[Göçmen çocukları]]></category>
		<category><![CDATA[Yeni Hayat]]></category>
		<category><![CDATA[yücel özdemir]]></category>

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		<description><![CDATA[Almanya’da eğitim sistemi, yüzyıllardan beri “kanayan yara”. Ortaçağın ilk dönemlerinden itibaren eğitim, manastır okullarında sadece varlıklı kesimlerin çocukları için mümkündü. Halk çocukları ise olanaklı olduğu ölçüde aileleri tarafından eğitiliyor ve küçük işletmelere çırak olarak veriliyordu. Soylu ailelerden gelenlerin okuduğu, yoksul ailelerin çocuklarının ise resmi eğitim almadan ancak çırak eğitimi alarak iş hayatına atıldığı günümüz Almanyası&#8217;nın [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.yenihayat.de/wp-content/uploads/2010/08/Egitim43.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1877" title="Egitim4" src="http://www.yenihayat.de/wp-content/uploads/2010/08/Egitim43.jpg" alt="" width="475" height="225" /></a></p>
<p>Almanya’da eğitim sistemi, yüzyıllardan beri “kanayan yara”. Ortaçağın ilk dönemlerinden itibaren eğitim, manastır okullarında sadece varlıklı kesimlerin çocukları için mümkündü. Halk çocukları ise olanaklı olduğu ölçüde aileleri tarafından eğitiliyor ve küçük işletmelere çırak olarak veriliyordu. Soylu ailelerden gelenlerin okuduğu, yoksul ailelerin çocuklarının ise resmi eğitim almadan ancak çırak eğitimi alarak iş hayatına atıldığı günümüz Almanyası&#8217;nın önceli devletlerde yine soyluların çocuklarının gittiği ilk üniversite 1386 yılında Heidelberg’de kuruldu.</p>
<p>Ortaçağ’ın sonundan itibaren reformasyon süreciyle birlikte kentlerde büyük kiliseler ve manastırların yanı sıra belediyelerin denetimi altında okullar açılmaya başladı. Yoksul çocukların gitmeye başladığı bu alt düzey okullar bile dönemin yönetici sınıfını rahatsız etti. Buna tepki olarak aynı dönemde sadece zenginlerin, soyluların çocuklarını gönderdiği özel okullar (Winkelschulen) açılmaya başlandı. Katolik ve Protestan kiliselerinin eğitim üzerinde etkili olması da bu döneme denk düşüyor.</p>
<p>18. yüzyıldan itibaren sanayinin gelişim aşamasına girmesiyle birlikte kalifiye işgücüne duyulan ihtiyaç nedeniyle hızla meslek okulları açılmaya başladı. Bunların başında gençlerin pazar günleri meslek öğrenmek üzere gittiği “Sonntagsschulen” ve “Gewerbeschulen”ler geliyor.</p>
<p>Almanya tarihinde, bütün çocukların okula gitmesi gerektiği yönündeki resmi düzenleme, 1763 yılında Prusya tarafından yapılan “büyük eğitim reformu”yla karara bağlandı. Yani; 18. yüzyılda yapılan reformlar bugünkü eğitim sistemi için belirleyici oldu. Farklı sınıfsal kökene göre okul biçimlerinin açılması tam bu döneme denk düşüyor. Varlıklı ve zengin ailelerin çocuklarının gittiği elit okullar yani Gymnasium ve Realschule mantığı bu döneme kadar uzanıyor. Bu dönemde emekçi çocukları için “Volkschuleler” (Halk Okulları) açıldı.</p>
<p>Bu isimlendirmelerin kendisi bile farklı sınıfların çocuklarının birbirinden ayrılarak eğitim verilmesi anlayışının çok eskilere dayandığını gösteriyor. Bu okul türlerine göre derslerin içeriği de farklı oluyordu. Örneğin, soyluların/zengin çocuklarının gittiği okullarda sanat, edebiyat, felsefe, müzik dersleri verilirken, bu dersler Halk Okulları’nda yoktu. Keza; Weimar Cumhuriyeti’ne kadar Halk Okulları’na giden çocukların velilerinden de “Okul Parası” alınıyordu.</p>
<p>Kökleri ortaçağa kadar uzanan sadece soyluların çocuklarının üniversiteye gitmesine ilişkin uygulamalar,  1800’lerde yapılan “Yeni İnsancıl Eğitim Reformu” ile değiştirildi.</p>
<p>1834 yılında Prusya’da farklı okul biçimleri için üniversitelerin sınav açmaya başlamasından çok sonra, 1900’de farklı lise (Gymnasuim) biçimleri ortaya çıktı: Humanistisches Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule gibi.</p>
<p>Almanya tarihinde önemli bir dönemeç olan 1919 Kasım Devrimi’nden sonra kurulan Weimar Cumhuriyeti’nde bu lise biçimlerine ve “Halk Okulları”na ek olarak dört yıllık ilkokullar (Grundschule) açılmaya başlandı.</p>
<p>Bu okul sistemi Hitler faşizmi döneminde de devam etti. Sistem özünde korunurken içerik bakımından eğitim faşist ideolojiye göre yeniden yapılandırıldı. Faşizm yıllarında (1937) Gymnasium’un 8. yılında öğrenciler arasında bir ayıklama daha yapmak üzere sınav konuldu. Yine bu yıllarda üst tabaka elit faşistlerin çocuklarının gittiği özel okullar (Napola) kuruldu. Ayrıca faşizme özel kadrolar sağlamak üzere Adolf Hitler Okulları (AHS) ve SS Junker Okulları açıldı.</p>
<p><strong>İKİ ALMANYA, İKİ FARKLI EĞİTİM SİSTEMİ</strong></p>
<p>Savaşın bitmesinin ardından kurulan iki ayrı Almanya’da iki farklı eğitim biçimi hayata geçirildi. İkinci Dünya Savaşı’ndan sonra Batılı kapitalist ülkelerin himayesinde kurulan Federal Almanya Cumhuriyeti’nde eğitim sistemi yine özü itibariyle korundu. Ülkenin “federal sistem” temelinde kurulmasıyla birlikte, eğitim alanındaki yetki eyaletlere bırakılmakla kalınmadı, eyaletlerle federal hükümetin birlikte çalışması da yasaklandı. Yani federal hükümetin eğitim alanında eyaletlere müdahalede bulunması mümkün değildi, halen de değil. Bu durumun değiştirilmesi için bugüne kadar yapılan girişimlerin çoğu başarısızlıkla sonuçlandı. Ağustos ayının başında bu konuyla ilgili yeniden alevlenen tartışma, eyaletler ile federal hükümet arasındaki ortak çalışma yasağının da artık çağdışı kaldığını açık olarak gösteriyor.</p>
<p>Aslında eyaletler tarafından uygulanan farklı eğitim sisteminin aynılaştırılması, ortaklaştırılması için ilk olarak 1955’te eyaletler arasında Düsseldorf Anlaşması imzalandı ancak bir sonuç alınamadı. 1964’te yine aynı temelde Hamburg Anlaşması imzalandı ve bütün eyaletlerde Hauptschule’lerin kurulması konusunda görüş birliğine varıldı. O zamana kadar işçi ve emekçilerin çocuklarının gönderildiği “Halk Okulları”nın yerini yavaş yavaş Hauptschule&#8217;ler almaya başladı.</p>
<p>İkinci Dünya Savaşı’ndan sonra kurulan Demokratik Almanya Cumhuriyeti’nde (DDR) ise, Ortaçağ’dan kalma eğitim sistemi kökten değiştirildi. 1959’da çıkarılan “Alman Okullarının Demokratikleştirilmesi Yasası” ile birlikte “Birlik Okulu” (Einheitsschule) kuruldu. DDR’de çocuklar ilk okuldan itibaren 10 yıl boyunca üretim/pratikle de yakın işbirliği içinde olan “politeknik” okullarda okuyorlardı. Ardından meslek okullarına ve üniversitelere ayrılma söz konusu idi.</p>
<p>Bugün de Almanya’da farklı okul biçimine dayalı elemeci eğitim sisteminin değiştirilmesini isteyenlerin çoğu, öğrencilerin 10. sınıfa kadar birlikte aynı okul biçiminde ders görmesini savunuyor.</p>
<p>Bu iki farklı eğitim sistemi, özellikle işçi ailelerinin çocuklarının üniversiteye gitmesi konusunda büyük farklılıklar yarattı. 1958 yılında DDR’de üniversiteye giden işçi ailesi çocuğu oranı yüzde 53 iken, BRD’de bu yüzde 38,6 idi. (Kaynak: R. Dahrendorf: <em>Arbeiterkinder an deutschen Universitäten,</em> 1965).</p>
<p><strong>AİLENİN GELİRİ EĞİTİM DURUMUNU BELİRLİYOR</strong></p>
<p>Federal Almanya’daki mevcut eğitim sistemindeki başarının ailenin sosyal kökenine, yani gelir durumuna bağlı olduğu  uluslararası araştırmalarla defalarca ortaya konuldu. Özellikle OECD tarafından eğitimle ilgili yapılan PISA araştırmasında, ailenin gelir durumunun eğitimdeki başarıyla ilintili olduğu ülkelerin başında Almanya’nın geldiği somut verileriyle açıklandı.</p>
<p>OECD tarafından Eylül 2008’de yayınlanan raporda, Almanya gibi bir ülkede akademisyen, zengin aile çocuklarının üniversiteye çok daha kolay gittiği ifade edilirken, ülke genelindeki üniversite öğrencilerin sadece yüzde 16’sının işçi ailelerinden geldiğini saptamıştı. Bu oran İspanya’da yüzde 40, İrlanda’da yüzde 50.</p>
<p>Hochschul-Informationssystem (HIS) tarafından yapılan araştırmaya göre ise 1982-2009 yılları arasında üniversiteye giden işçi çocuklarının sayısında sürekli düşüş meydana geldi. Aynı araştırmaya göre her 100 akademisyen çocuğundan 71’i üniversiteye giderken, bu sayı akademisyen olmayan ailelerin çocukları için 24&#8242;e düşüyor.</p>
<p>Tarihsel arka plana baktığımızda gerçekten de farklı okul biçimlerine dayalı, daha küçük yaştan itibaren çocuğun gelecekte ne olacağına belirleyen eğitim sisteminin artık günümüz gerçeklerine uygun olmadığını ortaya çıkıyor. Ortaçağdan bu yana sınıf ayrımına dayalı eğitim sisteminin değiştirilmesi egemenler ve onların çıkarlarını savunan partilerin işine gelmiyor.</p>
<p>Bu nedenle eğitim sisteminin değiştirilmesi,  eğitim alanında köklü değişiklerin yapılması, herkese parasız eşit eğitim hakkının verilmesi talebi için mücadele büyük bir önem taşıyor.</p>
<h1><span style="color: #993300;"><strong>Eğitim sisteminde göçmenler çocukları</strong></span></h1>
<p>Tarih boyunca yoksul, dar gelirli işçi çocukları ile zenginlerin çocuklarını birbirinden ayıran, dolayısıyla ebeveynlerin ait olduğu sınıf ile çocukların gelecekte ne olacağı arasında doğrudan bir bağ kuran Alman eğitim sisteminin bu eşitsizliğinden, göçmen çocukları da önemli ölçüde nasibini aldı, alıyor. Sınıfsal kökenlere göre kurulan okul biçimleri mevcudiyetini yıllardır sürdürdüğü için, göçmenler için özel bir düzenlemeye gidilmedi elbette. Zaten, ekonomik ve siyasi nedenlerde ötürü Almanya’da gelmek zorunda kalan göçmenlerin büyük bir bölümü işçi, emekçi olduğu için, onların çocukları da doğal olarak Alman işçi çocukları ile benzer okullarda okudu, okuyor.  Böylece; Alman ve göçmen işçiler fabrikalarda, çocukları da okullarda aynı kaderi paylaşmaya başladı.</p>
<p>Elbette, göçmen olmanın getirdiği özel sorunlar, bu elemeci eğitim sisteminden göçmen çocuk ve gençlerin çok daha fazla etkilenmesine yol açtı. Ve bu eğitim sisteminin en çok kaybedenleri Alman işçilerin ve göçmenlerin çocukları oldu. Örneğin bugün en alt okul biçimi olan Hauptschulelerde göçmenlerin çocuklarının yer alması tam da bu nedenledir.</p>
<p>Temmuz 2010’da Federal Hükümet tarafından yayınlanan 8. Uyum Raporu’nda yer alan bilgilere göre, 2008/2009 öğrenim döneminde en alt lise olan Hauptschule’ye Alman öğrencilerin (bunların arasında Alman vatandaşı olan göçmenler de var) yüzde 8.6’sı,  “yabancı” öğrencilerin ise yüzde 20’si gidiyor. Buna karşın en iyi lise biçimi sayılan Gymnasiumlara Alman öğrencilerin yüzde 28.7’si, “yabancı” öğrencilerin ise yüzde 13.4’ü gidiyor.</p>
<p>Bu durum göçmenler arasında ayrıca tasnif edildiğinde en büyük grubu oluşturan Türkiye kökenliler açısından eğitimin gerçekten kanayan yara olduğu kendiliğinden görülüyor. <strong>Türkiye Cumhuriyeti vatandaşı öğrencilerin yüzde 23.4&#8242;ü Hauptschuleye, yüzde 9.3&#8242;ü Gymnasiuma gidiyor.</strong></p>
<p>En alt ve en üst okul biçimleri arasındaki bu büyük fark aynı zamanda eğitim sisteminde yerli-yabancı farkının ne kadar büyük olduğunu ortaya koyuyor.</p>
<p><strong>SOSYAL KÖKENE GÖRE BAŞARI</strong></p>
<p>Almanya’da yaşayan göçmen çocukların eğitim durumunun “felaket” olduğunu artık bilmeyen yok. Araştırmalarda eğitimde göçmen çocukların yerli Alman çocukların üç yıl gerisinden geldiğine defalarca dikkat çekilmişti. Bunda da çocukların ailelerinin “sosyal kökeni”nin büyük rol oynadığı saptanmıştı.</p>
<p>OECD Eğitim Uzmanı Andreias Schleicher, dünyanın sanayileşmiş hiç bir ülkesinde, Almanya’da olduğu kadar, göçmen işçilerin çocuklarının bu denli şans eşitsizliği ile karşı karşıya olmadığına dikkat çekerek, “Bunun sorumlusu Alman okul sistemidir” diyor.</p>
<p>Resmi veriler, mevcut okul sisteminde Alman işçilerin ve göçmen işçilerinin çocuklarının bilinçli bir şekilde ayıklandığını, başarısızlığa mahkum edildiğini yeterince ortaya koyuyor.</p>
<p><strong>ÖZEL LİSELER MANTAR GİBİ</strong></p>
<p>Alman eğitim sisteminde yerli-göçmen, iyi gelirli-düşük gelirli ailelerin çocukları arasındaki şans eşitsizliği konusunda yaşanan derin çelişkiye son yıllarda bir de “özel okullar” faktörü eklendi. Mevcut okul sistemi açık bir şekilde çocukları ailelerinin gelir durumuna bağlı olarak tasnif ederken, çocuklarının mevcut sistem içinde başarılı olamayacağını düşünenlerin bir bölümü özel okullara özellikle 2006 yılından bu yana hızla yöneldi. Resmi verilere göre, 2006 yılında OECD ülkelerinde ortalama olarak öğrencilerin yüzde 14’ü özel okullara gidiyordu. Bu oran Almanya’da yüzde 6 idi. Ancak geçmişe göre bu rakam Almanya açısından önemli bir artışı ifade ediyor, 1992 yılına kıyasla özel okullara giden öğrencilerin sayısı 2006’da iki katına çıkarak, 873 bine yükseldi. 2006/2007 döneminde ise özel okullara gidenlerin sayısı 892 bine yükseldi ve bir önceki yıla göre yüzde 2.2 artış gerçekleşti.  Bu dönemde özel okullara gidenler, toplam öğrencilerin yüzde 7.3’ünü oluşturuyor. Bu oran okul biçimlerine göre de değişiyor. Örneğin 2006/07 döneminde ülke genelinde Gymnasiumlara giden her 10 öğrenciden biri özel Gymnasium öğrencisi idi.</p>
<p>2005/2006 öğrenim döneminde ülke genelinde toplam 4637<strong> </strong>özel okul bulunuyordu. Bu oran 1992’ye göre yüzde 43.5 daha fazla. Bu özel okulların yüzde 40.4’ünü Gymnasiumlar oluşturuyor.</p>
<p>Yine 2006’nın verilerine göre “yabancı” öğrencilerin yüzde 3.8’i Alman öğrencilerin ise yüzde 7.4’ü özel okullara gidiyor.</p>
<p>Ne var ki; Türkiye kökenli göçmenlerin eğitim sistemi içindeki şansızlığından yararlanan başta Fethullah Gülen olmak üzere çeşitli cemaatler son yıllarda hızla özel liseler kurarak, Türkiye kökenli öğrencileri buralara yönlendirmeye çalışıyorlar. Politik ve ekonomik bakımdan üzerinde rant sağlanan Alman eğitim sisteminin değiştirilmesi, herkese eşit fırsat hakkının sağlanması ise bu çevrelerin gündeminde bulumuyor. Onlar sürekli mevcut sistemin Almanlar için iyi göçmenler için kötü olduğundan söz ederek, kendilerine taban kazanmaya çalışıyorlar. Olgular ve veriler, eğitimdeki şans eşitsizliğinin “göçmen-Alman” ayrımından çok “iyi gelirli-düşük gelirli” aileler arasındaki sınıfsal farklılıklardan kaynaklandığını açık bir şekilde göstermesine karşın söz konusu çevrelerin sorunu çarpıtmaları elbette suiistimalden başka bir şey değildir. Bu nedenle de Türkiye kökenli göçmenlerin bu kesimlerin propagandasına kanmadan, herkese parasız eğitim hakkını talep etmesi gerekiyor. Bu temelde okullarla ve semtlerde kurulan inisiyatiflerin içinde yer alınmalı, yerli emekçilerle birlikte çözümler aranmalıdır. Aksi yöndeki davranış, içe kapanmayı, biraz daha bölünmeyi derinleştirecektir.</p>
<p><strong>HERKESE PARASIZ EĞİTİM</strong></p>
<p>Tarihsel süreç; Almanya’daki eğitim sisteminin zenginlere göre düzenlendiğini ve bunun yüzyıllardan beri devam ettiğini gösteriyor. Veriler bu tablodan en çok Alman ve göçmen işçi çocuklarının etkilendiğini ortaya koyuyor. Bu nedenle öncelikle sosyal kökene göre öğrencileri okullara tasnif eden eğitim sisteminin değiştirilmesi zorunluluktur. Mevcut eğitim sisteminin gelinen aşamada çağdışı, ilkel ve ayrımcı olduğu açıktır.</p>
<p>Ne var ki; tek başına eğitim sisteminin değiştirilmesi de yeterli değildir. Çocukların okuldaki başarısı ile onların ailelerinin sosyal konumu arasında doğrudan ilişki olduğu için, ailelerin; yani emekçilerin yaşam ve gelir koşullarının iyileştirilmesi de gerekiyor. Bununla birlikte asıl olarak, kreşten üniversiteye kadar eğitimin her aşamasının parasız olması, eğitim sisteminin demokratikleştirilmesi gerektiği de ortada.</p>
<p>Bu nedenle, özellikle Türkiye kökenli göçmenlerin, eğitim sisteminin değiştirilmesi, parasız eğitim talebinin yükseltilmesi için daha fazla mücadele etmesi gerekiyor.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>YÜCEL ÖZDEMİR</strong></p>
<h1><span style="color: #993300;">Rakamlarda göçmen öğrencilerin durumu</span></h1>
<p><em>Temmuz 2010’da Federal Hükümet Uyum Danışmanlığı tarafından yayınlanan 8. Uyum Raporu’nda yerli ve göçmenlerin eğitim durumu bir kez daha ortaya konuldu:</em></p>
<p>- 2008/2009 döneminde 9 milyon lise ve ilk okul öğrencisi bulunuyordu ve bunların 800 bini (yüzde 8.9) Alman pasaportuna sahip olmayan yabancı idi. “Yabancı” öğrencilerin yüzde 40.3’ünü Türkiye kökenliler, yüzde 7’sini eski Yugoslavya’dan geriye kalan ülkelerden, yüzde 20.5’ini AB ülkelerinden gelenler oluşturuyordu.</p>
<p>- Mikrozensus’un verilerine göre 9 milyon öğrencinin 3.03 milyonu göçmen kökenli ve bunların 2.2 milyonu Almanya’da doğup büyümüş.</p>
<p>- 2008 verilerine göre bütün Alman öğrencilerin yüzde 8.6’sı Hauptschule’ye giderken, bu oran “yabancı” öğrenciler arasında yüzde 20.</p>
<p>- Bütün Alman öğrencilerin yüzde 28.7’si en iyi okul biçimi olan Gymnasium’a giderken, bu oran bütün “yabancı” öğrenciler arasında yüzde 13.4.</p>
<p>- Göçmenler içinde okul biçimlerine göre bir tasnif yapıldığında: Hauptschule’ye giden yabancı öğrencilerin yüzde 45,7’sini  “yabancı” statüsündeki Türkiye kökenliler oluşturuyor.  (Kaynak: Statistische Bundesamt)</p>
<p>- <strong>Buna karşın bütün Türkiye vatandaşı öğrencilerin sadece yüzde 9.3’ü Gymnasium’a gidiyor.</strong></p>
<p>- Gymnasium’a giden öğrencilerin yüzde 21.1’i, Hauptschule’ye giden öğrencilerin yüzde 42.6’sı göçmen kökenli. (Kaynak: Mikrozensus 2008)</p>
<p>- 2008 yılında 15-19 yaşları arasındaki göçmen gençlerin yüzde 13.3’ü diploma almadan okuldan ayrılırken, yüzde 43’ü Hauptschule diploması, yüzde 34.7’si Realschule diploması, yüzde 8.9’u meslek okulu diploması aldı.</p>
<p>- Mikrozensus’un verilerinde ise tablo şöyle: 2008 yılında 170 bin genç diploma almadan okuldan ayrıldı, bunların 63 bini göçmen kökenli idi. Yani, diploma almadan okuldan ayrılanların yüzde 37’si göçmen kökenli.</p>
<p>- 2008’de 18 yaşından küçük 13.6 milyon gencin üçte birinin (yüzde 29) ailesi “sosyal riziko”, yani geçim sıkıntısıyla karşı karşıya.</p>
<p>- Bunlar arasında 1.7 milyon göçmen gencin (yüzde 42) ailesinin geçim durumu “rizikolu” grubunda yer alıyor.</p>
<p>- <strong>2009 yılında Almanya’daki üniversitelerde 240 bin “yabancı” öğrenci okuyordu ve bunların dörtte üçünü üniversite okumak üzere sonradan gelen yabancılar oluşturuyordu. Bu demektir ki, Almanya’da yaşayan ve “yabancı” kabul edilen 60 bin öğr</strong><strong>enci üniversiteye gidiyor.</strong></p>
<p>- Genel olarak lise dengi okullara giden öğrencilerin yüzde 8.9’u yabancı pasaportuna sahip iken, bu oran meslek eğitim yapanlarda yüzde 4.2’i (her 24 kişiden birisi), üniversitede ise yüzde 2.5’e (Her 40 öğrenciden biri) düşüyor. (Kaynak: 7. Uyum Raporu, sayfa 138)</p>
<p>- Deutschen Studentenwerk’in verilerine göre 2007/2008 döneminde üniversite öğrencilerin yüzde 2.9’u göçmen kökenli idi. Aynı kurum yaz 2009’da ise üniversitelerde okuyan öğrencilerin yüzde 11’nin göçle bağlantılı olduğunu saptadı.</p>
<p>- Üniversite öğrencisi göçmenlerin yüzde 22’sini Rusya’dan gelen Alman kökenliler, yüzde 19’unu Polonya kökenliler, yüzde 16’sını Türkiye kökenliler oluşturuyor.</p>
<p>KUTU 2</p>
<h1><span style="color: #993300;"><strong>ÇOK ELEMELİ </strong><strong>ALMAN E</strong><strong>Ğİ</strong><strong>T</strong><strong>İ</strong><strong>M S</strong><strong>İ</strong><strong>STEM</strong><strong>İ</strong><strong>N</strong><strong>İ</strong><strong>N YAPISI</strong></span></h1>
<p>I. Genel öğretim yapan okullar</p>
<p>II. Mesleki eğitim veren okullar</p>
<p><strong>I. Genel öğretim yapan okullar;</strong></p>
<p>a. Okul öncesi eğitim kurumları</p>
<p>b. Temel eğitim</p>
<p>c. Orta öğretim (I. kademe)</p>
<p>d. Orta öğretim (II. kademe)</p>
<p>e. Yüksek öğretim</p>
<p><strong>A. Okul öncesi eğitim (Kindengarten)</strong></p>
<p>Okul öncesi eğitim; zorunlu olmayan ve 3-6 yaş grubunu kapsayan sistemli eğitimin ilk basamağıdır. Velileri tarafından okul öncesi eğitime (Kindergarten) gönderilmek istenen her çocuk için sorumlular yer bulmakla yükümlüdürler.</p>
<p><strong>B. Temel eğitim (Grundschule)</strong></p>
<p>30 Haziran itibari ile altı yaşını dolduran, bedensel, zihinsel ve sosyal yönden gelişimi temel eğitim seviyesine uygun çocukların başladığı zorunlu eğitimin dört yıllık ilk basamağıdır. Alman eğitim sistemi, erken yönlendirmeyi esas almıştır ve dolayısıyla öğrenciler; ilgi, yetenek, çalışma ve başarısındaki gelişim süreci dikkate alınarak ilkokul 4. sınıfta okul türlerine yönlendirilir.</p>
<p><strong>C. Orta öğretim ( I. kademe)</strong></p>
<p>Hauptschule,</p>
<p>Realschule / Erweiterte Realschule,</p>
<p>Gymnasium,</p>
<p>Gesamtschule / Integrierte Gesamtschule,</p>
<p>Regionaleschule,</p>
<p>Duale Oberschule</p>
<p>Sonderschule,</p>
<p><strong>a) Hauptschule</strong></p>
<p>Temel eğitimde diğer okullara yönlendirilecek derecede başarılı olamamış öğrencilerin devam ettiği, genel kültür ve mesleklere hazırlama eğitiminin birlikte verildiği bir okul türüdür.</p>
<p>Dokuzuncu sınıftan ayrılan öğrenciler, meslek eğitimine devam eder. Başarı düzeyi daha iyi olanların 10/B diploması alarak bir üst okula devam etmesi mümkündür.</p>
<p><strong>b) Realschule</strong></p>
<p>İlkokulda (Grundschule) başarı düzeyi “orta” olan öğrencilerin yönlendirildiği ve mezunlarının meslek eğitimi veren bir üst öğretim kurumuna devamı öngörülen bir okul türüdür.</p>
<p>Öğrenciler, 10. sınıfın sonunda okuldan mezun olur ve ikinci bir yabancı dil okumuş olanlardan başarılı olanlar, “Gymnasium Oberstufe”ye devam etme hakkını elde ederler.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>c) Gymnasium</strong></p>
<p>İlköğretimde; ilgi, yetenek, çalışma ve başarısındaki gelişim sürecine göre yüksek öğrenim yapabilecek düzeyde bulunan öğrencilerin yönlendirildiği  okuldur. Gymnasium’un birinci kademesi 10. sınıfta, ikinci kademe ise Rheinland-Pfalz’da 13. sınıfta, Saarland’da ise 12. sınıfta “Abitur” sınavının başarı ile verilmesiyle sona erer. Bu okulların eğitim seviyesi diğer okullara göre yüksektir. Mezunları üniversiteye devam ederler.</p>
<p><strong>d) Gesamtschule</strong></p>
<p>Gesamtschule uygulaması ile Alman eğitim sisteminde esas olan “erken yönlendirme”nin doğurduğu sakıncaların telafisine yönelik uygun bir model geliştirilmiştir. Bu okul modelinde Hauptschule, Realschule ve Gymnasium arasındaki yatay geçişler kolaylaştırılmıştır.</p>
<p><strong>e) Regionale Schule (Bölge okulu)</strong></p>
<p>“Hauptschule” ve “Realschule”nin 5.-10. sınıfına kadar olan genel eğitimi kapsayan ve derslerin sınıf içi ayrımlaşma (seviye grupları oluşturma) ile derslerin verildiği bir okul türüdür.</p>
<p><strong>f) Duale Oberschule (DOS)</strong></p>
<p>İlkokuldan sonra dokuz yıllık bir eğitim imkanı sunan, &#8220;Gymnasium&#8221;a paralel, okul eğitimi -işyeri uygulamasını birlikte veren yeni bir okul türüdür. Rheinland/Pfalz Eyaleti’nde 1996/97 öğretim yılından itibaren deneme mahiyetinde başlatılan uygulama hızla yaygınlaştırılmıştır. Mezunları “Fachhochschulreife” belgesini almaya kazanabilir.</p>
<p><strong>g) Sonderschule (Engelliler okulu)</strong></p>
<p>Bedensel ve zihinsel engeli olan çocukların durumlarına uygun eğitimin verildiği bir okul türüdür.</p>
<p><strong>D. Gymnasium Oberstufe (Orta ö</strong><strong>ğ</strong><strong>retim ikinci kademesi)</strong></p>
<p>Liselerin I. kademesini tamamlayan öğrencilerin devam edebildiği ve yüksek öğretime hazırlık amacı güden üç yıl süreli bir genel eğitimdir.</p>
<p>Gymnasium’da 10. sınıfı başarı ile tamamlayan, “Realschule”yi ikinci yabancı dil okuyarak başarı ile bitiren ve “Hauptschule” 10-B diploması alıp, Qualifikation yapan öğrenciler orta öğretim II. kademeye devam hakkı kazanırlar.</p>
<p>Bu eğitimin sonunda öğrenciler; “Abitur” ya da “Allgemeine Hochschulreife” denilen ve yüksek öğretime devamı sağlayan belgeyi almaya hak kazanırlar.</p>
<h1><span style="color: #993300;">Öğretmen açığı rekor düzeyde</span></h1>
<p>Almanya’da öğrenciler okulların açılması heyecanını yaşarken, öğretmen açığı rekor düzeye ulaştı. Alman Filologlar Birliği’nin tahminlerine göre ülke genelinde 45 bin öğretmen açığı bulunuyor. Birlik Başkanı Heinz-Peter Meidinger, “Almanya’da öğretmen açığı hiç bu kadar yüksek olmamıştı” dedi.</p>
<p>Öğretmen açığının emekli olan öğretmenlerle kapatılmaya çalışılacağını söyleyen Meidinger,  öğretmenliğin güvenli bir meslek olmadığı için gençler tarafından tercih edilmediğini ifade etti.</p>
<p>Öğretmen açığının olduğu branşların başında ise, Almanya’nın uluslararası araştırmalarda sınıfta kaldığı matematik ve doğa bilimleri geliyor. Her iki bölüm için toplam 30 bin öğretmene ihtiyaç var.</p>
<p>Filologlar Birliği’nin verdiği bilgiye göre sadece Bavyera eyaletinde 300 Gymnasium’da 460 matematik öğretmenine ihtiyaç duyulduğunu, ancak sadece 180’inin atandığı belirtildi.</p>
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