IG BAU: Rund 150 Objekte werden bestreikt

Die Warnstreikwelle im Gebäudereiniger-Handwerk hat gerade erst begonnen und setzt schon weithin sichtbare Signale an die Arbeitgeber: Die Beschäftigten der Branche wollen endlich ein tarifliches Weihnachtsgeld. Um 0.00 Uhr begannen die Warnstreiks und bis zum Montag Mittag wurden bereits rund 150 Reinigungsobjekte im gesamten Bundesgebiet bestreikt. Das zeigt die Zwischenbilanz der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Betroffen sind Flughäfen in München und Frankfurt, Industriebetriebe, Krankenhäuser wie auch Schulen und Verwaltungen. Bis zum Mittag streikten in den einzelnen Objekten in der Spitze mehr als 200 Teilnehmer. Ziel ist es, die Arbeitgeber zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag für ein Weihnachtsgeld zu bewegen. Zuletzt hatte es der Bundesinnungsverband für das Gebäudereiniger-Handwerk abgelehnt, Verhandlungen aufzunehmen. „Die Beschäftigten in der Gebäudereinigung leisten zuverlässige Arbeit. Meist sieht man die Kolleginnen und Kollegen nicht. Viele von ihnen reinigen, wenn andere zu Hause sind – entweder früh morgens oder erst am Abend. Reichtümer scheffeln sie dabei ganz sicher nicht. Ein tarifliches Weihnachtsgeld, wie es in den meisten anderen Branchen üblich ist, ist da ganz sicher nicht zu viel verlangt“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.
IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux ergänzte: „Respekt, Anerkennung und Wertschätzung – das sind seit Jahren die elementaren Themen für die Beschäftigten in der Gebäudereinigung. Sie wollen so behandelt werden, wie es in anderen Branchen schon lange selbstverständlich ist. Dazu gehört natürlich ein tarifliches Weihnachtsgeld, damit sie ihren Lieben oder sich selbst zu Weihnachten auch einmal einen Extra-Wunsch erfüllen können. Die große Beteiligung an den Warnstreiks zeigt, diese Forderung ist ganz tief bei den Gebäudereinigerinnen und Gebäudereinigern verankert – und sie sind bereit, dafür zu kämpfen!“

(Qelle: IGBau.de)